Neuigkeiten Neuigkeiten
Titel: Evangelische PfarrerInnen tagen in Tirol
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 21.8.2019

Schwerpunkt in Leutasch: Diakonie und Gemeinde

Leutasch (epdÖ) – Zu ihrer jährlichen Tagung kommen Österreichs evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer von Montag, 26. bis Donnerstag, 29. August in der Tiroler Ortschaft Leutasch zusammen. Thematischer Schwerpunkt in diesem Jahr ist das Verhältnis von Diakonie und Gemeinde. Den Einstiegsvortrag dazu hält am 27. August der Hamburger Pastor Nils Christiansen. Der norddeutsche Pfarrer leitet die Stabsstelle Evangelische Profilberatung der Hamburger Diakonie und betont die Bedeutung der evangelischen Wurzeln der Sozial-NGO.
Ein letztes Mal als Bischof mit dabei ist Michael Bünker, der am 1. September in den Ruhestand tritt. Am Schlusstag steht eine Gesprächsrunde mit Bünker und dem Tiroler Landtagsabgeordneten Georg Kaltschmid (Die Grünen) auf dem Programm.
Weitere Diskussionsrunden und Workshops befassen sich im Verlauf der Tagung mit verschiedenen Perspektiven auf das Leitthema. Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser moderiert am Dienstag, 27. August, einen Open Space. Oberkirchenrat Karl Schiefermair am Tag darauf die Auseinandersetzung mit fünf Modellgemeinden, die Best-Practice-Beispiele für die diakonische und Gemeindearbeit liefern. Am Abend des 28. August lädt die Tiroler Landesregierung zu einem Empfang. Morgen- und Schlussandachten gestalten der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld, die Direktorin der Evangelischen Frauenarbeit, Gerti Rohrmoser, Hubert Stotter, Präsident der Diakonie Österreich und Rektor der Diakonie de La Tour, und der evangelisch-methodistische Superintendent Stefan Schröckenfuchs.
Die Tagung findet im Sporthotel Xander, Kirchplatz 147, 6105 Leutasch statt. Für den Abend des Dienstag, 27. August, ist zudem die Hauptversammlung des Vereins Evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Österreich im Leutascher Kulturzentrum geplant.
Verfasst am: 21.08.19, 12:00
Titel: Lindau: ReligionsvertreterInnen beraten über den Frieden
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 21.8.2019

Knapp 1000 TeilnehmerInnen bei Tagung „Religions for Peace“

Lindau (epd) – Rund 1000 Religionsvertreterinnen und -vertreter treffen sich derzeit in Lindau am Bodensee, um über Lösungen für aktuelle Konflikte zu beraten. Bei der Tagung „Religions for Peace“, die am Dienstag, 20. August, eröffnet wurde und noch bis Freitag, 23. August, dauert, geht es unter anderem um die Beendigung von Kriegen und Armut und den Schutz des Planeten Erde. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete das Treffen am Bodensee als „Zeichen der Hoffnung in einer verunsicherten Welt“. Mit dieser Versammlung wolle man ein weltweites Zeichen gegen Spaltungen setzen, die zu Hass und Gewalt führten, sowie Wege finden zu Frieden, Gerechtigkeit und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Mitschöpfung, sagte Bedford-Strohm, der auch bayerischer Landesbischof ist. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, sagte, in Zeiten der Globalisierung müssten die Religionen Instrumente des Friedens sein.
Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach sich dafür aus, religiöse Repräsentanten aus aller Welt stärker in Friedensprozesse einzubinden. „Religionen können als wirkmächtige und belastbare Förderer des Friedens einen unverzichtbaren und auch unersetzbaren Dienst an den Menschen leisten“, sagte er. Zugleich betonte er, die gemeinsame Botschaft von Lindau müsse lauten: „Religion darf niemals Rechtfertigung von Hass und Gewalt sein. Kein Krieg darf geführt werden im Namen der Religion.“ Die Versammlung mache Ernst mit der Überzeugung, dass Religionen kein Anlass mehr sein dürften für Unfrieden und Krieg, sondern dass sie im Gegenteil Werkzeuge des Friedens sein könnten und müssten.
Die Weltversammlung der größten interreligiösen Nichtregierungsorganisation aus etwa 100 Ländern tritt etwa alle fünf Jahre zusammen und findet erstmals in Deutschland statt. Vertreter des Bündnisses waren unter anderem bei den Konflikten in Bosnien-Herzegowina und in Ruanda als Vermittler tätig.
Verfasst am: 21.08.19, 11:59