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Titel: David Bowies „Lazarus” am Wiener Volkstheater
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 16.5.2018

Österreichische Erstaufführung unter Regie von Miloš Lolić

New York: Ein Loft in der 2nd Avenue in Manhattan. Am Boden zwischen Gin und „Lucky Charms“ ringt Thomas Jerome Newton mit seiner Einsamkeit. Er sieht fern und vermeidet den Kontakt zur Außenwelt. Nur seine Assistentin ist gelegentlich bei ihm und muss hilflos seinem tragischen Ringen mit verlorener Herkunft, Liebe und Hoffnung zusehen: Ein in einer fremden Welt Gestrandeter, der noch einmal aufbrechen will. Mit einer Rakete zum Himmel. Kann es gelingen von der Dunkelheit zum Licht zu gelangen? Er ist bereit dazu: “Look up here, I`m in heaven“.

Mut bewies das Volkstheater Wien am Mittwoch, 9. Mai, in der österreichischen Erstaufführung des Musicals „Lazarus“ von David Bowie und Enda Walsh. Der fortgeschriebene dramatische Stoff des einsamen heimatlosen Wanderers im Film „The Man Who Fell to Earth“ (1972), in dem der Ausnahmekünstler David Bowie (1947-2016) die Hauptrolle spielte, ist eine große Herausforderung an Inszenierung, Darstellung, Musik und Bühnenbild. Das Stück war 2015 in New York uraufgeführt worden.

Der Regie von Miloš Lolić gelingt es jedoch, einen tragenden Handlungsstrang zu finden, der über ein musikalisches Requiem hinausgeht und Stationen eines Musikerlebens genauso wie existentielle Fragestellungen inszeniert, verbindet und reflektiert. Es sind Fragen des Leidens, Sterbens und der Hoffnung über den Tod hinaus, die mit der titelgebenden Figur des auferweckten Lazarus umrissen sind. In Lazarus findet Bowie sein letztes Alter Ego nach Ziggy Stardust oder Aladdin Sane. Der irische Regisseur Enda Walsh, der mit Bowie das Stück schrieb und dabei lange Gespräche mit dem schwer kranken Musiker in seinen letzten Lebensjahren führte, erinnert sich: „Wir sprachen über einen sterbenden Menschen und die Augenblicke vor seinem Tod, was in seinem Kopf vorgehen könnte und wie man so etwas auf der Bühne inszenieren könnte…“ Die Musik, Erinnerungen und Fragen der Hoffnung in aller Ruhelosigkeit des Lebens und Sterbens abseits von Erfolg und Bühne werden dann auch zu tragenden Angelpunkten des Stückes.

Die zweistündige Neuinszenierung dieser existentiellen Zeit- und Lebensreise mit den großen Hits und eindringlichen Songs Bowies („Heroes“, „Love is lost“, „Changes“, „Absolute Beginners“ und andere), getragen von einem ausdrucksstarken Bühnenbild, lässt das Publikum mit wiederholtem Applaus während und am Ende der Vorstellung danken.

Volkstheater Wien, Österreichische Erstaufführung „Lazarus“ Musical von David Bowie und Enda Walsh nach dem Roman The Man Who Fell To Earth von Walter Tevis

Regie Miloš Lolić

Deutsch von Peter Torberg

Die nächsten Spieltermine : Freitag 18. Mai 19.30, Samstag 19. Mai 18.00, Sonntag 20. Mai 19.30, Donnerstag 24. Mai 19.30
Verfasst am: 17.05.18, 13:36
Titel: Steiermark: Wir RADLn in die Kirche
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 14.5.2018

Aktion zum Tag des Fahrrads am 3. Juni

Die Aktion „Wir RADLn in die Kirche!“ findet heuer zum ersten Mal als gemeinsames Projekt der römisch-katholischen Diözese Graz-Seckau und der Evangelischen Kirche Steiermark statt. Gläubige sind aufgerufen, ein Zeichen für nachhaltige Mobilität zu setzen und den Gottesdienst am „Europäischen Tag des Fahrrads“ mit dem Fahrrad zu besuchen. Gemeinsames Ziel ist es, möglichst viele Menschen dazu zu bringen, im Alltag auf das Fahrrad umzusteigen.

Die Fahrt zum sonntäglichen Gottesdienst soll dabei laut den Organisatoren als Initialzündung wirken. Für Christen sei es ein Anliegen, Leben zu erhalten, zu schützen und zu fördern, sodass die Umwelt auch für nachfolgende Generationen eine gute Lebensgrundlage bleibe. Der Aktionstag beginnt mit einer gemeinsamen Radtour von Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern zu Ihrer Gemeinde. Dort erwartet sie ein Themengottesdienst mit anschließender Fahrradsegnung oder – in den evangelischen Kirchen – mit Segnung der RadfahrerInnen.

Superintendent Hermann Miklas unterstreicht den mehrfachen Nutzen der Aktion für die Gläubigen: „Man tut etwas für Seele und Geist – indem man einen Gottesdienst besucht. Man tut etwas für Gesundheit und Körper – indem man mit dem Rad fährt. Man tut etwas für die Umwelt – indem man das Auto stehen lässt. Man leistet einen Beitrag für die Gesellschaft – indem man sich öffentlich sichtbar zu alledem bekennt.“ Auch der katholische Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl unterstützt die Aktion: „Ich bin dankbar für diese schöpfungsverantwortliche Initiative. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln – diese nehme ich sehr gerne in Anspruch – lädt die Aktion ein, seinen Mobilitätskonsum zu überdenken und noch dazu etwas für Gesundheit und Umwelt zu tun.“

Erstmals ist das Land Steiermark Kooperationspartner, vertreten durch Landesrat Anton Lang. Er betont das zentrale Anliegen, Radfahren für die gesamte Bevölkerung auch im Alltag attraktiver zu machen: „Dafür wollen wir auch verstärkte Anreize setzen. Dazu gehört auch, die Verknüpfung des öffentlichen Verkehrs mit dem Fahrrad noch stärker zu forcieren.“

Unter den teilnehmenden Gemeinden werden Gutscheine für öko-faire Gemeindefeste sowie Radfahrkurse für Kinder verlost. Weitere Informationen zur Aktion „Wir RADLn in die Kirche“ und Anmeldung bei der Diözesanen Sportgemeinschaft Steiermark unter 0676/8742-2237 bzw. per E-Mail unter bernd.kindermann@graz-seckau.at sowie auf der Website www.dsg.at.
Verfasst am: 15.05.18, 11:03