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Titel: Newsletter der EVANGELISCHEN AKADEMIE WIEN
Autor: MB
Quelle: Evangelische Akademie vom 6.6.2017

Abendveranstaltungen im Juni


Sola Scriptura – Im Gespräch mit der Bibel:
Fluch und Rache, Psalm 58

Veranstaltung im Rahmen der Gesprächsreihe Sola Scriptura der Evangelischen Kirchen in Österreich und der Evangelischen Akademie Wien. Im Jubiläumsjahr wird die Bibel zu Wort kommen und zum Gespräch einladen. An acht Abenden stellen Theolog_innen Texte vor, die fragwürdig sind, die erschrecken, provozieren – Mühe machen und daher auch eine reizvolle Herausforderung sein können. Es wird eine Menge Anstöße für ein lebhaftes Gespräch miteinander und mit der Bibel geben. - Das Gesamtprogramm finden Sie unter: http://www.evang-akademie.at/sites/default/files/sola_sriptura-gespraechsreihe_2017_1.pdf

Referierender: Stefan Schröckenfuchs, Moderation: Barbara Rauchwarter

Wann: Di, 20. Juni, 19:00 Uhr
Wo: Albert Schweitzer Haus, Kapelle (4. Stock), Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien

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Der Christlich-Marxistische Arbeitskreis: Jesus und die Auslegung der Sabbatordnungen.

Lektüre ausgewählter Bibelstellen und gemeinsame Diskussion mit einem Input von Barbara Rauchwarter.

Wann: Mi, 28. Juni , 19:00 Uhr
Wo: Evangelische Akademie Wien, Albert Schweitzer Haus (2. Stock), Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien
Anmeldung: Erbeten an g.winkler@evang.at

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Ausblick auf den Herbst - Bitte vormerken!


Europa denken - Religion und Politik im Diskurs
Populismus

Gesprächspartner:

Gerhard Baumgartner, Wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands
Hans Schelkskorn, Stellvertretender Vorstand des Instituts für Christliche Philosophie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien

Moderation: Peter Huemer, Zeithistoriker, Publizist

Wann: Do, 21. September, 19:00 Uhr
Wo: Albert Schweitzer Haus, Kapelle (4. Stock), Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien
Anmeldung: Erbeten an akademie@evang.at

Das Gesamtprogramm der Reihe „Europa denken“ finden Sie unter:
http://www.evang-akademie.at/sites/default/files/europa_denken_programm_2016-2018_aktualisiert_herbst.pdf

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Sola Scriptura – Im Gespräch mit der Bibel:
Die verschlossenen Türen? Mt. 25, 1-13

Details zu diese Veranstaltungsreihe s.o.

Referierende: Mag.a Ulrike Frank-Schlamberger, Moderation: Barbara Rauchwarter

Wann: Di, 26. September, 19:00 Uhr
Wo: Albert Schweitzer Haus, Kapelle (4. Stock), Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien

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Reformation bewegt: 500 Jahre und 1 Fest

Feiern wir gemeinsam!

Der Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist das große Fest, das Evangelische aus ganz Österreich am 30.9.2017 auf dem Wiener Rathausplatz gemeinsam mit möglichst vielen Menschen jeden Alters feiern wollen. Der Rathauspark wird zur bunten Spielwiese für Groß und Klein. Währenddessen gibt es auf der Hauptbühne ab 12.00 Uhr ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Videos, Interviews und kurzen Lesungen aus der Bibel rund um die Themen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Mehr dazu unter http://evangelisch-sein.at/das-grosse-fest-am-rathausplatz/ oder www.fest500.at


Wann: Sa, 30. September, 12-22 Uhr
Wo: Rathausplatz Wien

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Buchaktion!

Hoffnungsort Seegasse 16. Hilfsaktionen der Schwedischen Israelmission im Nationalsozialismus.
EUR 10,- (inklusive Versandkosten)

Weitere Informationen zu den Büchern finden Sie unter:
http://www.evang-akademie.at/akademie/publikationen

Für Bestellungen wenden Sie sich bitte an akademie@evang.at oder Tel: (01) 408 06 95.

Verfasst am: 06.06.17, 13:00
Titel: Debatte über Frauenquote in evangelischer Kirche
Autor: MB
Quelle: http://derstandard.at vom 1.6.2017

Bischof Michael Bünker denkt über ein Reißverschlusssystem nach, die Oberkirchenrätin ortet bei Frauen ein Mutdefizit

In Österreich sind rund ein Drittel der evangelischen Pfarrer weiblich. Entschieden männlicher sieht jedoch die Situation im höheren Kirchenmanagement aus. Wohl auch, weil der Weg dorthin für Frauen beschwerlich sein kann. Bei der letzten Wahl etwa in Niederösterreich kandierten ein Mann und eine Frau. Bei keinem der Wahlgänge konnte die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht werden, beide Anwärter gaben entnervt auf. Ein halbes Jahr später standen dann nur mehr Männer zur Wahl – und ein Ergebnis war rasch am Tisch.

Vielleicht ein Zufall, sicher aber kein Einzelfall. In den letzten Jahren habe es drei Wahlen für ein Superintendentenamt gegeben, die so abgelaufen sind, sagt Bischof Michael Bünker. Die Folge: Gab es früher einmal zwei Superintendentinnen unter den sieben in Österreich, gibt es jetzt keine Einzige. "Das ist doch ein gewisses Alarmzeichen", sagt Bünker im STANDARD-Gespräch. Jetzt sollen die Rahmenbedingungen verbessert und Instrumente gefunden werden, "um Frauen zu bestärken, auch für die Leitungsfunktionen zu kandidieren". "Das kann zum Beispiel ein Reißverschlusssystem oder die Einführung einer Quote sein", sagt Bünker. Ähnliches gebe es bereits in der evangelischen Kirche in Deutschland. Dort werden manche Gremien im Reißverschlussverfahren besetzt. Bünker kann sich auch vorstellen, dass "eine Wahl nur dann stattfinden kann, wenn unter den Bewerbern zumindest eine Frau ist". Klar ist für ihn aber auch: "Die freie Wahl ist das oberste Prinzip."

Dementsprechend ist der Diskussionsbedarf innerhalb der Kirche groß. "Natürlich gibt es Spannungen und Debatten. Das gehört bei uns dazu", sagt Bünker. Aber was man sicher sagen könne: "Es gibt doch weithin eine gemeinsame Sicht darauf, dass wir hier ein Problem haben." Einen Änderungsbedarf sieht auch Oberkirchenrätin Ingrid Bachler. Für die Personalchefin der evangelischen Kirche in Österreich wäre aber die Einführung einer Quote "deutlich zu wenig". Bachler: "Wir müssen die Frauen entsprechend motivieren, Leitungsfunktionen anzustreben." Mit Seminaren wolle man nun verstärkt Frauen ansprechen – "und ihnen Mut machen". Einen konkreten Zeitpunkt für die Umsetzung gibt es laut Bischof Bünker nicht. Aber es stehe bald "eine Periode des personellen Wechsels an". Konkret wird im Herbst kommenden Jahres ein neuer Superintendent für die Steiermark gesucht, ein Jahr später steht die gleiche Stelle in Wien zur Disposition – gleichzeitig wird auch das Bischofsamt vakant. Bei Bünker wird die Altersgrenze von 65 Jahren schlagend. Ist es dann Zeit für eine Bischöfin? Bünker: "Freilich, es wäre gut, wenn Frauen nominiert werden!"

(Peter Mayr, Markus Rohrhofer, 1.6.2017) -
Verfasst am: 01.06.17, 13:36