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Titel: Zahlreiche Gratulationen für neuen Bischof Chalupka
Autor: MB
Quelle: https://www.evang-wien.at vom 9.5.2019

Glückwünsche aus Ökumene und interreligiösem Dialog, Politik und NGO-Bereich

Zahlreiche Gratulationen hat der neugewählte evangelisch-lutherische Bischof Michael Chalupka in den Stunden nach seiner Wahl am Samstag, 4. Mai, aus der Ökumene und dem öffentlichen Leben erhalten. Als einer der ersten gratulierte Bundespräsident Alexander Van der Bellen: „Ich freue mich auf künftige Begegnungen und einen guten und intensiven Austausch“, schrieb Van der Bellen wenige Minutennach Bekanntgabe des Ergebnisses über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Reaktionen aus den Glaubensgemeinschaften

Der in der katholischen Bischofskonferenz für die Ökumenebeziehungen zuständige Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer würdigte Chalupka in einer Aussendung als „prophetische Stimme in Österreich“ und als „Anwalt der Armen und der Schwachen“. Glückwünsche kamen auch vom römisch-katholischen Militärbischof Werner Freistetter. Die ökumenische Zusammenarbeit von katholischer und evangelischer Kirche sei „seit vielen Jahren auf einem sehr guten Weg und von großer gegenseitiger Wertschätzung geprägt“. Die österreichischen Ordensgemeinschaften schickten ihre Gratulationen ebenfalls via Twitter.

Ümit Vural, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, wünschte auf Twitter „viel Kraft für die bevorstehenden Aufgaben“ und freute sich angesichts des beginnenden Ramadan schon auf ein „gemeinsames Fastenbrechen“. Heinz Lederleitner, Bischof der Altkatholischen Kirche, meinte auf Facebook in Richtung von Chalupka: „Es gibt ja so vieles, was Altkatholiken und Evangelische gemeinsam haben, vertiefen wir es noch mehr als bisher.“ Für die kirchlichen Umweltbeauftragten wünschte Traugott Kilgus via Twitter „Gottes Segen“.

Glückwünsche kamen auch aus dem Ausland. Via Twitter schickte der polnische evangelisch-lutherische Bischof Jerzy Samiec „Herzlichen Glückwunsch und Gottes Segen.“ Auch das deutsche Gustav-Adolf-Werk freute sich auf Twitter auf die Zusammenarbeit. Eugenio Bernardini, Moderator der italienischen Waldenser-Kirche, zur der Chalupka enge Kontakte pflegt, schickte ebenfalls Segenswünsche wie Kristina Kühnbaum-Schmidt, Landesbischöfin der deutschen Nordkirche.

Stimmen von Regierung und Opposition

Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) gratulierte ebenfalls auf Twitter und wünschte Chalupka „viel Erfolg“ für die Amtsführung. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka wünschte auf Facebook „alles Gute bei der Bewältigung der mit dem Amt verbundenen Herausforderungen.“ SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner richtete ihre Glückwünsche ebenfalls via Facebook aus: „Ich freue mich sehr auf eine gute Zusammenarbeit“. Dem schloss sich SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda auf Twitter an. SPÖ-EU-Parlamentarier Eugen Freund sendete „herzliche Gratulation“, die steirischen Grünen richteten herzliche Glückwünsche aus.

Gratulationen von NGO-Vertretern

Michael Landau, als Caritas-Direktor langjähriges Gegenüber des früheren Diakonie-Direktors Michael Chalupka, wünschte via Twitter „von ganzem Herzen alles Gute und Gottes Segen für die Aufgabe und Verantwortung.“ Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuz, gratulierte auf Twitter „ganz herzlich und mit großer Freude“. Gerhard Wyss, Geschäftsführer der Heilsarmee, sendete auf Facebook „beste Segenswünsche“.
Verfasst am: 10.05.19, 09:52
Titel: Chalupka will Wahrnehmung der Evangelischen stärken
Autor: MB
Quelle: www.kathpress.at vom 6.5.2019

Designierter evangelisch-lutherischer Bischof erwartet bei Karfreitagsfrage "Schritte und Zeichen" der Bundesregierung - Mehr Schwerpunkte bei Umweltfragen geplant

Der designierte evangelisch-lutherische Bischof Michael Chalupka will darauf hinarbeiten, dass seine Kirche von der Politik "wieder als wichtiger Teil der Gesellschaft wahrgenommen" werde. In der Debatte um den Karfreitag sei "viel Porzellan zerschlagen worden", sagte der am Samstag von der evangelischen Synode bestimmte Nachfolger von Michael Bünker vor Journalisten. Er wolle der Bundesregierung bei diesem Thema das Gespräch anbieten, erwarte von deren Seiten aber auch "Schritte und Zeichen", so der langjährige Diakonie-Direktor und seit 2018 Geschäftsführer der Diakonie-Bildung.

Als ein großes soziales Thema bezeichnete Chalupka bei seinem ersten Pressetermin nach der Wahl die "Furcht vor Veränderung" sowie auch die Einsamkeit der Menschen. Da habe die Kirche ein Angebot für alle, "denn das Evangelium nimmt die Furcht". Die Kirche strahle aus und biete mit ihren Gemeinden Orte der Begegnung unterschiedlichster Menschen. Dieses Angebot fehle sonst und werde daher "gesamtgesellschaftlich gebraucht".

Als lutherischer Bischof - Amtsantritt ist am 1. September - will Chalupka vor allem "möglichst viel zuhören und sehen von der Vielfalt, die diese Kirche ausmacht" und erst dann selbst das Wort ergreifen. Dass die evangelische Kirche A.B. Vielfalt biete, habe seine Wahl gezeigt - bei der er erst im 12. und damit vorletzten möglichen Urnengang die notwendige Zweidrittelmehrheit erreicht hatte. Auch die demokratische Verfassung der Kirche sei hier zum Vorschein gekommen.

Besondere Schwerpunkte für seine Amtszeit kündigte Chalupka bei der Bewahrung der Schöpfung an: "Es genügt nicht, als evangelische Kirche daran zu erinnern und zu mahnen, sondern es braucht entscheidende Schritte in der Führung der Pfarrgemeinden. Wir haben diese Welt von unseren Kindern und Enkelkindern nur geborgt", sagte er.

Der amtierende evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker (65), der Ende August in den Ruhestand tritt, bezeichnete Chalupkas Wahl bei dem Pressegespräch als einen "großen Schritt". Die Zweidrittelmehrheit, mit der Chalupka gewählt wurde, "verbürgt, dass derjenige, der gewählt wird, sagen kann: Die Verantwortlichen in der Kirche stehen hinter mir." Die Herausforderungen an die Kirche seien groß, bei Chalupka wisse er sie aber in guten Händen, so Bünker: "Die Kirche wird mit Michael Chalupka einen guten Weg in die Zukunft gehen".

Auch Synodenpräsident Peter Krömer betonte in dem Gespräch vor Medienvertretern: "Wichtige Wahlen und Entscheidungen müssen mit einer großen Bandbreite gefällt werden." Er freue sich schon auf die Zusammenarbeit mit Chalupka.
Verfasst am: 06.05.19, 12:21