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Titel: Österreichweite Aktion „Autofasten“ startet
Autor: MB
Quelle: www.https://www.evang-wien.at 7.3.2019

Superintendent Rehner: „Kreative Ansätze“ gesucht

Zum Beginn der Fastenzeit rufen auch heuer die Evangelische und die Römisch-katholische Kirche zum „Autofasten auf“. Die Politik solle den Verkehr als „Klimaschutzproblem“ anerkennen und eine ökosoziale Steuerreform auf Schiene bringen, forderte Leopold Wimmer, Präsident der Katholischen Aktion Österreich (KA), bei einer Pressekonferenz am Freitag, 1. März, in Wien. Die Aktion richte sich darum erstmals mit einer Petition an Verkehrsminister Norbert Hofer und Umweltministerin Elisabeth Köstinger, erklärte Markus Gerhartinger, Umweltbeauftragter der Erzdiözese Wien. Er wünscht sich Politiker, die auf alle Verkehrsteilnehmer schauen. „Wir sind die letzte Erwachsenen-Generation, die den Klimawandel bremsen kann“, formulierte Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) die Dringlichkeit der Aktion. „Autofasten“ sei aber auch persönlich „ein Gewinn“, heißt es in einer Ankündigung der Klimaschutzaktion. Denn neben der eigenen körperlichen Bewegung und der Verringerung des CO2-Austosses erhält jeder Teilnehmer eine kostenlose VCÖ-Versicherung für das Jahr 2019. Zusätzlich können alle registrierten Autofastenden bei einer Verlosung teilnehmen, bei der zwei Übernachtungen mit Frühstück in Werfenweng samt Bahnreise zu gewinnen sind.

Kein „moralisch erhobener Zeigefinger“

Bei der Präsentation der Aktion in den Bundesländen wurden auch ungewöhnliche Schauplätze gewählt. So hielten der steirische evangelische Superintendent Wolfgang Rehner und der römisch-katholische Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl am Mittwoch, 27. Februar, eine „mobile Sprechstunde“ in einer S-Bahn zwischen Graz und Bruck an der Mur ab. Superintendent Rehner will beim Autofasten nicht auf einen „moralisch erhobenen Zeigefinger“ setzen, sondern die Frage nach kreativen Ansätzen stellen, „wie man mobil sein kann, ohne Nerven und Umwelt zu belasten“. Es gelte Zeichen zu setzen, dass wir die Welt für die Enkelgeneration als lebenswerten Ort bewahren möchten.

2018 haben sich österreichweit über 17.000 Personen auf der Plattform www.autofasten.at(link is external) registriert. Alle Teilnehmer erhalten einen wöchentlichen Newsletter, Zugang zu einem Autofasten-Tagebuch und einem Mobilitätskalender, der über die eingesparten Autokilometer informiert und die jeweilige CO2-Reduktion berechnet.
Verfasst am: 08.03.19, 10:51
Titel: Evangelische Frauenarbeit: „Gleichstellung darf nicht an Kirchentüren enden“
Autor: MB
Quelle: https://www.evang-wien.at vom 7.3.2019

Brot für die Welt: Frauenprojekte weltweit weiterhin notwendig

Mit einem Aufruf „die Rechte von Frauen aktiv einzufordern, Ungleichbehandlungen entgegenzutreten, Alltags-Sexismus und Abwertung von Frauen nicht zu dulden, sondern kritisch darauf aufmerksam zu machen und dagegen zu protestieren“ wendet sich die Evangelische Frauenarbeit an alle AmtsträgerInnen und Mitglieder der Evangelischen Kirche in Österreich. In einer Aussendung anlässlich des Internationalen Frauentages am Freitag, 8. März, schreibt die Frauenorganisation, die Gleichstellung von Frauen als Angestellte der Kirche sei „vorbildhaft umgesetzt“, jedoch dürfe die Gleichstellung „nicht an unseren Kirchentüren“ enden. „Wir alle sind FreundInnen, Verwandte, Vorgesetzte und KollegInnen von Frauen, die unsere Solidarität und Unterstützung aus den unterschiedlichsten Gründen dringend brauchen.“

Die Evangelische Frauenarbeit verweist auf den jährlich vom World Economic Forum publizierten Global Gender Gap Report (GGGR). Hier belegt Österreich den 53. Rang unter 149 Nationen (2006: Rang 27). Damit reihe sich das Land “unter die eher mäßigen Verfechter und Umsetzer von Frauenrechten ein“, so die Evangelische Frauenarbeit. In der Kategorie „Wirtschaftliche Teilhabe und Möglichkeiten“ liegt Österreich auf Rang 81, bei der Lohngerechtigkeit auf Platz 107, im Bereich politischer Teilhabe auf Platz 44. Unter den westeuropäischen Staaten ist Österreich damit im hinteren Drittel. Der GGGR anerkennt aber auch „etwas Fortschritt beim Schließen des Gender Gaps“.

Der Global Gender Gap Report 2018 ist abrufbar unter: https://www.weforum.org(link is external)

Brot für die Welt sieht weiterhin globale Benachteiligung von Frauen und Mädchen

Die globale Benachteiligung von Frauen und Mädchen hebt zum Internationalen Frauentag die evangelische Entwicklungshilfeorganisation Brot für die Welt hervor. Obwohl Frauen und Mädchen weltweit eine zentrale Rolle bei der Versorgung von Familien und in der Herstellung von Nahrungsmitteln zukomme, seien sie am stärksten von Hunger und Mangelernährung betroffen, schreibt die Organisation in einer Aussendung. Frauen besäßen nur selten Land, hätten kaum Zugang zu Krediten, Produktionsmitteln und Besitz. Sie hätten geringere Bildungschancen, verdienten weniger als Männer und machten den Großteil der unbezahlten Arbeit. „Diese Benachteiligungen haben Armut zur Folge“, betont Nina Hechenberger, Leiterin von Brot für die Welt Österreich. Laut der Welternährungsorganisation FAO seien 80 Prozent der Armen weltweit Frauen und Mädchen. Zudem litten Frauen häufig unter Gewalt, jede dritte Frau weltweit sei von sexueller Gewalt betroffen.

„Damit Frauen und Mädchen gleichberechtigt sein können, fördern wir Projekte, die es Frauen ermöglichen, ein eigenes Einkommen zu haben, sowie Zugang zu Bildung, Gewaltprävention und Beteiligung an politischen Prozessen zu bekommen“, erklärt Hechenberger und verweist auf die Notwendigkeit gendersensibler Entwicklungsarbeit. Bei dieser würde schon in der Phase der Projektentwicklung berücksichtigt, „dass Infrastrukturprojekte genauso wie Bildungs- und andere Projekte beiden Geschlechtern gleichermaßen zugutekommen“, so Hechenberger. Brot für die Welt unterstützt solche Projekte beispielsweise in Kamerun oder Nicaragua.

Brot für die Welt

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Verfasst am: 08.03.19, 10:49