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Titel: Diakoniepreis 2020: Einreichungen ab sofort möglich
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 20.5.2020

„Niederschwellige Projekte und Initiativen“ besonders im Fokus

Wien (epdÖ) – Ab sofort können sich Pfarrgemeinden sowie Einrichtungen und Initiativen der Diakonie mit Projekten für den Diakoniepreis 2020 bewerben. Mit der Vergabe des Preises will die Evangelische Kirche A.u.H.B. „diakonisches Engagement sichtbar machen und würdigen“ und „den Mut, die Kreativität und die Ausdauer stärken, soziale Probleme vor Ort und nachhaltig zu bearbeiten“. Ausgezeichnet werden dabei Projekte, die auf die „Einbettung in die Sozialstrukturen vor Ort“ wert legen, gelungene Kommunikation mit kirchlichen und öffentlichen Partnern pflegen und auf Nachhaltigkeit und Kontinuität achtgeben, wie es in der Ausschreibung des Oberkirchenrates A.u.H.B. heißt. Zudem sollen besonders „niederschwellige Projekte und Initiativen“ zur Einreichung motiviert werden. Projekte, die „Beteiligung und den ehrenamtlichen Einsatz für diakonische Anliegen fördern“, würden besondere Beachtung finden. Teilnahmeberechtigt sind Pfarrgemeinden, Werke, Vereine und Initiativen und diakonische Unternehmen im Rahmen der Evangelischen Kirche A.u.H.B. in Österreich und der Diakonie Österreich.

Der Diakoniepreis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich gestiftet. Mit der Vergabe des Diakoniepreises knüpft die Evangelische Kirche an die Feststellung der Generalsynode von 1997 an, welche die Kirche als „wesentlich diakonisch“ definiert. Der Antrag erfolgt mittels Antragsformular unter: www.evang.at/diakoniepreis
Verfasst am: 22.05.20, 10:01
Titel: Was bleiben wird
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 15.5.2020

Michael Chalupka über Neues und Bewährtes in der Krise

Als ich das erste Mal die Kerze angezündet habe, war es noch dunkel. Seitdem ist es ein liebgewordenes Ritual am Abend um 8 Uhr, sich zu Hause zu sammeln, den Tag im Gebet zu bedenken und ein Vater Unser zu sprechen. Blicke ich aus dem Fenster, sehe ich Lichter der Hoffnung leuchten bei der Nachbarin im ersten Stock und der Familie gegenüber, von der ich sonst nur weiß, dass sie mit einem Pekinesen spazieren geht. Jeden Abend sind wir im Gebet verbunden. Das tun wir so seit dem 21. März, seit alle Kirchen angesichts der Bedrohung durch das Virus zum täglichen Gebet aufgerufen haben. Diesen Moment möchte ich mir bewahren.

Ich hoffe, dass das Virus verschwindet und wir später unseren Kindern und Enkeln davon erzählen können, wie seltsam es war, Masken tragen zu müssen, einander nicht nahe kommen zu können und keine Gottesdienste feiern zu dürfen in den Zeiten, in denen es nur ein Thema gegeben hat: Corona. Doch ich hoffe auch, dass manches bleibt.

Die Gemeinschaft hat sich bewährt. So hat sich das verbindliche Netz der Pfarrgemeinden in der Zeit der Isolation als tragfähig erwiesen. Der Kontakt ist nie abgerissen, sondern war intensiver denn je. Telefonketten wurden gebildet, Briefe geschrieben, Einkäufe getätigt für Menschen, die sich zu ihrem Schutz isolieren mussten. Solidarität wurde großgeschrieben. Das sollten wir uns bewahren, denn die Folgen der Pandemie werden uns noch lange begleiten.
Verfasst am: 18.05.20, 10:55