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Titel: Advent-Kranz und Kekse als Geschenk: Kinder besuchen VdB
Autor: MB
Quelle: https://www.wochenblick.at v. 30.11.2018

In vielen österreichischen Haushalten hält er in diesen Tagen wieder Einzug: Der Adventkranz zählt traditionell zum weihnachtlichen Brauchtum. Unser Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat nun einen besonders großen Adventkranz – mit 23 Kerzen, jeweils für jeden Tag ab dem ersten Adventsonntag am 2. Dezember – bekommen.

Überreicht wurde der „Original Diakonie-Adventkranz“ anlässlich des Antrittsbesuch der neuen Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser. Moser überbrachte ihn gemeinsam mit dem evangelischen Bischof Michael Bünker. Auch zahlreiche Diakonie-Kinder waren bei dem Besuch anwesend.

Anerkennung für VdB

„Die Diakonie macht sich stark für ein gutes soziales Netz, das stützt und schützt“, betonte VdB anlässlich des Besuchs. Die Diakonie Österreich setzt sich im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe auch leidenschaftlich für sogenannte „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ ein.

„Es soll auch die guten Wünsche von Kirche und Diakonie zum Ausdruck bringen, mit denen wir alle begleiten, die in verantwortungsvoller Weise ihre politische Funktion ausüben und dem Gemeinwohl dienen“, betont Bünker zur Überreichung des üppigen Adventkranzes.
Verfasst am: 03.12.18, 10:12
Titel: Ehe für alle spaltet evangelische Kirche
Autor: MB
Quelle: https://www.neue.at/osterreich v. 1.12.2018

Liberal gegen traditionell: Die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ist für die evangelische Kirche eine Zerreißprobe

Die Ehe ist ein weltlich Ding“ – diese Aussage Martin Luthers sorgt aktuell für turbulente Zeiten innerhalb der evangelischen Kirche in Österreich. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes, wonach gleichgeschlechtliche Partner per 1. Jänner 2019 ebenfalls eine Ehe eingehen können – und so heterosexuellen Paaren gleichgestellt werden. Doch genau diese Gleichstellung bringt die evangelische Kirche nun ins Wanken: Denn dort ist die Ehe (anders als bei der katholischen Schwester) weder ein Sakrament, noch kennt sie ein eigenes Eherecht – siehe Luther-Zitat. Theoretisch schlagen damit Änderungen auf staatlicher Ebene direkt auf die kirchliche durch. Das hat nun die Evangelischen im Land in zwei Blöcke geteilt: Der liberale möchte eine Öffnung der Kirche und damit eine Trauung von homosexuellen Gläubigen. Der traditionelle will diese heterosexuellen Paaren vorbehalten. „Die Diskussion darüber wird emotional geführt“, bestätigt Bischof Michael Bünker. Er selbst sieht sich in dem Konflikt in erster Linie als Moderator, als Brückenbauer zwischen den Lagern.

Das nächste Mal gegenüber sitzen sich die Vertreter der beiden Blöcke kommende Woche: Ab 5. November berät die Synode, das „evangelische Kirchenparlament“, über die „Ehe für alle“. Aus dem Umfeld ist zu hören, dass es keine Lösung für alle geben wird. Eine Variante wäre, die Gemeinde entscheiden zu lassen – damit dürfte jedoch auf dem ganzen Pfarrgebiet keine Trauung homosexueller Paare stattfinden. Eine andere, wahrscheinlichere, Variante wäre, dass der Pfarrer/die Pfarrerin für sich entscheiden kann, ob er/sie gleichgeschlechtliche Paare traut – oder eben nicht.

Der Bischof denkt an ein Verschieben der Entscheidung auf das Frühjahr – um das heiße Eisen ein wenig abkühlen zu lassen. Doch das will nicht jeder in der Kirche: Bünker geht 2019 in Pension. Gibt es keine Lösung, kann die „Homo-Ehe“ zum Klotz am Bein für die Nachfolgerin (!) werden – viele Evangelische wünschen sich eine Frau als neue Bischöfin.

Hubert Patterer und Monika Schachner
Verfasst am: 03.12.18, 10:10