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Titel: Ökumenischer Jahresempfang im Grazer Landtag
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 24.11.2017

Miklas erinnert an europäisches Ökumenetreffen vor 20 Jahren

Auf Einladung des Ökumenischen Forums christlicher Kirchen in der Steiermark fand am Donnerstag, 23. November, in der Landstube des Grazer Landhauses der Ökumenische Jahresempfang statt. Im Mittelpunkt des Abends stand die Erinnerung an die Zweite Ökumenische Versammlung vor 20 Jahren in Graz. Bei der Versammlung waren 1997 unter dem Motto „Versöhnung – Gabe Gottes und Quelle neuen Lebens“ Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen aus ganz Europa zusammengekommen.

Der Vorsitzende des Ökumenischen Forums, Superintendent Hermann Miklas, wies auf die zahlreichen Erfolge der Zweiten Ökumenischen Versammlung in Graz hin. Anhand gelungener Beispiele wie der Einführung des „Tages des Judentums“ am 17. Jänner oder eines europäischen christlichen Umweltnetzwerks schilderte er die Entwicklungen von 1997 bis heute: Das exzellente gegenwärtige Verhältnis christlicher Kirchen in der Steiermark sei erst vor wenigen Wochen durch die Verlegung eines „Steins der Versöhnung“ im Grazer Landhaushof auch für die Nachwelt visualisiert worden.

Für Bettina Vollath, Präsidentin des steirischen Landtages, stand an diesem Abend „Versöhnung“ im Mittelpunkt. Nur Versöhnung ebne den Weg in eine Gesellschaft, die die Stärke einer Einheit voller Vielfalt widerspiegle und in der ein harmonisches Zusammenleben aller tatsächlich möglich sei. Die Ökumene lebe genau das vor. Sie zeige, wie Versöhnung gelingen kann.

In seinem Festvortrag ging Wilfried Nausner, Superintendent der Evangelisch-methodistischen Kirche für Albanien, Kroatien und die Republik Makedonien, auf einige Errungenschaften der Zweiten Ökumenischen Versammlung in Graz ein. Dazu zählten „Das Wort des Ökumenischen Rates in Österreich zum Antijudaismus“, der Neubau der Synagoge in Graz oder das ökumenische Sozialwort der Kirchen. In Zukunft werde der interreligiöse Dialog an Bedeutung gewinnen. Zudem müssten Antworten gefunden werden auf die zunehmende Verunsicherung bezüglich der Aufgaben der Kirchen. Vertrauensverlust und das wachsende Misstrauen gegenüber den Kirchen seien besorgniserregende Entwicklungen. Kritik übte Nausner auch an einer deregulierten Wirtschaft bei gleichzeitiger Einschränkung von persönlichen Freiheiten: Die Freiheit werde immer mehr durch Regeln und Gesetze beschnitten, um „hemmungslose Eigeninteressen durchzusetzen“.

Da der bisherige Vorsitzende, Superintendent Hermann Miklas, 2018 in den Ruhestand tritt, wurde ein neuer Vorsitzender des Ökumenischen Forums gewählt. Mit 1. Jänner 2018 übernimmt der römisch-katholische Stadtpfarrpropst Kanonikus Christian Leibnitz den Vorsitz, seine Stellvertreterin ist die amtsführende Pfarrerin der evangelischen Pfarrgemeinde Heilandskirche in Graz, Ulrike Frank-Schlamberger.
Verfasst am: 29.11.17, 11:32
Titel: Diakonie: Riesenadventkränze in fünf Landeshauptstädten
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 22.11.2017

Chalupka: Symbol und Hoffnungsträger für Kinder in Not

In fünf Landeshauptstädten werden heuer auf öffentlichen Plätzen die Kerzen an den traditionellen Adventkränzen der Diakonie brennen. Bei einem Pressetermin am Wiener Rathausplatz – einem der Plätze, wo ein Kranz zu finden ist – präsentierte Diakonie-Direktor Michael Chalupka die Adventkranzkampagne gemeinsam mit Wiener Volksschulkindern. Neben Wien dürfen sich Graz (Schlossbergplatz), Salzburg (bei der evangelischen Christuskirche an der Schwarzstraße), Linz (Martin-Luther-Platz) und Klagenfurt (Domplatz) auf die Riesenkränze freuen, die heuer 22 Kerzen tragen.

„Für die Diakonie ist der Adventkranz Symbol und Hoffnungsträger geworden für Kinder und Jugendliche in Not. Damit knüpfen wir an die Geschichte des Adventkranzes an, denn der erste Kranz war für Straßenkinder gedacht, denen es an allem fehlte“, erklärte Diakonie-Direktor Chalupka die Idee hinter der Aktion. Zugleich wies er darauf hin, dass der Adventkranz eine Erfindung der Diakonie ist: „Entstanden ist der Adventkranz 1839 in der Diakonie: Um Kindern aus ärmsten Verhältnissen im Advent die Zeit bis Weihnachten zu verkürzen, entzündete man im ersten Haus der Diakonie in Hamburg jeden Abend eine Kerze an einem großen Wagenrad.“ Die Zahl der Kerzen auf diesem ursprünglichen Adventkranz habe immer der Zahl der Tage im Advent entsprochen. Daher trägt der Diakonie-Adventkranz heuer auch nur 22 Kerzen. Das ist der kürzestmögliche Advent, weil der 24. Dezember in diesem Jahr auch der 4. Adventsonntag ist.

Im Advent ist die Diakonie auch mit weiteren Kampagnen aktiv: Ein Online-Adventkranz des Diakoniewerks Gallneukirchen rückt an 22 Tagen die vielfältigen Begabungen von Menschen mit Behinderung in den Blick. Mit dem Projekt #OrteDerHoffnung will die Diakonie Österreich zudem zwischen November und Dezember auf Menschen und Projekte aufmerksam machen, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Solidarität fördern. Hoffnungsträgerinnen und Hoffnungsträger sollen dabei in den Einrichtungen sichtbar werden, wo sie täglich wirken.
Verfasst am: 23.11.17, 09:58