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Titel: Evangelische Akademie Wien - Veranstaltungen im Mai 2019
Autor: MB
Quelle: Evangelische Akademie Wien vom 3.5.2019


Di, 7. Mai 2019, 19 Uhr
Albert Schweitzer Haus, Saal

future ethics: Heiligt der Zweck die Roboter?

Können Maschinen als soziale Wesen zwischenmenschliche Beziehungen ergänzen oder gar ersetzen? Diese Frage stellt sich in einer Situation, in der Maschinen immer mehr leisten können und immer selbständiger werden. Sie leben und interagieren mit uns Menschen und werden Teil unserer Gesellschaft. Auch in sensiblen Bereichen der gesundheitlichen Pflege sollen Roboter menschliche Arbeitskräfte entlasten. Dafür ist es notwendig, Robotern soziale und moralische Verhaltensweisen einzuprogrammieren bzw. sie diese „lernen“ zu lassen. Welche Konflikte treten dabei auf und welche ethischen Fragen werden dabei unausweichlich?

Begrüßung:
Maria Katharina Moser, Direktorin der Diakonie

Am Podium:
Janina Loh, Institut für Philosophie, Universität Wien
Matei Capatu, Akademie für Altersforschung, Haus der Barmherzigkeit
Christian Kienesberger, LIFEtool Wien

Moderation: Eva Stanzl, Wiener Zeitung

Kooperation:
Eine Veranstaltung der Evangelischen Akademie Wien im Rahmen des Kooperationsprojekts "Albert-Schweitzer-Haus - Forum der Zivilgesellschaft" in Zusammenarbeit mit Diakonie und Wiener Zeitung.

Ort: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien
Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen bitten wir jedoch um Anmeldung unter: events@wienerzeitung.at

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Mi, 15. Mai 2019, 19:30 Uhr
Albert Schweitzer Haus, Saal

Reden wir über...
Religion - Anker oder Mühlstein? Kitt oder Bruchlinie der Gesellschaft?

Religion kann Vieles sein: faszinierend oder abstoßend. Etwas, das Ihnen Halt gibt oder Sie nach unten zieht. Was Menschen verbindet und worüber sie erbittert streiten.
In unserem neuen Format „Reden wir über...“ ist Platz für Ihre Erfahrungen, Ihre Meinung, Ihre Ideen. Reden wir über Religion. Über ihre persönliche und über ihre gesellschaftliche Rolle.

Moderation: Katharina Novy, Leiterin des Programmbereichs Gesellschaft im Dialog, Kardinal König Haus

Kooperation:
Eine Kooperation der Evangelischen Akademie Wien und der Evangelischen Hochschulgemeinde im Rahmen des Kooperationsprojekts "Albert-Schweitzer-Haus - Forum der Zivilgesellschaft".


Ort: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien
Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen bitten wir jedoch um Anmeldung

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Di, 21. Mai 2019, 19 Uhr
Albert Schweitzer Haus, Kapelle (4. Stock)

»Geistliches Ghetto oder Stadt auf dem Berg?«
Die Kirche als Diaspora bei Wilhelm Dantine

Was heißt es, Kirche zu sein? „Stadt auf dem Berge“ und „Kirche für die Welt“ – oder sich um die Bewahrung und Pflege des protestantischen Erbes kümmern, in der erwartungsvollen Hoffnung auf das Reich, das nicht von dieser Welt ist? Ausgehend von Wilhelm Dantines kritischer Analyse zum Selbstverständnis und Verhalten der Evangelischen Kirche in Österreich diskutieren wir Sinn und Zweck und damit die Aufgabe der Kirche in der Gesellschaft heute.

Vortrag von
Marcus Hütter, Evangelischer Theologe und Universitätsassistent am Institut für Ethik und Recht in der Medizin

Anschließendes Gespräch mit
Michael Bünker, Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich


Moderation: Johannes M. Modeß, Pfarramtskandidat ehg

Ort: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien
Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen bitten wir jedoch um Anmeldung

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Fr, 24. Mai 2019, 17 Uhr
Albert Schweitzer Haus, Saal

Lange Nacht der Kirchen
im Albert-Schweitzer-Haus - Forum der Zivilgesellschaft

Die Evangelische Akademie Wien lädt Sie herzlich zur Vorstellung des Kooperationsprojekts und Teams des "Albert-Schweitzer-Haus - Forum der Zivilgesellschaft" ein.

Einleitende Worte von
Michael Chalupka, Vorsitzender, Kooperationsrat des ASH-Forum
Matthias Geist, Superintendent der Diözese Wien

Anschließend gibt es ein Programm zum Thema "Flucht und Migration". Nähere Informationen finden Sie hier.

Ort: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien
Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen bitten wir jedoch um Anmeldung

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Mi, 29. Mai 2019, 19:00 Uhr
Albert Schweitzer Haus, Kapelle (4. Stock)

"Sonntags schauen eh alle Netflix"
Kirche und Kino vor gemeinsamen Herausforderungen?

Leere Kirchen, leere Kinos. So wird es oft dargestellt. Aber ist es wirklich so dramatisch? Was gibt es für Strategien, um die Menschen von Netflix und hinter dem Ofen hervorzulocken? Und was leisten Kirche und Kino als Begegnungsorte und Orte der Auseinandersetzung für die Zivilgesellschaft?

Im Gespräch
Johannes M. Modeß, Pfarramtskandidat ehg
Michael Stejskal, Geschäftsführer - Filmladen & Votiv Kino
Sarah Stroß, Marketing, Sonderprogramme - Votiv Kino

Moderation: Otto Friedrich, Die Furche

Eine Kooperation der Evangelischen Akademie Wien und der Evangelischen Hochschulgemeinde im Rahmen des Kooperationsprojekts "Albert-Schweitzer-Haus - Forum der Zivilgesellschaft".

Ort: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien
Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen bitten wir jedoch um Anmeldung

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Vorschau Juni 2019

Mi, 5. Juni 2019, 19:30 Uhr
Albert Schweitzer Haus, ehg-Clubraum (2. Stock)

Jelineks "Die Schutzbefohlenen"

Elfriede Jelineks „Die Schutzbefohlenen“ entstand in Reaktion auf die ‚Besetzung‘ der Votivkirche durch Flüchtlinge, die damit gegen ihre menschenunwürdigen Lebensbedingungen protestierten. Im Text werden Fragen nach Aus- und Einschlüssen, nach (sozialen) Ungerechtigkeiten gestellt, ohne jemals beantwortet zu werden. Wir lesen gemeinsam Auszüge und diskutieren über Poetisches und Politisches.

Lesekreis mit Peter Clar, freier Schriftsteller und Literatur-wissenschaftler

Kooperation:
Eine Kooperation der Evangelischen Akademie Wien und der Evangelischen Hochschulgemeinde im Rahmen des Kooperationsprojekts "Albert-Schweitzer-Haus - Forum der Zivilgesellschaft".

Ort: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien
Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen bitten wir jedoch um Anmeldung

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Do, 13. Juni 2019, 17 Uhr
Ferstelgasse beim Albert Schweitzer Haus

Zsam Reden - Abend der offenen Gesellschaft

Die große Mehrheit in unserem Land lebt gerne in einer offenen Gesellschaft. Doch wie lässt sich das deutlich machen in einer Zeit, in der autoritäre Sehnsüchte und Ausgrenzungswünsche immer mehr die Debatte zu dominieren drohen?
Wir wollen ein Zeichen „Dafür“ setzen: für das Engagement der Zivilgesellschaft, für gelebte Offenheit, Gastfreundschaft, Großzügigkeit, Vielfalt und Freiheit.
Darum laden wir herzlich ein zum Zusammenkommen mit gemeinsamem Abendessen, Gesprächen und Musik unter freiem Himmel gegenüber vom Albert Schweitzer Haus.

Kooperation:
Eine Kooperation der Evangelischen Akademie Wien und der Evangelischen Hochschulgemeinde im Rahmen des Kooperationsprojekts "Albert-Schweitzer-Haus - Forum der Zivilgesellschaft".

Ort: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien
Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen bitten wir jedoch um Anmeldung

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Do, 27. Juni 2019, 19 Uhr
Albert Schweitzer Haus, Kapelle (4. Stock)

Wem gehört die Welt?

Machtpolitische Rivalitäten und Neuausrichtungen, Ressourcenknappheit und soziale Ungleichheiten schüren globale Konflikte. Aufrufen zum Dialog steht eine feindliche, teils kriegerische Rhetorik gegenüber.
Nach Friedenspolitik und Krisenprävention zu fragen, bedeutet Konfliktursachen zu reflektieren, Herrschaftsansprüche zu analysieren und Handlungsspielräume aufzuzeigen – auf globaler, staatlicher, zivilgesellschaftlicher und individueller Ebene. Wem gehört die Welt?

Einleitender Vortrag von
Thomas Roithner, Politikwissenschaftler

Anschließende Diskussion mit:
Thomas Hennefeld, Vorsitzender des ÖRKÖ, Landessuper-intendent der Evangelischen Kirche H.B.
NN

Moderation: Otmar Höll, Politikwissenschaftler

Ort: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien

Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen bitten wir jedoch um Anmeldung
Verfasst am: 13.05.19, 11:49
Titel: Von Journalistin zur Pfarrerin: „Botschaft steht noch mehr im Mittelpunkt“
Autor: MB
Quelle: www.tt.com vom 5.5.2019

Von der Redaktion in die Kirche: Julia Schnizlein hat dem Journalismus Adieu gesagt und in der Ausbildung zur Pfarrerin Erfüllung gefunden

Carmen Baumgartner-Pötz

Eigentlich sind Julia Schnizleins früheres und ihr jetziges Leben gar nicht so verschieden. Dienst an Sonn- und Feiertagen, ständige Erreichbarkeit und lange Arbeitstage sind Alltag, nicht Ausnahme. Früher, das war vor dem Sommer 2017, als die heute 40-Jährige das Magazin News verließ, um in der Wiener Lutherkirche die praktische Ausbildung zur Pfarrerin und somit das Vikariat zu beginnen. Etwas wirklich Sinnerfüllendes zu machen, war ihre Motivation. „Ich wollte eigentlich immer schon Pfarrerin werden, aber als ich mit 25 mit dem Studium der evangelischen Theologie fertig war, war einfach noch nicht die Zeit dafür", erzählt Schnizlein im Gespräch mit der TT.

Nach einem Journalismuslehrgang in Wien bleibt die gebürtige Deutsche ab 2004 elf Jahre als Medienredakteurin bei der Austria Presse Agentur (APA), bevor es sie für zwei weitere Jahre in Richtung Magazinjournalismus zieht. „Es gibt tatsächlich Parallelen zwischen damals und heute. Die Botschaft, die Message rüberbringen, darum geht es jetzt noch mehr. Ich habe es mir ruhiger vorgestellt, aber man ist als angehende Pfarrerin irgendwie nie mit der Arbeit fertig. In beiden Jobs hat man mit Menschen zu tun. Aber jetzt muss ich keinen Zweck mehr verfolgen, sondern kann mich überraschen lassen und bekomme von den Menschen Vertrauen geschenkt", schildert Schnizlein.

Eine besondere Freude ist es ihr, Menschen in verschiedenen Lebensphasen zu begleiten — sei es bei Taufe, Hochzeit oder Begräbnis. „Der Glaube, die Bergpredigt, das Neue Testament — das ist mir wirklich wichtig. Das möchte ich weitergeben. Ich habe gefunden, was ich gesucht habe", ist die Mutter zweier Kinder sicher.

Vom ersten Gedanken bis zur fertigen Sonntagspredigt braucht Schnizlein etwa acht Stunden. „So lange dauert es, bis ich wirklich zufrieden bin." Anders als in der katholischen Messe mit der Eucharistie steht in der evangelischen Kirche die Predigt im Zentrum des Gottesdienstes.

Kirche heute leben bedeutet für Schnizlein dort hinzugehen, wo die Menschen sind. Also auch Facebook, Twitter und Instagram. „Öffentlichkeit findet im Internet statt. Die Kirche würde eine große Chance verpassen, wenn sie das nicht nutzt", ist die angehende Pfarrerin überzeugt. Und so teilt sie in den sozialen Netzwerken ihre Gedanken, Blogs oder Fotos von der letzten Dienstkleidungsbestellung mit den Hashtags #casualpriest und #wasvikarinnensomachen. „Natürlich kann das nicht den persönlichen Kontakt ersetzen. Aber vielleicht erreichen wir so Jugendliche, die die Kirche sonst aus den Augen verlieren würden. Es ist ein Anfang", sagt Schnizlein.

Dem Nachfolger von Bischof Michael Bünker wünscht sie, die evangelische Kirche in Österreich weiterhin sichtbar zu machen. „Es ist ein großes Verdienst Bünkers, dass die Evangelischen ernst genommen werden, obwohl sie eine kleine Minderheit sind." Dass sich keine Frau für die Nachfolge gefunden hat, findet Schnizlein schade. „Vielleicht braucht das noch Zeit, aber nächstes Mal ist es bestimmt so weit. Gerade wächst eine neue Generation an Pfarrerinnen heran. Zwei Drittel der angehenden Pfarrer sind weiblich", ist sie optimistisch für die Zukunft.

Eine Generation, die mit der neuen Karfreitagsregelung der Regierung leben muss. Infolge eines EuGH-Urteils war der hohe Feiertag für Evangelische, Altkatholiken und Methodisten heuer erstmals nicht mehr frei. „Und unsere Kirchen waren an diesem Tag noch voller als sonst", ist Schnizlein stolz. „Unser Signal war: Wir lassen uns diesen Tag nicht nehmen. Da hatte ich schon Gänsehaut."

Zahlen

292.597 Mitglieder zählt die Evangelische Kirche nach eigener Zählung in Österreich (Stand 31.12.2018), die überwiegende Mehrheit davon — 268.221 — evangelisch A.B. (Augsburger Bekenntnis). In Tirol und Salzburg sind es rund 27.000 Kirchenmitglieder. Von den 244 aktiven Geistlichen sind 86 Pfarrerinnen und 185 Pfarrer. Prominentestes Mitglied ist Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der jüngst wieder in die Kirche eingetreten ist.
Verfasst am: 06.05.19, 10:55