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Titel: Hochrangig besetzter Festakt zum 30-Jahr-Jubiläum
Autor: MB
Quelle: www.kathpress.at vom 21.11.2017

Zahlreiche Bischöfe aus dem In- und Ausland sowie Vertreter anderer Kirchen stellen sich am 23. November in Wiener Neustadt als Gratulanten ein

Hochrangig besetzt ist am kommenden Donnerstag, 23. November, der Festakt in Wiener Neustadt zum Jubiläum "30 Jahre Militärordinariat". Militärbischof Werner Freistetter kann zur Festakademie und dem anschließenden Gottesdienst in der St. Georgs-Kathedrale u.a. den Apostolischen Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen begrüßen. Weiters haben die Bischöfe Klaus Küng und Ägidius Zsifkovics sowie die emeritierten Bischöfe Christian Werner und Maximilian Aichern und Bischofskonferenz-Generalsekretär Peter Schipka ihr Kommen zugesagt. Für die evangelische Kirche wird Militärsuperintendent Karl-Reinhart Trauner, für die Orthodoxe Kirche Militärseelsorger Alexander Lapin an den Feierlichkeiten teilnehmen.

Aus dem Ausland sind die Militärbischöfef Józef Guzdek (Polen), Frantisek Rábek (Slowakei), Tomo Vuksic (Bosnien u. Herzegowina) sowie Militärerzbischof Santo Marciano (Italien) angesagt.

Der Festakt um 10 Uhr im Wiener Neustädter Sparkassensaal startet nach der Begrüßung durch Militärbischof Freistetter mit einem Vortrag seines italienischen Amtskollegen, Erzbischof Santo Marciano, der über "Militärseelsorge zwischen Säkularismus und Fundamentalismus" referiert. Generalstabs-Chef General Othmar Commenda spricht im Anschluss über die katholische Militärseelsorge im Kontext des österreichischen Bundesheeres.

Um 14 Uhr findet in der St. Georgs-Kathedrale in der Militärakademie ein Festgottesdienst statt, dem Bischof Freistetter vorsteht. Er wird auch die Predigt halten. Im Anschluss beschließt ein Militärischer Festakt mit "großem Österreichischem Zapfenstreich" die offizielle Jubiläumsfeier.

Das römisch-katholische Militärordinariat Österreich (umgangssprachlich "Militärdiözese") ist für rund 100.000 Katholikinnen und Katholiken im Umfeld des Österreichischen Bundesheeres zuständig: Rekruten, Berufssoldaten und deren Angehörige. Eingerichtet wurde die einzige kategoriale Diözese Österreichs (neben neun territorialen) im Jahr 1987. Schon zuvor wirkten ab 1956 erste Militärgeistliche im Rahmen des sogenannten "Militärvikariats" im neuen Österreichischen Bundesheer.

Die wichtigsten Ereignisse des heurigen 30-Jahr-Jubiläums waren bisher ein "Georgsfest" mit Empfang im April, eine in zahlreichen Militärpfarren gezeigte Wanderausstellung über die Militärseelsorge, die internationale Lourdes-Wallfahrt im Mai mit Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil und 500 österreichischen Soldaten sowie ein eigener Studientag zur Militärseelsorge bei der Sommervollversammlung der österreichischen Bischofskonferenz in Mariazell. (Infos: www.mildioz.at)



Verfasst am: 22.11.17, 11:05
Titel: Bauherrenpreis der österreichischen Architekten für Kirche in Mitterbach
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 20.11.2017

Pfarrerin Birgit Lusche: „Verborgenes aus dem Verdeckten geholt“

Mit dem Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs ist Pfarrerin Birgit Lusche für die Neugestaltung der evangelischen Kirche in Mitterbach ausgezeichnet worden. Bei der Verleihung des Preises am Freitag, 17. November im Wiener Odeon-Theater würdigte die Fachjury die Arbeit des Wiener Architektenduos Anja Fischer und Ernst Beneder, das unter der Ägide von Bauherrin Lusche die Toleranzkirche aus dem 18. Jahrhundert renoviert hatte. Durch die Renovierung sollte der ursprüngliche Charakter des Kirchenbaus im Bethausstil wieder besser zur Geltung kommen.

„Ich sehe diesen Preis als Würdigung der Geschichte der ersten Evangelischen in Österreich und als Anerkennung des Engagements und Miteinanders der Pfarrgemeinde Mitterbach“, sagte Pfarrerin Lusche in ihren Dankesworten. „Wir sind auch immer wieder überrascht, mit welchem Einfühlungsvermögen die PlanerInnen Verborgenes aus dem Gegebenen und Verdeckten herausholen konnten.“ Für die Erneuerung der Kirche hatten Lusche und das Architektenteam erst im Oktober die Auszeichnung für vorbildliche Bauten des Landes Niederösterreich erhalten.
In der Begründung der Jury für die Verleihung heißt es: „Im Zusammenspiel aller Maßnahmen und beteiligten Akteure entstand eine raumplastische Komposition, in der Bestehendes und Neues wie selbstverständlich verschmelzen; mit hoher Sorgfalt, bis ins kleinste Detail überlegt und gestaltet.“ In der Kirche in der Ötscherregion sind heute noch deutliche Spuren aus der Zeit ihrer Errichtung durch Holzarbeiterfamilien zu sehen: In den Brüstungen finden sich die Namen der ersten evangelischen „Bekenner“, die sich nach dem Toleranzpatent von 1781 und dem Ende des jahrhundertelangen Geheimprotestantismus offen als Evangelische äußerten.

Der Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs wird seit 1967 vergeben und gilt als renommiertester Architekturpreis in Österreich. Der Preis geht alljährlich an „Persönlichkeiten oder Personenkreise, die sich in besonderer Weise für die Baukultur in Österreich verdient gemacht haben.“ Im Fokus stehen dabei „die architektonische Gestaltung sowie der innovative Charakter“. Gemeinsam mit der evangelischen Kirche in Mitterbach wurden fünf weitere Projekte ausgezeichnet: der Catering Pavillon Wolke 7 in Grafenegg (NÖ), die Basilika und das Geistliche Haus in Mariazell (Stmk), der Erste Campus in Wien, die Kapelle Salgenreuthe in Krumbach (V) und die Sägerbrücke in Dornbirn (V). Insgesamt waren 82 Projekte eingereicht worden, 23 davon kamen auf die Shortlist, aus der die Sieger gewählt wurden. Die ausgezeichneten Projekte werden gemeinsam mit allen nominierten Projekten von 7. Dezember bis 12. Jänner im Wiener Ringturm ausgestellt.
Verfasst am: 21.11.17, 11:26