Neuigkeiten Neuigkeiten
Titel: Newsletter der EVANGELISCHEN AKADEMIE WIEN für Jänner 2018
Autor: MB
Quelle: www.evang-akademie.at vom 2.1.2018

Veranstaltungen im Jänner

Plattform Strafrechtsethik.
Restorative Justice I: Müssen wir strafen?

Strafen bedeutet, einem Menschen absichtlich Übel zuzufügen. Wer sich dessen bewusst wird, ist möglicherweise erschrocken. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Gibt es überhaupt Alternativen zur Strafe, wenn Menschen Schreckliches getan haben, andere verletzen und gefährden?

Bereits jetzt sehen die Rechtssysteme vieler europäischer Länder Alternativen zu Strafen vor. Restorative Justice ist eine auf Wiedergutmachung und Heilung ausgerichtete Justiz. Sie stellt die beteiligten Menschen in den Mittelpunkt und hat durchgängig gute Ergebnisse aufzuweisen.

Unsere neue Veranstaltungsreihe thematisiert und diskutiert Hintergründe und Möglichkeiten der Restorative Justice. In der ersten Sitzung wird dieser Ansatz näher vorgestellt. Im Zentrum steht die Frage: Müssen wir wirklich strafen?

Input: Nicole Lieger, Politologin, Spezialgebiet gesellschaftliche Transformation
Wann: Do, 11. Jänner 2018, 19:00 Uhr
Wo: Albert Schweitzer Haus; Kapelle (4. Stock), Schwarzspanierstraße 13 (2. Stock), 1090 Wien
Anmeldung: Erbeten an akademie@evang.at
Die nächste Veranstaltung der Reihe folgt am 1. März.

++++++++++++++++++++++++++++

Der Pädagogische Salon: Politische Bildung

„Der freiheitliche Rechtsstaat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann“, resümiert E.-W. Böckenförde und fragt, wie dieser in Zeiten der Krise gestützt werden kann. Was bedeutet das in Zeiten von Populismus und Fake-News? Was trägt Demokratie und Menschenrechte, wenn ‚einfache‘ Lösungen überhandnehmen? Böckenförde meinte, dass dies nur Überzeugungen und Werthaltungen der Bürger_innen sein könnten. Diese müssen gebildet werden. In Österreich gibt es kein für alle verpflichtendes Schulfach für politische Bildung. Wie müsste politische Bildung aussehen, die den gegenwärtigen Herausforderungen angemessen ist?

Thomas Hellmuth, Historiker, Geschichts- und Politikdidaktiker, Universität Wien
Patricia Hladschik, Geschäftsführerin von Zentrum polis – Politik Lernen in der Schule
Heide Tebbich, Geschäftsführerin von BAOBAB - Globales Lernen
Manfred Wirtitsch, Leiter der Abteilung für Unterrichtsprinzipien und überfachliche Kompetenzen im Bundesministerium für Bildung

Moderation:
Henning Schluß, Bildungswissenschaftler, Universität Wien; Caroline Vicentini, Studienassistentin am Institut für Bildungswissenschaft, Universität Wien

Wann: Di, 16. Jänner 2018, 19:00 Uhr
Wo: Albert Schweitzer Haus; Kapelle (4. Stock), Schwarzspanierstraße 13 (2. Stock), 1090 Wien
Anmeldung: Erbeten an akademie@evang.at

+++++++++++++++++++++++++++++++

Vorschau auf Veranstaltungen im Februar

Der Christlich-Marxistische Arbeitskreis
Was bedeutet Marxismus heute?

Anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx lesen wir dessen „Thesen über Feuerbach“ und stellen die Frage nach der gegenwärtigen Bedeutung des Marxismus.

Input: Bernd Augustin
Wann: Mi., 14. Februar 2018, 19:00-21 Uhr
Wo: Evangelische Akademie Wien, Albert Schweitzer Haus (2. Stock), Schwarzspanierstraße 13 (2. Stock), 1090 Wien
Anmeldung: Erbeten an g.winkler@evang.at
Verfasst am: 03.01.18, 13:22
Titel: Bischof Bünker und Erika Pluhar sprechen über Bachs Weihnachtsoratorium
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 3.1.2018

Aufführung von „BachWerkVokal“ in Salzburger Christuskirche


Mit den abschließenden Teilen V und VI des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach eröffnet das „BachWerkVokal Salzburg“ am Samstag, 6. Jänner in der Salzburger Christuskirche das neue Jahr. Bischof Michael Bünker und Schauspielerin Erika Pluhar begleiten die musikalische Darbietung mit Wortbeiträgen zu dem 1734 uraufgeführten Weihnachtsklassiker, der zu den bekanntesten Werken des Leipziger Barockkomponisten Bach zählt.

„Mit dem Format wollen wir Menschen des öffentlichen Lebens einladen, persönlich Stellung zu Bachs Stück zu beziehen. Es geht uns darum, interessante Köpfe zusammenzubringen, die etwas zu sagen haben“, schildert der Salzburger Diözesankantor und Leiter des Ensembles, Gordon Safari. Teil I und II waren bereits am 26. Dezember, Teil III und IV zu Silvester zur Aufführung gelangt. Wie bei den Wortbeiträgen nähere man sich mit dieser Aufführungspraxis an die historisch ursprüngliche Form an, so Safari. Zu Bachs Zeiten waren die sechs einzelnen Kantaten in sechs verschiedenen Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag und Epiphanias am 6. Jänner zu hören gewesen, nach den musikalischen Teilen kam jeweils die Predigt. Heute werden meist ausgewählte Teile in einem einzigen Termin zusammengefasst.

Den Beitrag zu Teil I und II hatte am 26. Dezember Ulrich Leisinger, Professor am Salzburger Mozarteum und Bachforscher, beigesteuert. Die Statements zu Teil III und IV waren am 31. Dezember von Performancekünstler Hubert Lepka und Regisseur Adrian Goiginger („Die beste aller Welten“) gekommen.

Die Aufführung mit den Beiträgen von Michael Bünker und Erika Pluhar findet am Samstag, 6. Jänner, um 16 Uhr in der Salzburger Christuskirche statt. Weitere Informationen: www.bachwerkvokal.com
Verfasst am: 03.01.18, 13:20