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Titel: Villach: Stelenpark eröffnet
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 12.7.2017

Zum Reformationsjubiläum ist im Stadtpark das Kunstwerk von Nadja Brugger-Isopp zu sehen

Im Stadtpark Villach wurde direkt vor der evangelischen Kirche der Stelenpark eröffnet. Sechs Meter Höhe und 11,4 Zentimeter im Querschnitt messen die 22 Stelen aus Edelstahlrohr, die seit einigen Tagen Passantinnen und Passanten in Staunen versetzen. Von der zeitgenössischen Idee des Kunstwerks zeigten sich Bürgermeister Günther Albel und Superintendent Manfred Sauer bei der Eröffnung am 6. Juli begeistert. Die aus Annenheim stammende Kärntner Künstlerin und Gewinnerin des von der Stadt Villach ausgeschriebenen Wettbewerbs anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums hat hier eine raumgreifende Installation von 22 Stäben geschaffen, die in S-förmigem Schwung auf die Kirche zulaufen und imaginär durch sie hindurchgehen.

Die Stäbe symbolisieren die Verbindung von Himmel und Erde, von Gott und Mensch. „Sie nehmen Bezug auf Jakobs Traum von der Himmelsleiter, wo Engel als Boten auf- und niedersteigen und sich eine Begegnung zwischen Jakob und Gott ereignet. Jakob erkennt, dass er trotz seiner Schuld Gottes Segen gewiss sein kann. So gestärkt kann er seinen schweren Weg weitergehen, um dann an das verheißene gute Ende zu gelangen“, erklärt Manfred Sauer. Im Kontext des 500-jährigen Reformationsjubiläums signalisierten die Stäbe in ihrer Bewegung die dynamische Kraft des Glaubens und die frei werdende Kreativität in den Augenblicken, in denen sich Gott und Mensch begegnen.
Verfasst am: 14.07.17, 10:04
Titel: Salzburger Festspiele: Spiritueller Auftakt zu „Transfiguration“
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 12.7.2017

Disputationes-Vortragsreihe setzt religiöse Akzente

Die Salzburger Festspiele (21. Juli bis 30. August) setzen zum Beginn ihres sommerlichen Opern-, Konzert- und Theaterreigens erneut einen religiösen Akzent: Im Rahmen der „Ouverture spirituelle“ findet vom 21. bis 25. Juli die Vortragsreihe „Disputationes“ statt, eingebettet in ein dazu passendes Konzertprogramm. Nachdem in den vergangenen Jahren der Fokus auf einer bestimmten Religion mit ihren künstlerischen und spirituellen Facetten lag, habe man nun mit „Transfiguration“ ein abstrakteres Leitthema gewählt, kündigte das für die Durchführung zuständige Herbert-Batliner-Europainstitut an.

Jeweils ein Tag der Disputationes ist dem „Glauben“, dem „Staunen“, dem „Denken“ und dem „Hoffen“ gewidmet. Zuvor macht am Abend des 21. Juli eine Lesung von Franz Morak den Auftakt. „Poetiken der Verwandlung“ stehen auf dem Programm, wofür Texte aus der Weltliteratur zum „Zyklus des Werdens und Vergehens“, zum „menschlichen Dasein und seiner Verwandlung“ sowie auch über das „Schauen und Hören in anderen Sphären“ ausgesucht wurden. Die Grußworte sprechen Ex-Vizekanzler und Batliner-Instituts-Präsident Erhard Busek sowie Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler, die musikalische Umrahmung bildet passenderweise eine Solooboen-Vertonung von Ovids „Metamorphosen“ aus der Feder von Benjamin Britten.

Am Samstag, 22. Juli, ist „Glauben“ gemeinsamer Kern der Vorträge. Passend zum Reformationsjubiläum wird Bischof Michael Bünker über die „Reformation als Transformation der einen Kirche“ sprechen, ehe der Mathematiker Rudolf Taschner über „Woran glauben?“ und der Salzburger Fundamentaltheologe Gregor Maria Hoff über „Spiritualität – ohne Gott“ an der Reihe sind.

Zum Schlagwort „Staunen“ kommen am Sonntag, 23. Juli, der Tübinger katholische Theologe Karl-Josef Kuschel über das „Fehlen Gottes“, der Intendant Giovanni Netzer über die „Bühne als Ort der Transzendenz“ und der Grazer Kunsthistoriker und katholische Theologe Johannes Rauchenberger über Religion in der Gegenwartskunst zu Wort.

Um das „Denken“ geht es am Montag, 24. Juli. Die evangelisch-reformierte Theologin und Philosophin Christina Aus der Au stellt dabei Überlegungen über „Erkenntnis in Wissenschaft und Glauben“ an. Der Astrophysiker Franz Kerschbaum bringt weiters unter dem Titel „Über uns nur Himmel?“ Gedanken zu Astronomie, Weltbild und Religion, ehe der Quantenphysiker Anton Zeilinger darüber spricht, inwiefern die Beziehung von Naturwissenschaft und Religion von Konflikt oder Kongruenz gekennzeichnet ist.

Hoffnung ist der „Boden der Spiritualität“, so der Titel des Vortrags der Philosophin Hanna Gerl-Falkovitz am Abschlusstag, 25. Juli, der dem Thema „Hoffen“ gewidmet ist. Ihr Fachkollege Konrad Paul Liessmann spricht gleich im Anschluss über das „Danach“ und den Umgang mit Endlichkeit. An jedem der Tage münden die Vorträge nach einer Kaffeepause in eine moderierte Gesprächsrunde der ReferentInnen.

Begleitet werden die Disputationes von einem musikalischen Programm. Höhepunkt ist dabei die Aufführung von „Lux aeterna“ von György Ligeti sowie von „La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus-Christ“ von Olivier Messiaen durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Kent Nagano.
Verfasst am: 14.07.17, 10:03