Neuigkeiten Neuigkeiten
Titel: Grundsatzpapier zur Friedensethik liegt als Broschüre vor
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 30.10.2018

Militärsuperintendent Trauner: „Angesichts der Weltlage ein aktuelles Thema“

Ein Thesenpapier der evangelischen Militärsuperintendentur zur Friedensethik liegt nun als Broschüre auf. Anlässlich des Nationalfeiertages am Freitag, 26. Oktober, hat die Militärsuperintendentur das im vergangenen Dezember vor der Generalsynode präsentierte Papier an alle Pfarrgemeinden sowie ReligionslehrerInnen weitergegeben. „Friedensethik ist angesichts der Weltlage ein aktuelles Thema“, sagt Militärsuperintendent Karl-Reinhart Trauner im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst für Österreich. „Die Thesen verstehen sich als ein evangelischer Beitrag zu diesem gesamtgesellschaftlichen Diskurs.“ Die Synode hatte das Dokument den Pfarrgemeinden und ReligionspädagogInnen empfohlen.

Synodenpräsident Peter Krömer schreibt in einem Vorwort zu der Broschüre: „Die Frage des rechten Verhaltens eines Christen auf der Grundlage des Wort Gottes, Frieden zu stiften in persönlichen Bereich, in der unmittelbaren Umgebung, aber auch im Bereich von Gemeinschaften, Staaten und Völkern, aber andererseits auch Schutz vor Unrecht und Gewalt, auch durch Staaten mit Krieg, zu gewährleisten, vor allem für Christen in der Obrigkeit, beschäftigt die Kirchen und ihre Angehörigen immer wieder. Wenngleich die Grundsatzfragen des ethischen Verhaltens zu diesem Bereich gleichgeblieben sind, gibt es auch im Zusammenhang mit politischen Veränderungen, Änderungen im Bereich der Kriegstechnik inklusive verheerenden Konsequenzen der derzeit vorhandenen Kriegswaffen zusätzlich neue Aspekte. Diese neuen Aspekte müssen sorgfältig überlegt und anhand der Heiligen Schrift geprüft werden.“

Thematisiert werden in dem Grundsatzdokument unter anderem die weitgehende Aufhebung der Unterscheidung von SoldatInnen und ZivilistInnen in aktuellen Konflikten, Friedenseinsätze, die über militärische Einsätze hinausgehen, und die „moralische Urteilskraft“ als Ziel in der Ausbildung von SoldatInnen. Abrufbar ist das Dokument auch auf evang.at.
Verfasst am: 31.10.18, 11:15
Titel: Schönborn für Ausweisung von straffälligen Migranten
Autor: MB
Quelle: www.orf.at vom 29.10.2018

Kardinal Christoph Schönborn hat sich für die Ausweisung von Migranten und Migrantinnen ausgesprochen, die straffällig geworden sind.

Der Wiener Erzbischof kommentierte im Interview mit der römischen Tageszeitung „Il Messaggero“ (Sonntagsausgabe) den Fall einer Jugendlichen, die vergangene Woche in Rom unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und umgebracht wurde.

Die vier mutmaßlichen Täter, die das Mädchen laut den Ermittlern ermordet haben, sollten in ihre Herkunftsländer ausgewiesen werden, sollten sie für schuldig befunden werden, meinte Schönborn. Bei den Festgenommenen handelt es sich um zwei Senegalesen, einen Nigerianer und einen Staatsbürger aus Gambia.

Drogendealer „zurückschicken“

„Ich sehe es auch in Österreich. Auch wir haben Gefängnisse, die voll mit einer guten Zahl von Afrikanern sind, die beim Drogenhandel erwischt wurden. Es ist offenkundig, dass sie in die Herkunftsländer zurückgeschickt werden müssen, wenn sie keine österreichische Bürger sind“, sagte der Kardinal am Ende der Bischofssynode zum Thema Jugend.

Auch Empathie gefordert

Man müsse jedoch die Situationen genau unter die Lupe nehmen. „Man muss natürlich das Gesetz respektieren, zugleich jedoch mit Empathie die Fälle, die konkreten Situationen in Angriff nehmen“, sagte der Kardinal.

Bei der Bischofssynode sei auch das Thema Afrika in Angriff genommen worden. „Afrika ist der reichste Kontinent der Welt, zugleich aber auch der ärmste, weil sich dort Korruption, Reichtumsberaubung und eine unglaubliche Misswirtschaft konzentrieren. Die ersten Opfer dieser ungünstigen Konjunktur sind die Jugendlichen“, sagte der Kardinal.

religion.ORF.at/APA
Verfasst am: 29.10.18, 12:17