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Titel: Maximilian Brückner spielt Martin Luther
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 27.10.2017

500 Jahre Reformation in Radio und TV

Rund um das 500-Jahr-Jubiläum der Reformation widmet der ORF den Evangelischen in Österreich einen Programmschwerpunkt. Der Blick richtet sich dabei sowohl auf die historischen Ereignisse rund um den Reformator Martin Luther und das Jahr 1517, als auch auf die gegenwärtige Situation der drei Evangelischen Kirchen in Österreich – der lutherischen, der reformierten und der methodistischen – und ihrer Mitglieder.

Uwe Jansons Historiendrama „Zwischen Himmel und Hölle“ geht am Montag, 30. Oktober, um 20:15 Uhr in ORF 2 dem Leben und Wirken Martin Luthers nach. Luther, gespielt von Maximilian Brückner, zeitigt mit seinen 95 Thesen auch dank des Buchdrucks gravierende Folgen für Politik, Kirche und Gesellschaft.

In „Guten Morgen Österreich“ ist am Reformationstag, 31. Oktober, von 6.30 bis 9.30 Uhr der niederösterreichischen Superintendenten Lars Müller-Marienburg zu Gast. Die Sendung kommt live aus Maria Taferl.

Die ZIB 2 History „500 Jahre Reformation – Luther und Österreich“ schlägt am Abend des Reformationstags um 22:25 Uhr auf ORF 2 den Bogen von Martin Luther über die schwierige Geschichte der Evangelischen in Österreich bis zum gegenwärtigen Verhältnis von Evangelischen und Katholiken. Im Studio bei Lou Lorenz-Dittlbacher: der Bischof der Evangelischen Kirche A.B. Michael Bünker und der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn.

Unmittelbar danach zeigt um 23:10 Uhr ORF 2 eine Ausgabe von „kreuz und quer“ unter dem Titel „Martin Luther – Ein Mönch gegen Höllengeschäfte“. Thomas Furch blickt auf die Eskalation der Auseinandersetzung des Reformators Martin Luther mit dem Vatikan, fragt aber auch nach Annäherungsschritten zwischen Evangelischen und Katholiken in der heutigen Ökumenebewegung.

ORF III widmet am Reformationstag einen ganzen „Kulturdienstag“ der Reformation: Um 20:15 Uhr erkundigt sich in „Aus dem Rahmen“ Karl Hohenlohe bei einem Spaziergang mit Bischof Michael Bünker durch die Wiener Innenstadt über die Auswirkungen der Reformation in Österreich. In „Erbe Österreich“ um 21:10 Uhr geht Christian Papke den evangelischen Spuren im sonst vom katholischen Barock geprägten Land nach – auf der Route liegen unter anderem Steyr, Graz und Villach. Und in „Mythos Geschichte“ um 22:50 Uhr rückt das Medium in den Mittelpunkt, das die Reformation wie kein anderes vorangetrieben hat: der Buchdruck.

Am Mittwoch, dem 1. November, überträgt ORF III ab 9:55 Uhr eine Matinee des Arnold Schoenberg Chors unter der Leitung von Erwin Ortner aus der katholischen Pfarrgemeinde Perchtoldsdorf, die heuer ihr 800-jähriges Gestehen feiert. Auf dem Programm steht die h-Moll Messe des Protestanten Johann Sebastian Bach.

Die Reformation im Radio

In den „Gedanken für den Tag“ auf Ö1 ist „Der Funken an der Lunte“ mit Bischof Michael Bünker von Montag, dem 30. Oktober, bis Samstag, dem 4. November, jeweils um 6:56 Uhr zu hören. Aus Anlass des Reformationsjubiläums und wegen ihrer erstaunlichen Aktualität lohne es sich, noch 500 Jahre später einen Blick auf die 95 Thesen zu werfen, meint Bünker.

Der Radiogottesdienst zum Reformationstag am Dienstag, dem 31. Oktober, kommt heuer aus der Christuskirche in Wien Favoriten. Den Gottesdienst feiern gemeinsam mit der Gemeinde der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld, der Ortspfarrer Michael Wolf und Pfarrerin Heike Wolf. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernimmt der Chor der Studienrichtung Kirchenmusik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien unter der Leitung von Professor Thomas Kiefer. Zu hören ab 10 Uhr auf Ö1.

Das Martin-Luther-Zitat „Hier stehe ich und kann nicht anders!“ ist der Titel der Reihe „Im Gespräch“ am Donnerstag, dem 2. November, um 21:00 Uhr in Ö1. Aufgezeichnet wurde die Sendung im Rahmen der Matinee „Europa im Diskurs – Debating Europe“ am 1. Oktober im Wiener Burgtheater. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz diskutierten Bischof Michael Bünker, Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin und Publizistin, Shalini Randeria, Rektorin des IWM und Soziologin, Viola Raheb, Friedensaktivistin und Theologin, und die österreichische Politikerin Heide Schmidt über die Rolle der individuellen Verantwortung und ihre Grenzen in der sich verändernden Welt. Auszüge aus dem Gespräch finden Sie auch hier.

In der TV-Thek sind bis sieben Tage nach Ausstrahlung folgende Sendungen verfügbar:

Bereits am am 24. Oktober präsentierte die Sendung „kreuz und quer“ in ORF 2 „Ein anderes Land – Die Reformation in Österreich“. Regisseur Peter Beringer skizzierte darin den schnellen Aufstieg des Protestantismus im Österreich des 16. Jahrhunderts sowie seinen ebenso raschen Sturz in der darauffolgenden Gegenreformation.

„Frauen mit Verantwortung“ war die Sendung „Evangelisch in Wien“ am Donnerstag, dem 26. Oktober, um 17:35 Uhr in ORF 2 auf der Spur. Anita Lackenberger bat fünf evangelische Frauen aus Wien vor die Kamera und zeichnete persönliche Porträts im Spannungsfeld von Glauben und Frauenpower.

Der Fernsehgottesdienst zum Reformationsfest kam am Sonntag, 29. Oktober, live aus der Evangelischen Kirche in Schladming, wo Bischof Michael Bünker und Pfarrer Gerhard Krömer mit der Gemeinde feierten.

Einen Rückblick auf den festlichen Reformationsempfang im Musikvereinssaal bot das Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, 29. Oktober, um 12.30 Uhr auf ORF 2. Außerdem porträtierte die „Orientierung“ drei evangelische Gemeinden zwischen Neusiedler See und Bodensee und spricht mit der Leiterin der Österreichischen Bibelgesellschaft, Jutta Henner, über die neue Lutherbibel.
Verfasst am: 30.10.17, 09:58
Titel: Museumsdorf Niedersulz: „500 Jahre für 500 Cent“
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 26.10.2017

Sonderangebot am Reformationstag

„500 Jahre für 500 Cent“: Mit einem an das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ angelehnten Sonderpreis lädt das Museumsdorf Niedersulz am Reformationstag, dem 31. Oktober, in das Freilichtmuseum im Weinviertel. Erst im Mai dieses Jahres war die Ausstellung „Evangelisch im Weinviertel“ in der evangelischen Kapelle des Museumsdorfes anlässlich des Reformationsjubiläums neu gestaltet worden. Sie präsentiert ausgehend vom Thesenanschlag Martin Luthers im Jahr 1517 Geschichte und Gegenwart der Evangelischen im nordöstlichen Teil Niederösterreichs. Die Besucherinnen und Besucher erfahren, dass das Weinviertel Ende des 16. Jahrhunderts fast vollständig evangelisch war; erst die darauf folgende Gegenreformation zwang die Evangelischen, das Land zu verlassen oder wieder zum katholischen Glauben zu konvertieren. Nachdem es bis etwa 1900 dauerte, ehe sich wieder Evangelische im Viertel unter dem Manhartsberg ansiedelten, gibt es hier heute vier evangelische Pfarrgemeinden.

Neben historischen Presshäusern, einer Schmiede, einem Wirtshaus und vielem mehr sind im Museumsdorf Niedersulz auch eine Ausstellung zur reformatorischen Bewegung der Täufer sowie ein Bibelgarten zu sehen, der 2013 in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Bibelgesellschaft entstanden ist.

Das Museumsdorf ist nur noch bis 1. November geöffnet, danach herrscht bis April Winterpause. Am Reformationstag ist das Freilichtmuseum bis 17 Uhr geöffnet.
Verfasst am: 30.10.17, 09:55