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Titel: 500 Jahre Reformation in Radio und TV
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 18.10.2017

ORF-Programmschwerpunkt zum Reformationsjubiläum

Rund um das 500-Jahr-Jubiläum der Reformation widmet der ORF den Evangelischen in Österreich einen Programmschwerpunkt. Der Blick richtet sich dabei sowohl auf die historischen Ereignisse rund um den Reformator Martin Luther und das Jahr 1517, als auch auf die gegenwärtige Situation der drei Evangelischen Kirchen in Österreich – der lutherischen, der reformierten und der methodistischen – und ihrer Mitglieder.

Nach der Live-Übertragung vom großen Reformationsfest am Wiener Rathausplatz präsentiert die Sendung „kreuz und quer“ am Dienstag, 24. Oktober, um 22:35 Uhr in ORF 2 „Ein anderes Land – Die Reformation in Österreich“. Regisseur Peter Beringer skizziert den schnellen Aufstieg des Protestantismus im Österreich des 16. Jahrhunderts sowie seinen ebenso raschen Sturz in der darauffolgenden Gegenreformation.

„Frauen mit Verantwortung“ ist die Sendung „Evangelisch in Wien“ am Donnerstag, dem 26. Oktober, um 17:35 Uhr in ORF 2 auf der Spur. Anita Lackenberger bat fünf evangelische Frauen aus Wien vor die Kamera und zeichnete persönliche Porträts im Spannungsfeld von Glauben und Frauenpower.

Am Sonntag, dem 29. Oktober, kommt der Fernsehgottesdienst live aus der Evangelischen Kirche in Schladming, wo Bischof Michael Bünker und Pfarrer Gerhard Krömer mit der Gemeinde feiern. Ab 9:30 Uhr in ORF 2 zu sehen.

Uwe Jansons Historiendrama „Zwischen Himmel und Hölle“ geht am Montag, 30. Oktober, um 20:15 Uhr in ORF 2 dem Leben und Wirken Martin Luthers nach. Luther, gespielt von Maximilian Brückner, zeitigt mit seinen 95 Thesen auch dank des Buchdrucks gravierende Folgen für Politik, Kirche und Gesellschaft.

In „Guten Morgen Österreich“ ist am Reformationstag, 31. Oktober, von 6.30 bis 9.30 Uhr der niederösterreichischen Superintendenten Lars Müller-Marienburg zu Gast. Die Sendung kommt live aus Maria Taferl.

Die ZIB 2 History „500 Jahre Reformation – Luther und Österreich“ schlägt am Abend des Reformationstags um 22:25 Uhr auf ORF 2 den Bogen von Martin Luther über die schwierige Geschichte der Evangelischen in Österreich bis zum gegenwärtigen Verhältnis von Evangelischen und Katholiken. Im Studio bei Lou Lorenz-Dittlbacher: der Bischof der Evangelischen Kirche A.B. Michael Bünker und der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn.

Unmittelbar danach zeigt um 23:10 Uhr ORF 2 eine Ausgabe von „kreuz und quer“ unter dem Titel „Martin Luther – Ein Mönch gegen Höllengeschäfte“. Thomas Furch blickt auf die Eskalation der Auseinandersetzung des Reformators Martin Luther mit dem Vatikan, fragt aber auch nach Annäherungsschritten zwischen Evangelischen und Katholiken in der heutigen Ökumenebewegung.

ORF III widmet am Reformationstag einen ganzen „Kulturdienstag“ der Reformation: Um 20:15 Uhr erkundigt sich in „Aus dem Rahmen“ Karl Hohenlohe bei einem Spaziergang mit Bischof Michael Bünker durch die Wiener Innenstadt über die Auswirkungen der Reformation in Österreich. In „Erbe Österreich“ um 21:10 Uhr geht Christian Papke den evangelischen Spuren im sonst vom katholischen Barock geprägten Land nach – auf der Route liegen unter anderem Steyr, Graz und Villach. Und in „Mythos Geschichte“ um 22:50 Uhr rückt das Medium in den Mittelpunkt, das die Reformation wie kein anderes vorangetrieben hat: der Buchdruck.

Am Mittwoch, dem 1. November, überträgt ORF III ab 9:55 Uhr eine Matinee des Arnold Schoenberg Chors unter der Leitung von Erwin Ortner aus der katholischen Pfarrgemeinde Perchtoldsdorf, die heuer ihr 800-jähriges Gestehen feiert. Auf dem Programm steht die h-Moll Messe des Protestanten Johann Sebastian Bach.

Die Reformation im Radio

Das Salzburger Nachtstudio setzt sich am Mittwoch, dem 18. Oktober, um 21:00 Uhr in Ö1 mit dem Thema „Reformation und Wissenschaft“ auseinander.

Die Ö1-Reihe „Logos – Glauben und Zweifeln“ zieht am Samstag, dem 28. Oktober, um 19:05 Uhr eine Bilanz über ein Jahr der Feierlichkeiten und die 499 Jahre davor.

In den „Gedanken für den Tag“ auf Ö1 ist „Der Funken an der Lunte“ mit Bischof Michael Bünker von Montag, dem 30. Oktober, bis Samstag, dem 4. November, jeweils um 6:56 Uhr zu hören. Aus Anlass des Reformationsjubiläums und wegen ihrer erstaunlichen Aktualität lohne es sich, noch 500 Jahre später einen Blick auf die 95 Thesen zu werfen, meint Bünker.

Der Radiogottesdienst zum Reformationstag am Dienstag, dem 31. Oktober, kommt heuer aus der Christuskirche in Wien Favoriten. Den Gottesdienst feiern gemeinsam mit der Gemeinde der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld, der Ortspfarrer Michael Wolf und Pfarrerin Heike Wolf. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernimmt der Chor der Studienrichtung Kirchenmusik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien unter der Leitung von Professor Thomas Kiefer. Zu hören ab 10 Uhr auf Ö1.

Das Martin-Luther-Zitat „Hier stehe ich und kann nicht anders!“ ist der Titel der Reihe „Im Gespräch“ am Donnerstag, dem 2. November, um 21:00 Uhr in Ö1. Aufgezeichnet wurde die Sendung im Rahmen der Matinee „Europa im Diskurs – Debating Europe“ am 1. Oktober im Wiener Burgtheater. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz diskutierten Bischof Michael Bünker, Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin und Publizistin, Shalini Randeria, Rektorin des IWM und Soziologin, Viola Raheb, Friedensaktivistin und Theologin, und die österreichische Politikerin Heide Schmidt über die Rolle der individuellen Verantwortung und ihre Grenzen in der sich verändernden Welt.
Verfasst am: 19.10.17, 13:13
Titel: Religiöser Verhaltenskodex für Uni Hamburg
Autor: MB
Quelle: www.orf.at vom 18.10.2017

Die deutsche Universität Hamburg hat nach eigenen Angaben als landesweit erste Hochschule in einem Verhaltenskodex geregelt, wie Studierende an der Uni ihren Glauben leben und ausüben können.

Der Kodex solle „das respektvolle und friedliche Miteinander bei der Ausübung verschiedener Glaubensüberzeugungen regeln“, sagte Uni-Präsident Dieter Lenzen am Mittwoch bei der Vorstellung des Papiers. Konkret geht es etwa um die Frage, ob und wann Studierende religiöse Symbole wie das Kreuz oder den Davidstern verwenden und Kopfbedeckungen tragen können.

Eine Kommission aus zehn Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen hatte den sieben Punkte umfassenden „Verhaltenskodex zur Religionsausübung an der Universität Hamburg“ erarbeitet, so ein dpa-Bericht von Benjamin Haller. Zur Frage der Vollverschleierung muslimischer Frauen sagte Lenzen: „Wir lassen das ausdrücklich zu“ - allerdings mit Einschränkungen. Demnach ist etwa bei Prüfungen zur Feststellung der Identität keine Vollverschleierung gestattet.

Nach Angaben der Universität hatte es immer wieder Konflikte bei der Religionsausübung gegeben. So hatten einige Studenten gefordert, die Vorlesungen nach den Gebetszeiten der Muslime auszurichten. Es habe organisierte Freitagsgebeten eines salafistischen Predigers in einem Uni-Institut gegeben - „ein Akt konfrontativer Religionsausübung“, so der Präsident. Vorgekommen sei auch „aggressive Schulmeisterei“ junger Männer, die muslimische Studentinnen dazu bringen wollten, ein Kopftuch zu tragen.

Lenzen führte als Beispiel auch an, dass ein junger Mann immer wieder mit lauten „Jesus“-Rufen aufgefallen sei - es gehe keineswegs nur um Muslime. Die zehn Punkte umfassenden „Ausführungsbestimmungen“ zum Verhaltenskodex stellen klar, dass religiöse Feste ausschließlich in dem vor zehn Jahren eingerichteten „Raum der Stille“ begangen werden dürfen. Der Forderung einiger Studenten, die Vorlesungen nach den Gebetszeiten der Muslime auszurichten, erteilte die Kommission hingegen eine klare Absage.
Verfasst am: 19.10.17, 11:20