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Titel: Superintendent Miklas: Mahnendes bei Abschied
Autor: MB
Quelle: www.orf.at vom 30.6.2018

Der steirische Superintendent Hermann Miklas geht mit 31. August in Pension. Am Samstag wurde in Graz ein Abschiedsgottesdienst für ihn gefeiert. Miklas, 19 Jahre lang steirischer Superintendent, fand mahnende Worte.

Miklas’ Amtszeit als Superintendent hätte eigentlich noch fünf Jahre gedauert. Der 65-Jährige hat jedoch heuer die Altersgrenze erreicht und geht mit 31. August in Pension. Aus diesem Grund fand am Samstag in der Grazer Heilandskirche ein Abschiedsgottesdienst statt. Im Zuge dieser Feier nahm der Bischof der Evangelischen Kirche in Österreich, Michael Bünker, auch die sogenannte Amtsentpflichtung vor.

Miklas mahnte ein, bei allem Rückblick auf das Schöne und Gelungene der vergangenen Jahre – auch in gesamtgesellschaftlicher Perspektive – nicht die Zukunft aus den Augen zu verlieren: „Es kann heute nicht darum gehen, die glorreiche Vergangenheit wieder zu beleben – es geht vielmehr darum, Zukunft zu säen und zu bauen.“

Kontakt nicht abreißen lassen

Eine „früher war die Welt noch überschaubar und man war in der Steiermark noch unter sich“- Haltung, führe oft dazu, dass jene, die Hilfe suchen, erst gar nicht mehr „in unsere ´heile´ Welt gelassen werden“. Die Verletzung der Menschenrechte und Kollateralschäden nehme man dabei „achselzuckend in Kauf“. Kirchen, so der Superintendent, hätten hier eine wichtige Brückenfunktion zu erfüllen und sollten den Kontakt zu keiner Seite abreißen lassen.

Strukturwandel

Am 30. Mai 1999 wurde Hermann Miklas zum sechsten Superintendenten der Evangelischen Kirche in der Steiermark gewählt und im März 2011 wiedergewählt. Unter Miklas erfolgte ein großer Strukturwandel innerhalb der Diözese mit dem Umbau der Pfarrgemeinde-Strukturen. Zwölf Jahre lang war Miklas als Vorsitzender des ökumänischen Forums christlicher Kirchen auch maßgeblich am Aufbau des guten Klimas zwischen den Glaubensgemeinschaften in der Steiermark mit verantwortlich. Dafür wurde er vom Land Steiermark mit dem Goldenen Verdienstzeichen mit Stern ausgezeichnet.

Wolfgang Rehner folgt nach

Die Nachfolge von Hermann Miklas tritt dann am 1. September der gebürtige Rumäne Wolfgang Rehner an - mehr dazu in Wolfgang Rehner wird neuer Superintendent. Die Evangelische Diözese Steiermark besteht seit 1946 und hat rund 39.000 Mitglieder.
Verfasst am: 02.07.18, 11:10
Titel: Die Suche nach Gott im digitalen Zeitalter
Autor: MB
Quelle: https://www.wienerzeitung.at vom 26.6.2018

Die 20. Ökumenische Sommerakademie findet heuer unter dem Titel "Gott und die digitale Revolution" statt.

Die 20. Ökumenische Sommerakademie stellt heuer unter dem Titel "Gott und die digitale Revolution" Fragen wie "Hat Gott noch Platz im digitalen Zeitalter?" und "Welche Auswirkungen kann die digitale Entwicklung auf Menschenwürde und Menschenbild haben?". Von 11. bis 13. Juli dreht sich im Stift Kremsmünster alles um Chancen und Gefahren der digitalen Entwicklung.

Es geht um Macht und Gefahren der Neuen Medien, um die Auswirkung der neuen Technologie auf das Welt- und Menschenbild durch hochleistungsfähige Roboter, datengesteuerte Lenksysteme und Künstliche Intelligenz. Dazu wurden zahlreiche Referenten geladen. Der Linzer Bischof Manfred Scheuer und der oberösterreichische evangelische Superintendent Gerold Lehner eröffnen den Reigen am 11. Juli mit ersten Impulsen zum Themenfeld "Digitalisierung und Spiritualität".

Ökumenische Sommerakademie, 11. bis 13. Juli im Stift Kremsmünster, Anmeldungen bis 5. Juli unter mailto:sommerakademie@ku-linz.at. Weitere Infos: www.ku-linz.at

"Zehn Gebote für die digitale Welt"

Die evangelische Theologin, Journalistin und Professorin für Christliche Publizistik an der Universität Erlangen-Nürnberg, Johanna Haberer, hat "Zehn Gebote für die digitale Welt" entworfen und wird über Digitale Theologie sprechen. Ihr Kollege Werner Thiede, Professor für Systematische Theologie, fordert mit 95 Thesen zum Umdenken in Kirche und Gesellschaft auf. Ars-Electronica-Leiter Gerfried Stocker referiert über den Schritt "Von Künstlicher Intelligenz zur Sozialen Intelligenz", die abschließende Podiumsdiskussion ist mit Geistlichen dreier Konfessionen besetzt und widmet sich der "Kirche 4.0".

Ob sich Pfarren und andere kirchliche Institutionen verstärkt der sozialen Medien bedienen sollen, sei im Hinblick auf die Entwicklung nur ein kleiner Teilaspekt. Im Wesentlichen gehe es um das Menschenbild, die Menschenwürde und die Frage, ob die Allwissenheit und Allmacht der Datensysteme noch Platz für den Glauben an Gott lassen, hieß es in einer Ankündigung zur Tagung.

Die Ökumenische Sommerakademie ist eine Veranstaltung der Katholischen Privat-Universität (KU) Linz, des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, des Evangelischen Bildungswerks Oberösterreich, der Kirchenzeitung der Diözese Linz, des Stifts Kremsmünster, der Religionsabteilungen des ORF in Fernsehen und Radio und des Landes Oberösterreich. Das "Ars Electronica Center" ist Veranstaltungspartner, die Oberösterreichischen Nachrichten sind Medienpartner.
Verfasst am: 27.06.18, 13:27