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Titel: Newsletter der EVANGELISCHEN AKADEMIE WIEN
Autor: MB
Quelle: www.evang-akademie.at vom 29.6.2017

Liebe Leserinnen und Leser,

das erste Halbjahr 2017 geht dem Ende zu, und wir schauen zurück auf viele interessante Veranstaltungen und inspirierende Diskussionen in diesem Jahr des Reformationsjubiläums. Bevor wir uns in die Sommerferien verabschieden, möchten wir Sie schon einladen, die ersten Veranstaltungstermine für den Herbst zu reservieren.

Wir starten unser Herbstprogramm am 13. September mit dem Christlich-marxistischen Arbeitskreis zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen. Auch die Reihen "Europa denken. Religion und Politik im Diskurs" und "Sola scriptura" werden mit je einer Veranstaltung im September weitergeführt. Anlässlich des Reformationsjubiläums werden wir uns am 19.9. mit anschließendem Vortrag durch die Ausstellung „Luthers Haupostille“ im Volkskundemuseum führen lassen.

Bis dahin wünschen wir Ihnen einen schönen und erholsamen Sommer!


Es grüßt Sie herzlich
das Team der Evangelischen Akademie Wien

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Vorschau auf unsere Veranstaltungen im September

Der Christlich-Marxistische Arbeitskreis: Das Bedingungslose Grundeinkommen weltweit – bottom up und top down

Mit einem Input von Klaus und Ulrike Sambor.

Wann: Mi, 13. September, 19:00 Uhr
Wo: Evangelische Akademie Wien, Schwarzspanierstraße 13 (2. Stock), 1090 Wien
Anmeldung: Erbeten an g.winkler@evang.at

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Ausstellungsbesuch: Hauspostille von Martin Luther und

Vortrag: Luther und "die Juden"

Anlässlich des Reformationsjubiläums zeigt das Volkskundemuseum Wien unter dem Titel „Hauspostille von Martin Luther“ eine Auswahl seiner Sammlungsobjekte, die über Reformation und Protestantismus erzählen. Ungewöhnlichen und alltägliche Objekte aus dem Leben von Evangelischen werden zum Teil erstmals öffentlich gezeigt.

Im Anschluss an die Führung geht die Pfarrerin Margit Leuthold in einem Vortrag der Frage nach, auf welche Weise Martin Luther - ganz in der allgemein antisemitischen Tradition der christlichen Kirche des Mittelalters - die Pauschalisierung „die Juden“ als polemische Taktik in der Auseinandersetzung mit seinen Gegnern einsetzte. Wann wurde diese von ihm zu einer antisemitischen Theologie weiterentwickelt, um (s)eine evangelische christliche Identität zu begründen?

Mehr zur Ausstellung finden Sie hier:
http://www.volkskundemuseum.at/hauspostille_von_martin_luther

Ausstellungsführung:
Kathrin Pallestrang und Nora Witzmann, Kuratorinnen des Volkskundemuseums

Vortrag:
Margit Leuthold, Pfarrerin in der Evang. Kirche A.B. in Österreich, Mitglied im Vorstand des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit

Kooperation: Volkskundemuseum Wien

Wann: Di, 19.September 2017, 19:00 – 21:00 Uhr
Wo: Volkskundemuseum Wien, Laudongasse 15-19, 1080 Wien

Kosten: Spenden erbeten (diese gehen zu je einem Drittel an die Evangelische Seelsorge, das Volkskundemuseum und die Evangelische Akademie Wien)
Anmeldung: Erbeten an akademie@evang.at oder (01) 4080695.

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Europa denken - Religion und Politik im Diskurs
Populismus

Populismus ist ein Stil, Politik zu machen. Er vereinfacht und polarisiert. Im Europa dieser Tage erscheinen populistische politische Bewegungen und Parteien vorwiegend national orientiert und dezidiert antieuropäisch. Ihre breite Anhängerschaft in verschiedenen Ländern soll uns Grund sein, zu hinterfragen, was ihren Erfolg ausmacht und was dieser für Europa bedeutet.

Gesprächspartner:

Gerhard Baumgartner, Wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands
Hans Schelkskorn, Vorstand des Instituts für Christliche Philosophie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien

Moderation: Peter Huemer, Zeithistoriker, Publizist

Wann: Do, 21. September, 19:00 Uhr
Wo: Albert Schweitzer Haus, Kapelle (4. Stock), Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien
Anmeldung: Erbeten an akademie@evang.at

Das Gesamtprogramm der Reihe „Europa denken“ finden Sie unter:
http://evang-akademie.at/sites/default/files/europa_denken_programm_2017-2018_aktualisiert_herbst.pdf

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Sola Scriptura – Im Gespräch mit der Bibel:
Die verschlossenen Türen? Mt. 25, 1-13

Veranstaltung im Rahmen der Gesprächsreihe Sola Scriptura der Evangelischen Kirchen in Österreich und der Evangelischen Akademie Wien. Im Jubiläumsjahr wird die Bibel zu Wort kommen und zum Gespräch einladen. An acht Abenden stellen Theolog_innen Texte vor, die fragwürdig sind, die erschrecken, provozieren – Mühe machen und daher auch eine reizvolle Herausforderung sein können. Es wird eine Menge Anstöße für ein lebhaftes Gespräch miteinander und mit der Bibel geben. - Das Gesamtprogramm finden Sie unter: http://www.evang-akademie.at/sites/default/files/sola_sriptura-gespraechsreihe_2017_1.pdf

Referierende: Mag.a Ulrike Frank-Schlamberger, Moderation: Barbara Rauchwarter

Wann: Di, 26. September, 19:00 Uhr
Wo: Albert Schweitzer Haus, Kapelle (4. Stock), Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien

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Veranstaltungstipp

Reformation bewegt: 500 Jahre und 1 Fest

Feiern wir gemeinsam!

Der Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist das große Fest, das Evangelische aus ganz Österreich am 30.9.2017 auf dem Wiener Rathausplatz gemeinsam mit möglichst vielen Menschen jeden Alters feiern wollen. Der Rathauspark wird zur bunten Spielwiese für Groß und Klein. Währenddessen gibt es auf der Hauptbühne ab 12.00 Uhr ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Videos, Interviews und kurzen Lesungen aus der Bibel rund um die Themen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Mehr dazu unter http://evangelisch-sein.at/category/reformation/fest500/

Wann: Sa, 30. September, 12-22 Uhr
Wo: Rathausplatz Wien

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Buchaktion!

Hoffnungsort Seegasse 16. Hilfsaktionen der Schwedischen Israelmission im Nationalsozialismus.
EUR 10,- (inklusive Versandkosten)

Weitere Informationen zu den Büchern finden Sie unter:
http://www.evang-akademie.at/akademie/publikationen

Für Bestellungen wenden Sie sich bitte an akademie@evang.at oder Tel: (01) 408 06 95.

Verfasst am: 03.07.17, 12:58
Titel: Salzburger Festspiele: Spiritueller Auftakt zu "Transfiguration"
Autor: MB
Quelle: www.kathpress.at vom 3.7.2017

Disputationes-Vortragsreihe u.a. mit Wissenschaftlern Taschner, Kerschbaum und Zeilinger, Philosophen Liessmann und Gerl-Falkovitz, Bischof Bünker und Theologen Hoff und Kuschel

Die Salzburger Festspiele (21. Juli bis 30. August) setzen zum Beginn ihres sommerlichen Opern-, Konzert- und Theaterreigens erneut einen religiösen Akzent: Im Rahmen der "Ouverture spirituelle" findet vom 21. bis 25. Juli die Vortragsreihe "Disputationes" statt, eingebettet in ein dazu passendes Konzertprogramm. Nachdem in den vergangenen Jahren der Fokus bei einer bestimmten Religion mit ihren künstlerischen und spirituellen Facetten lag, habe man nun mit "Transfiguration" ein abstrakteres Leitthema gewählt, kündigte das für die Durchführung zuständige Herbert-Batliner-Europainstitut an.

Jeweils ein Tag der Disputationes ist dem "Glauben", dem "Staunen", dem "Denken" und dem "Hoffen" gewidmet. Zuvor macht am Abend des 21. Juli eine Lesung von Franz Morak den Auftakt. "Poetiken der Verwandlung" stehen auf dem Programm, wofür Texte aus der Weltliteratur zum "Zyklus des Werdens und Vergehens", zum "menschliche Dasein und seiner Verwandlung" sowie auch über das "Schauen und Hören in anderen Sphären" ausgesucht wurden. Die Grußworte sprechen Ex-Vizekanzler und Batliner-Instituts-Präsident Erhard Busek sowie Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler, die musikalische Umrahmung bildet passenderweise eine Solooboen-Vertonung von Ovids "Metamorphosen" aus der Feder von Bejamin Britten.

Am Samstag, 22. Juli, ist das "Glauben" gemeinsamer Kern der Vorträge. Passend zum Reformations-Gedenkjahr, wird der Evangelische Bischof Michael Bünker über die "Reformation als Transformation der einen Kirche" sprechen, ehe der Mathematiker Rudolf Taschner über "Woran glauben?" und der Salzburger Fundamentaltheologe Gregor Maria Hoff über "Spiritualität - ohne Gott" an der Reihe ist.

Zum Schlagwort "Staunen" kommen am Sonntag, 23. Juli, der Tübinger Theologe Karl-Josef Kuschel über das "Fehlen Gottes", der Intendant Giovanni Netzer über die "Bühne als Ort der Transzendenz" und der Grazer Kunsthistoriker und Theologe Johannes Rauchenberger über Religion in der Gegenwartskunst zu Wort.

Um das "Denken" geht es am Montag, 24. Juli. Die evangelisch-reformierte Theologin und Philosophin Christina Aus der Au stellt dabei Überlegungen über "Erkenntnis in Wissenschaft und Glauben". Der Astrophysiker Franz Kerschbaum bringt weiters unter dem Titel "Über uns nur Himmel?" Gedanken zu Astronomie, Weltbild und Religion, ehe der Quantenphysiker Anton Zeilinger darüber spricht, inwiefern die Beziehung von Naturwissenschaft und Religion von Konflikt oder Kongruenz gekennzeichnet ist.

Hoffnung ist der "Boden der Spiritualität", so der Titel des Vortrags der Philosophin Hanna Gerl-Falkovitz am Abschlusstag, 25. Juli, der dem Thema "Hoffen" gewidmet ist. Ihr Fachkollege Konrad Paul Liessmann spricht gleich im Anschluss über das "Danach" und über den Umgang mit Endlichkeit. An jedem der Tage münden die Vorträge nach einer Kaffeepause mit einer moderierten Gesprächsrunde der Referenten.

Begleitet werden die Disputationes von einem musikalischen Programm. Höhepunkt stellt dabei die Aufführung von "Lux aeterna" von György Ligeti sowie von "La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus-Christ" von Olivier Messiaen durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Kent Nagano. "Musik vermag unter allen Künsten vielleicht am überzeugendsten das Gefühl zu vermitteln, wir könnten eine Erfahrung machen, die unsere Sinnenwelt überschreitet - als Verheißung eines besseren Zustands, als Offenbarung unseres eigentlichen, von irdischen Zwängen befreiten Wesens", schreibt Walter Weidringer in der Vorschau zur "Ouverture spirituelle".
Verfasst am: 03.07.17, 12:54