Neuigkeiten Neuigkeiten
Titel: Früherer reformierter Landessuperintendent Wolfram Neumann verstorben
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 11.6.2019

Schulgründer mit befreiungstheologischem Profil

Dornbirn/Wien (epdÖ) – Der frühere Oberkirchenrat und Landessuperintendent der evangelisch-reformierten Kirche Wolfram Neumann ist in der Nacht vom 24. auf den 25. Mai im 79. Lebensjahr in Dornbirn verstorben. Das teilte der Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche H.B. in Österreich in einer Aussendung mit. Neumann war von 1986 bis 2007 Mitglied des Oberkirchenrats H.B. gewesen, von 2004 bis 2007 hatte er die reformierte Kirche als Landessuperintendent geleitet. In dieser Funktion war Neumann auch Mitglied des Oberkirchenrats A. und H.B.
„Mit seinem befreiungstheologischen Profil hat sich Wolfram Neumann stark für soziale Gerechtigkeit eingesetzt“, sagte der amtierende Landessuperintendent Thomas Hennefeld gegenüber dem Evangelischen Pressedienst. Neumann habe das Amt in einer für die Kirche schwierigen Phase übernommen und von Dornbirn aus geführt, was nur dank der Unterstützung durch seine Frau, selbst ordinierte Theologin, möglich gewesen sei. In seiner Amtszeit habe sich Neumann sehr bemüht, die reformierten Gemeinden zu besuchen und seiner Rolle als „primus inter pares“ gerecht zu werden.
Wolfram Neumann wurde am 5. Mai 1941 im polnischen Rawicz geboren. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges musste die Familie über Berlin nach Rathenow flüchten, ehe sie sich im niedersächsischen Hameln niederließ.
Nach dem Besuch des Gymnasiums in Hermannsburg in der Lüneburger Heide studierte Neumann Theologie in Neuendettelsau (Bayern), ging dann nach Marburg (Hessen) und beendete das Studium der Theologie in Wien. In der Studienzeit lernte er seine Frau Sabine kennen. Die beiden heirateten 1968 im bayrischen Ansbach.
Sein Vikariat absolvierte Wolfram in St. Pölten. Danach übersiedelten die beiden nach St. Ruprecht bei Villach. Im Herbst 1976 übernahmen Wolfram und Sabine die Pfarrstelle in Wiener Neustadt. Hier blieben sie über fünf Jahre, den Höhepunkt bildeten die Festlichkeiten zur 200-Jahrfeier des Toleranzpatentes in Österreich 1981. Im Jahr darauf wurde Wolfram Neumann Pfarrer der Gemeinde Dornbirn und übersiedelte damit ins Kirchenregiment H.B.
1986 wurde Wolfram Neumann in den Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche H.B. gewählt. Von 2004 bis 2007 war er deren Landessuperintendent. In seiner Amtseinführung im September 2004 hatte Neumann die Politik an Ihre Verantwortung für die Gesellschaft gegenüber Wirtschaft und Finanzmärkten gemahnt.
In seiner Aussendung unterstreicht der reformierte Oberkirchenrat sein Engagement in der Befreiungstheologie. Ein mehrmonatiger Aufenthalt in Lateinamerika führte zu einem indigenen Schul-Projekt der Maya-Indios im guatemaltekischen Chajabal, das heute noch von der Gemeinde Dornbirn unterstützt werde.
Der Tod seiner Frau, Sabine Neumann, im Jahr 2016 sei ein tiefer Einschnitt für Neumann gewesen. Er hinterlässt zwei Söhne und zwei Enkelkinder.
Die Trauerfeier findet am Montag, 17. Juni, um 18.30 Uhr in der Heilandskirche in Dornbirn statt. Die Beisetzung im Grab erfolgt im engsten Familienkreis.
Verfasst am: 11.06.19, 12:10
Titel: Diakonie startet Social-Media-Kampagne für Freiwilliges Sozialjahr
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 5.6.2019

#DeinJahr – Freie Plätze in ganz Österreich verfügbar

Wien (epdÖ) – Mit einer Kampagne in den sozialen Medien will die Diakonie Österreich unter dem Hashtag #DeinJahr Jugendlichen ein Freiwilliges Sozialjahr (FSJ) schmackhaft machen. In vier kurzen Videos auf Facebook, Instagram und Twitter erzählen junge Menschen, die gerade ihr FSJ in einer der Diakonie-Einrichtungen in ganz Österreich absolvieren, von ihren Erfahrungen. Möglich ist ein freiwilliges Sozialjahr in der Diakonie für Jugendliche ab 17 Jahren. Für das Jahr 2019/20 seien noch Plätze in ganz Österreich verfügbar, teilt das evangelische Hilfswerk in einer Aussendung mit. Potenzielle Einsatzbereiche seien die Arbeit mit Menschen im Alter oder mit Behinderung, in Schulen, Kindergärten und Horten sowie in Integrations-Einrichtungen für Menschen mit Aufenthaltsrecht in Österreich.
Die Einsätze dauern zwischen 6 und 12 Monaten bei einer Arbeitszeit von 34 Stunden pro Woche. Dafür gibt es ein Taschengeld von 250 Euro monatlich sowie den Ersatz der Fahrtkosten zwischen Einsatzstelle und Wohnort. Außerdem bekommen die Jugendlichen Krankenversicherung sowie Unfall- und Pensionsversicherung und sie erhalten Familienbeihilfe. Begleitet werden die Jugendlichen zudem in Reflexionsgesprächen und Kursen. In der Regel starten die Einsätze im September, andere Termine sind möglich.

Nähere Information und Bewerbung unter https://diakonie.at/freiwilliges-sozialjahr
Verfasst am: 11.06.19, 12:08