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Titel: Evangelisch-lutherischer Bischof Bünker solidarisch mit Kultusgemeinde
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 31.1.2018

Jedem gesellschaftlichen und persönlichen Antisemitismus entgegentreten

An die Seite der Israelitischen Kultusgemeinde hat sich der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker gestellt. „In unserem Einsatz gegen Antisemitismus möchte ich meine Solidarität mit der besonderen Situation der Kultusgemeinde und mein Verständnis zu ihrer Haltung ausdrücken“, sagte der Bischof am Donnerstag, 25. Jänner, gegenüber dem Evangelischen Pressedienst. „Die Evangelische Kirche ist wie alle, die in unserer Gesellschaft Verantwortung tragen, verpflichtet, gegen Antisemitismus aufzutreten und daraus auch die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen“, so der Bischof.

Bünker erinnert in diesem Zusammenhang an die Verpflichtung der Evangelischen Kirche, jedem gesellschaftlichen und persönlichen Antisemitismus zu wehren, wie sie in der Erklärung „Zeit zur Umkehr“ angesprochen ist. Diese Erklärung hatte die Generalsynode, das höchste gesetzgebende Gremium der Evangelischen Kirche A.u.H.B. in Österreich, 1998 verabschiedet. „Mit Scham stellen wir fest, dass sich unsere Kirchen für das Schicksal der Juden und ungezählter anderer Verfolgter unempfindlich zeigten“, heißt es dort. Auch die eigene Lehre und kirchliche Praxis sei auf Antisemitismen zu überprüfen und Vorurteilen entgegenzutreten. Die antisemitischen Schriften Luthers hat die Evangelische Kirche in dieser Erklärung „verworfen“.
Verfasst am: 01.02.18, 10:09
Titel: Erstmals burgenländischer Integrationspreis verliehen
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 31.1.2018

Diakonie Burgenland unter den Preisträgern

Der erste „Burgenländische Integrationspreis“ ist am Dienstag, 30. Jänner, durch Soziallandesrat Norbert Darabos verliehen worden. Mit dem Preis sollen Personen, Initiativen, Institutionen, Vereine oder pädagogische Einrichtungen für besonderes Engagement in integrativen, interkulturellen, sozialen, kulturellen oder künstlerischen Projekten gewürdigt sowie weitere Aktivitäten in diesem Bereich gefördert werden. Unter den Preisträgern ist auch ein Projekt der Diakonie Burgenland.

„Es entspricht unserer Wertehaltung, dass wir jenen, die Hilfe brauchen, diese auch geben“, betonte Darabos bei der Verleihung. Gleichzeitig gelte es, darauf zu achten, „dass unser Sozial-, unser Gesundheits- und unser Bildungssystem nicht überfordert werden und es dadurch zu gesellschaftlichen Verwerfungen kommt“. Integrationsmaßnahmen seien die Basis dafür, dass Menschen in Österreich „für sich und ihre Familie sorgen sowie am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und unserem Land auch etwas zurückgeben“.

In der Kategorie „Integration“ – dieser Preis ist mit 1.500 Euro dotiert – wurde das Projekt „BIP – Begegnung in Pinkafeld“ ausgezeichnet. Die Teestube „Tea to stay“ als Ort der Begegnung von Einheimischen und neuen BurgenländerInnen darf sich über 1.000 Euro Preisgeld freuen. 500 Euro erhält das Katholische Bildungswerk der Diözese Eisenstadt für das Projekt „Frauenleben: hier und dort, gestern und heute“, mit dem das im Jahr 2015 entstandene Bild der geflohenen, unterdrückten Frauen aufgebrochen und besser verstanden werden kann.

Der Preis für Interkulturalität, für den 1.000 Euro ausgelobt wurden, wird für künstlerisch-kulturelle Projekte und Arbeiten zum Thema Interkulturalität verliehen. 500 Euro davon gingen an die Volksschule Oberpullendorf für das Projekt „Schulbunt“: Durch selbst komponierte Lieder wird die Diversität der Kinder mit insgesamt 14 verschiedenen Erstsprachen aufgezeigt. Die Kinder lernen Tänze, Instrumente, Lieder und Rhythmen der unterschiedlichen Kulturen, den Abschluss bildet ein Mitmach-live-Konzert.

Mit 500 Euro ausgezeichnet wurde in dieser Kategorie auch das Projekt „Ein anderer Blickwinkel“ des Flüchtlingsdienstes der Diakonie Burgenland. Hier setzten sich 13 geflüchtete Menschen mit der neuen Umgebung in Form von Fotografien auseinander.

Mit dem Preis für Kinder- und Jugendintegrationsarbeit, ebenfalls mit 1.000 Euro dotiert, wurden Arbeit und Projekte im Bereich Förderung der Integration und Interkulturalität von Kindern und Jugendlichen, insbesondere auch in Bildungseinrichtungen sowie auf Jugendvereinsebene gewürdigt. Den Preis und ein Preisgeld von jeweils 250 Euro durften entgegennehmen: GRSports für das Projekt „Wrestling goes School“, bei dem in Volksschulen Ringen zur Gewaltprävention und zu sozialer Integration verwendet wird; die Volksschule Mattersburg für das Projekt „Miteinander“, das den Schwerpunkt auf ein friedvolles Miteinander legt; die Europäische Mittelschule Oberwart für das Projekt „Barrierefreie Kultur“, in dem SchülerInnen aus verschiedenen Nationen über gemeinsames Malen eine Beziehung zueinander aufbauen, sowie die Volksschule Oberschützen für das Projekt „Kinder Natur Heimat“: In Integrationsklassen mit mehrfach behinderten, lern- und verhaltensbehinderten Kindern nehmen SchülerInnen in einer Schreibwerkstatt sowie bei Lesungen oder Liedern in Dialekt und Fremdsprache am kreativen Prozess teil und erleben dabei Multikulturalität und Sprachenvielfalt. Die dadurch entstandenen Werke fließen gesammelt in eine Zeitung für jedes Kind ein.
Verfasst am: 01.02.18, 10:08