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Titel: Karfreitag: Evangelische üben Kritik an Position des EuGH-Generalanwalts
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 25.7.2018

Synodenpräsident Krömer: Recht auf Religionsausübung nicht diskriminierend

Kritik an der am Mittwoch, 25. Juli, geäußerten Auffassung des EuGH-Generalanwaltes, die Gewährleistung eines bezahlten Feiertages am Karfreitag nur für die Angehörigen von vier österreichischen Kirchen sei diskriminierend, kommt von Peter Krömer, Präsident der Generalsynode der Evangelischen Kirche A.u.H.B. in Österreich. Der Karfreitag, so Krömer in einer Aussendung, „ist für die Evangelischen in Österreich – vor allem im Zusammenhang mit ihrer Geschichte – nicht nur der höchste kirchliche Feiertag, sondern identitätsstiftend“. Die Evangelischen Kirchen in Österreich, so Krömer weiter, „vertreten die Auffassung, dass die nationale Sonderbehandlung des Karfreitags zu Gunsten der Evangelischen und Altkatholiken dazu dient, das Recht der Angehörigen dieser Kirchen als Minderheitskirchen auf öffentliche Religionsausübung sicherzustellen, und daher nicht diskriminierend ist.“ Für die Evangelischen Kirchen in Österreich und für Ihre Identität sei es sehr wichtig, dass der Karfreitag ein gesetzlicher Feiertag für sie bleibt, auch ohne Feiertagsentgelt bei Arbeit am Karfreitag.

„Rechtlich bedenklich“

Zudem enthalte der Rechtsstreit eine „Rechtsschutzlücke im Unionsrecht“ so Synodenpräsident Krömer. „Der gegenständliche Rechtsstreit wird durchgeführt, ohne den Evangelischen Kirchen und der Altkatholischen Kirche auch nur die Möglichkeit gegeben zu haben, gehört zu werden. Die Evangelischen Kirchen in Österreich beantragten beim Obersten Gerichtshof, in der Arbeitsrechtssache als Nebenintervenientin zugelassen zu werden, um dann im Vorabentscheidungsverfahren vor dem EuGH inklusive Generalanwalt ihren Rechtsstandpunkt darlegen zu können.“ Dem sei nicht stattgegeben worden, was Krömer als „rechtlich bedenkliche Hauptproblematik“ bezeichnet.

Bischof Bünker: „Die Evangelischen brauchen den Karfreitag“

Auch Bischof Michael Bünker betonte in einer Stellungnahme gegenüber dem Evangelischen Pressedienst: „Die Evangelischen brauchen den Karfreitag!“ Die hohe Bedeutung des Tages sei für die ProtestantInnen unaufgebbar, und die „Feiertagsregelung als Ausdruck der Minderheitenrechte als wesentlich anzuerkennen“. Jetzt gelte es abzuwarten, wie das Gericht entscheide.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gilt für Mitglieder der Evangelisch-lutherischen, Evangelisch-reformierten, Evangelisch-methodistischen und Altkatholischen Kirche in Österreich der Karfreitag als gesetzlicher Feiertag. Der Oberste Gerichtshof will vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) Auskunft einholen, ob dies mit dem nach EU-Recht geltenden Diskriminierungsverbot vereinbar ist. Ein Arbeitnehmer, der keiner dieser Kirchen angehört, hatte in Österreich auf Feiertagsentgelt geklagt.
Verfasst am: 02.08.18, 08:55
Titel: TV-Gottesdienst vom ältesten Passagierschiff des Bodensees
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 24.7.2018

„Das gönn‘ ich dir“ auf der „Hohentwiel“

Von Bord der „Hohentwiel“, eines seit 1913 betriebenen Oldtimer-Dampfers am Bodensee, kommt am Sonntag, 29. Juli, der evangelische TV-Gottesdienst. Unter dem Motto „Das gönn‘ ich dir“ feiert Pfarrer Ralf Stoffers mit der Gemeinde. Der Bregenzer Pfarrer verdeutlicht die Gedanken hinter dem Leitspruch: „Wir feiern die Großzügigkeit Gottes mit den Menschen. Gott weiß, was die Menschen brauchen für ein erfülltes und glückliches Leben. Das sehen die Menschen nämlich oft nicht. Statt auf die Großartigkeit der Schöpfung und des Lebens zu schauen, sehen sie die vermeintliche und ungerechte Besserstellung des Nachbarn. Diesen Neid kennt schon die Bibel.“

Halt macht die Hohentwiel auf ihrer Fahrt über den Bodensee an Stationen in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Die Schiffsfahrt, so Pfarrer Stoffers, solle dabei auch die „Reise durch das Leben“ reflektieren – symbolträchtig sei das Schiff mit Kompass, Steuerrad oder Rettungsring ja in jeder Hinsicht. Musikalisch untermalt wird der Gottesdienst von der Lindauer Bläsergruppe, dem Kirchenchor Hard und Norbert Dehmke an Saxophon und Flöte. ORF2 und ZDF übertragen ab 9.30 Uhr. Bilder vom Making of gibt es bereits in den Tagen zuvor auf foto.evang.at, facebook.com/evang.at und twitter.com/epdOesterreich
Verfasst am: 26.07.18, 08:50