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Titel: Wien: Drei Kandidatinnen und zwei Kandidaten stellen sich der Wahl
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 28.4.2018

Wahl der Superintendentin / des Superintendenten am 9. Juni

Drei Frauen und zwei Männer stellen sich der Wahl zur Superintendentin bzw. zum Superintendenten der evangelisch-lutherischen Diözese Wien. Kandidieren werden Hans-Jürgen Deml (58), als Senior einer der Stellvertreter des Superintendenten und Pfarrer in Wien-Neubau/Fünfhaus, Marianne Fliegenschnee (46), Pfarrerin in Wien-Floridsdorf, Pfarrer Matthias Geist (48), der in Wien als Gefängnisseelsorger tätig ist, Seniorin Verena Groh (49), Pfarrerin in Wien-Donaustadt und ebenfalls Stellvertreterin des Superintendenten, sowie Daniela Schwimbersky (44), Pfarrerin der Gemeinde in Wien-Ottakring. Am Samstag, 9. Juni, entscheiden die Delegierten der Wiener Pfarrgemeinden in der Wahlsitzung der Superintendentialversammlung, wer Hansjörg Lein nachfolgt. Er tritt Ende November nach 14 Jahren als Superintendent in den Ruhestand. Die Stellung des Superintendenten bzw. der Superintendentin entspricht der des Diözesanbischofs in der Römisch-katholischen Kirche. Das Leitungsamt wird die neue Superintendentin/der neue Superintendent am 1. Dezember übernehmen.

Zu den Aufgaben der neuen Superintendentin bzw. des neuen Superintendenten gehört die geistliche Führung der Diözese. Sie bzw. er hat die Aufsicht über die kirchlichen Ordnungen und die schriftgemäße Verkündigung. Zu den bischöflichen Rechten gehören die Ordination von PfarrerInnen und die Visitation von Pfarrgemeinden. Wählbar sind akademisch gebildete, ordinierte geistliche AmtsträgerInnen der Evangelischen Kirche A.B., die mindestens 35 Jahre alt sind. Vorgeschlagen wurden die Kandidatinnen bzw. die Kandidaten von den Wiener evangelischen Pfarrgemeinden. Der Superintendent oder die Superintendentin wird von der Superintendentialversammlung, in der Delegierte aller Pfarrgemeinden vertreten sind, für die Dauer von 12 Jahren mit einer Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen gewählt.

Geleitet wird die Wahl von Superintendentialkuratorin Inge Troch, die seit 2006 gemeinsam mit dem Superintendenten an der Spitze der Diözese Wien steht. Sie zeigt sich im Vorfeld der Wahl „dankbar, dass es Personen gibt, die die Voraussetzungen erfüllen und die bereit sind, sich einer solchen Wahl zu stellen. Da gibt es keine Sieger und Verlierer. Denn, das ist typisch evangelisch, wir arbeiten gemeinsam und demokratisch auf allen Ebenen.“

Die Wahl ist öffentlich und findet am Samstag, 9. Juni, im JUFA Hotel Wien City in Simmering statt. Von der Wahl wird der Evangelische Pressedienst live auf evang.at sowie auf twitter.com/EpdOesterreich und facebook.com/evang.at berichten.

Die Diözese Wien: 48.500 Mitglieder in 21 Gemeinden

Die Evangelische Diözese in Wien besteht in ihrer heutigen Form seit 1946 und hat rund 48.500 Mitglieder in 21 Gemeinden. Sie ist damit nach Oberösterreich die an Mitgliedern zweitgrößte evangelisch-lutherische Diözese in Österreich.

Wahljahr in der Evangelischen Kirche A.B.

Die Evangelische Kirche A.B. in Österreich wählt in diesem Jahr auch sämtliche Gremien neu. Aufgrund des basisdemokratischen Aufbaus wird von unten nach oben neu gewählt. Den Beginn bilden die Gemeindevertretungswahlen, die bereits den ganzen April über laufen. Im Herbst folgen die Wahlen der Leitungsgremien auf diözesaner Ebene, im Dezember tritt dann die neu konstituierte gesamtösterreichische Synode zusammen.
Verfasst am: 02.05.18, 12:39
Titel: Superintendent Lehner unterstützt Petition „Ausbildung statt Abschiebung“
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 26.4.2018

„Menschen fragen sich, wie ein Land wie das unsere so handeln kann“

Zur Teilnahme an der Online-Petition „Ausbildung statt Abschiebung“ ruft der oberösterreichische Superintendent Gerold Lehner auf. Gegenüber dem Evangelischen Pressedienst erklärte Lehner: „Ich habe in der Pfarrgemeinde Linz Innere Stadt erlebt, was es bedeutet, wenn ein junger Mensch die Chance bekommt, Fuß zu fassen, eine Ausbildung zu absolvieren, wenn sich eine Perspektive für das eigene Leben auftut.“ Regelmäßig höre er aber Berichte über Fälle „wo jungen Menschen ebendiese Perspektive genommen wird. Und ich bekomme die bestürzten Reaktionen jener Menschen mit, die hier Arbeit und Ausbildung angeboten haben, jener Menschen, die unterstützen und helfen, und die sich fragen, wie ein Land wie das unsere so handeln kann.“ Lehner hofft daher, „dass wir mit dieser Aktion Gehör finden.“

„3plus2“-Modell nach deutschem Vorbild gefordert

Die vom oberösterreichischen Integrationslandesrat Rudi Anschober (Die Grünen) lancierte Petition reagiert auf die zunehmende Zahl von Fällen, in denen Flüchtlinge in Ausbildung in ihre Herkunftsländer rückgeführt werden. Die Initiative fordert ein in Deutschland erprobtes „3plus2“-Modell, demzufolge AsylwerberInnen während ihrer dreijährigen Lehrzeit und in den ersten beiden Berufsjahren nicht abgeschoben werden dürfen. „Die Abschiebung von Asylwerbenden in Lehre schadet nicht nur den Unternehmerinnen und Unternehmern, sie verhindert auch eine der erfolgreichsten Integrationsmöglichkeiten“, heißt es vonseiten der Initiative. Die Eingliederung in den Arbeitsmarkt sei eine der „größten Chancen für Integration“.

Die Initiative kann noch bis 30. April unterstützt werden, dann werden die Forderungen der Österreichischen Bundesregierung übermittelt. Stand Donnerstagvormittag hatten knapp 47.700 Personen die Petition unterzeichnet. Informationen unter: www.openpetition.eu
Verfasst am: 02.05.18, 12:38