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Titel: Evangelische Kirche ehrt Michael Häupl
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 30.11.2017

Wiener Bürgermeister erhielt Auszeichnung in Gold

Mit der Auszeichnung der Evangelischen Kirche in Gold wurde der Wiener Bürgermeister Michael Häupl am Donnerstag, 30. November, im Roten Salon des Wiener Rathauses geehrt. Bischof Michael Bünker bedankte sich im Namen der Kirche für die langjährige Unterstützung durch den Bürgermeister und betonte dabei im Besonderen die Bereitschaft Häupls, den Evangelischen den Wiener Rathausplatz für das große Reformationsfest im vergangenen September zur Verfügung zu stellen. Synodenpräsident Peter Krömer pflichtete Bünker bei: „Es war schön, dass wir das 500-jährige Reformationsjubiläum mit 20.000 Menschen an diesem zentralen Ort feiern durften und nicht, wie vor hundert Jahren, im kleinen Kreis im Reichsratssaal bleiben mussten.“ Fast in jeder Wiener Gemeinde seien zudem in den letzten Jahren und Jahrzehnten Baumaßnahmen von der Stadt Wien gefördert und damit das geistliche und diakonische Leben unterstützt worden, so Krömer weiter.

Häupl selbst zeigte sich über die Auszeichnung sehr erfreut: „Sie finden mich – und das passiert selten – etwas sprachlos. Für mich war es immer eine Selbstverständlichkeit, mit der Evangelischen Kirche zusammenzuarbeiten.“ Der Wiener Bürgermeister erinnerte an die Rolle der Kirche in der Flüchtlingskrise 2015 sowie an ihren Einsatz im Schulwesen, im Gesundheitsbereich und in der Arbeit mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen. „Was die Evangelische Kirche hier leistet, ist nicht hoch genug einzuschätzen.“ Zudem bedauerte es Häupl, aus terminlichen Gründen nicht beim Fest am Rathausplatz dabei gewesen zu sein. Auf seinen geplanten baldigen Abschied aus dem Bürgermeisteramt angesprochen, meinte Häupl mit einem Augenzwinkern in Richtung der Kirchenvertreter: „Wir können zwar nicht beweisen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, aber es gibt bestimmt eines nach der Politik, und darauf freue ich mich.“

Von Diakonie-Direktor Michael Chalupka und SchülerInnen der „Inklusiven FIT-Schule“ in Wien bekam Häupl den traditionellen Adventkranz der Diakonie überreicht. Dazu spielte ein Bläserensemble der Johann Sebastian Bach Musikschule.

Michael Häupl (68) ist seit 1994 Bürgermeister der Stadt Wien und wird sein Amt im Jänner 2018 übergeben, die Nachfolge ist noch offen.
Verfasst am: 01.12.17, 08:58
Titel: Evangelische Synoden tagen in Linz
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 29.11.2017

Rückblick auf das Reformationsjubiläum – Vergabe des Diakoniepreises 2017

Rund 70 Delegierte aus ganz Österreich kommen ab Mittwoch, 6. Dezember, in Linz zu den Synoden der Evangelischen Kirchen zusammen. Bis Freitag, 8. Dezember, tagt die Synode der Evangelisch-lutherischen Kirche in Österreich im bischöflichen Priesterseminar der Diözese Linz. Am Donnerstag, 7. Dezember, treffen einander die Synodalen der Evangelisch-reformierten Kirche in der Pfarrgemeinde Linz-Leonding. Freitagnachmittag beginnt dann im Priesterseminar die gemeinsame Generalsynode, die bis Samstagnachmittag berät.

Eröffnet werden die Synoden bereits am Mittwochnachmittag um 17.00 Uhr mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche im Stadtzentrum von Linz, bei dem der Landessuperintendent der Evangelischen Kirche H.B., Thomas Hennefeld, predigen wird. Im Anschluss daran lädt der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer die Kirchenvertreterinnen und -vertreter zu einem Empfang in das Landeskulturzentrum Ursulinenhof. Da gleichzeitig eine Landtagssitzung stattfindet, wird Stelzer bei dem Empfang durch seinen Vorgänger, Altlandeshauptmann Josef Pühringer, vertreten. Vergeben wird im Rahmen des Empfangs auch der diesjährige Diakoniepreis. Seit dem Jahr 2000 zeichnet die Evangelische Kirche A.u.H.B. in Österreich mit diesem Preis besonders innovative Projekte im Bereich der Diakonie aus. Gestiftet wird der Preis in der Höhe von 10.000 Euro seit Beginn der Initiative von der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich.

Inhaltliche Schwerpunkte der Synoden sind neben der Genehmigung des Haushaltsplans für 2018 und legistischen Materien der Rückblick auf die Aktivitäten zum Reformationsjubiläum 2017 sowie ein neu erarbeitetes Dokument zum Thema Friedensethik.

Die Synoden üben die Funktion von Kirchenparlamenten aus. Darin vertreten sind Superintendenten und SuperintendentialkuratorInnen, Delegierte aus verschiedenen kirchlichen Arbeitsbereichen sowie gewählte Synodale aus den Diözesen. Die Generalsynode setzt sich aus den rund 60 Mitgliedern der Synode A.B., sieben Mitgliedern der Synode H.B. sowie drei weiteren Vertreterinnen und Vertretern von Arbeitszweigen der Landeskirche zusammen.
Verfasst am: 01.12.17, 08:57