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Titel: Ökumenische „Weltgebetswoche für die Einheit der Christen“
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 10.1.2018

Konfessionsübergreifende Veranstaltungen in ganz Österreich

Von 18. bis 25. Jänner findet wieder die „Weltgebetswoche für die Einheit der Christen“ statt. Während der Gebetswoche kommen weltweit Christen aus unterschiedlichen Konfessionen zusammen, um gemeinsam für die Einheit der Christenheit zu beten. Das internationale Leitthema der Woche ist heuer dem biblischen Buch Exodus entnommen („Deine rechte Hand, Herr, ist herrlich an Stärke“). Es wurde von einer ökumenischen Gruppe in der Karibik ausgewählt und soll auf den Glauben an die rettende Hand Gottes im Kampf um Menschenwürde in der Region verweisen.

Veranstaltungen in den Bundesländern

In Österreich sind in den acht Tagen – und auch danach – zahlreiche Veranstaltungen in allen Bundesländern vorgesehen. Der traditionelle zentrale Gottesdienst des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) zur Weltgebetswoche findet am Donnerstag, 25. Jänner, um 18 Uhr in der serbisch-orthodoxen Kirche Neulerchenfeld im 16. Wiener Gemeindebezirk statt. Die Predigt bei dem Gottesdienst, den der ÖRKÖ seit 1959 jährlich veranstaltet, hält heuer der reformierte Landessuperintendent und ÖRKÖ-Vorsitzende Thomas Hennefeld.

Aus terminlichen Gründen erst am 31. Jänner lädt Kardinal Christoph Schönborn die Spitzenrepräsentanten der christlichen Kirchen in Österreich zum traditionellen Ökumenischen Empfang. Dieser beginnt um 18 Uhr mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der Kirche des Wiener Schottenstifts (Freyung 6, 1010 Wien). Der anschließende Empfang für geladene Gäste findet im Erzbischöflichen Palais statt.

In Linz gibt es anlässlich der Weltgebetswoche am Dienstag, 23. Jänner, um 18.30 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst in der koptisch-orthodoxen Kirche (Wiener Straße 270). Gastgeber ist der koptische Bischof von Österreich, Anba Gabriel; der Linzer Bischof Manfred Scheuer wird die Predigt halten. Veranstalter des Gottesdienstes ist das Forum der christlichen Kirchen in Oberösterreich.

In Salzburg feiern die Kirchen am Mittwoch, 24. Jänner, um 18 Uhr in der Stiftskirche St. Peter einen ökumenischen Stadtgottesdienst. Schon am Freitag, 19. Jänner, laden im Rahmen der Weltgebetswoche die Ukrainisch-griechisch-katholische Kirche und die Rumänisch-orthodoxe Kirche zu einer byzantinischen Vesper (19 Uhr) in die St. Markus Kirche in Salzburg (Franz-Josef-Kai 21).

In Innsbruck laden die christlichen Kirchen am Donnerstag, 25. Jänner, zu einem ökumenischen Gottesdienst in den St. Jakobsdom (Beginn 19 Uhr).

Im Landhaus in St. Pölten findet am Sonntagabend, 21. Jänner, um 18 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst statt, zu dem der Ökumenische Arbeitskreis Niederösterreich West einlädt.

Das Ökumenische Forum Steiermark veranstaltet von 26. bis 27. Jänner das traditionelle Ökumenische Wochenende, das heuer unter dem Motto „Gräben überwinden!“ steht. Die Kirchen wollen laut Ankündigung der Frage nachgehen, „was wir tun können, um in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft wieder miteinander ins Gespräch zu kommen“.

Langer Weg zur gemeinsamen Woche

Die Weltgebetswoche in ihrer heutigen Form geht auf zwei unabhängige Initiativen zurück: zum einen auf eine Gebetsoktav zwischen 18. und 25. Jänner, die der später zum Katholizismus konvertierte Anglikaner Paul Wattson 1908 einführte; diese wurde 1916 von Papst Benedikt XV. für die gesamte Römisch-katholische Kirche verbindlich erklärt und 1959 unter Papst Johannes XXIII. modifiziert. Zum anderen auf eine Gebetswoche für die Einheit, die ein Vorbereitungsausschuss für die „Weltkonferenz für Glaube und Kirchenverfassung“ 1920 initiiert hatte. Ab den 1960er Jahren wurden die Inhalte der beiden Gebetswochen aufeinander abgestimmt, seit 1973 erarbeitet eine ökumenische Gruppe in jeweils wechselnden Ländern einen gemeinsamen inhaltlichen Entwurf für die Gottesdienste, Meditationen und Gebete der acht Tage.

Weitere Informationen unter www.oekumene.at
Verfasst am: 11.01.18, 09:36
Titel: Evangelische Jugend präsentiert neue Broschüre zu Kinderschutz
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 10.1.2018

„begegnen – wachsen – stützen“ geht an alle Pfarrgemeinden

Mit einer neuen Broschüre informiert die Evangelische Jugend Österreich (EJÖ) über ihre bundesweite Kinderschutzrichtlinie, die Qualitätsstandards in der „Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Verantwortung gegenüber Gott und den Menschen“ definiert. Die gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Rechte der Kinder vor sexueller Ausbeutung (ECPAT) erarbeitete Broschüre „begegnen – wachsen – stützen“ fasst die Inhalte der Kinderschutzrichtlinie zusammen und wird an alle evangelischen Pfarrgemeinden in Österreich verschickt.

Wesentliche Eckpfeiler der Kinderschutzrichtlinie sind die Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die Begleitung von Kindern und Jugendlichen. So ist für haupt- und nebenamtlich Mitarbeitende der EJÖ im ersten Dienst- oder Amtsjahr eine zumindest eintägige Basisschulung verpflichtend, Ehrenamtlichen wird diese Schulung dringend empfohlen. In der Begleitung von Kindern solle es darum gehen, Selbstvertrauen zu stärken und Beziehungs- und Liebesfähigkeit sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität zu entwickeln. Im Wortlaut heißt es: „Wir fördern Kinder und Jugendliche in einem ganzheitlichen Verständnis von Sexualität, welches Körper, Geist und Seele als Einheit wahrnimmt. In der Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen erfahren und setzen Kinder und Jugendliche Grenzen (Nähe und Distanz), lernen diese zu achten und ‚STOPP‘ zu sagen.“

Darüber hinaus skizziert die Broschüre einen Krisenplan für den Verdachtsfall von (sexualisierter) Gewalt unter den Prinzipien des Opferschutzes und der Unschuldsvermutung. Eine bedeutende Funktion nehmen hierbei die Vertrauenspersonen der EJÖ ein, die bei Verdachtsfällen kontaktiert werden können, um weitere Schritte einzuleiten.

Die Kinderschutzrichtlinie „begegnen – wachsen – unterstützen“, auf der die aktuelle Broschüre beruht, wurde im Jahr 2013 vom Jugendrat für Österreich beschlossen. In dem bundesweiten Gremium der EJÖ sind Delegierte aus den Diözesen sowie alle haupt- und ehrenamtlich auf Bundesebene tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertreten. Im laufenden Arbeitsjahr hat sich der Jugendrat erneut klar für die intensive Arbeit an der Umsetzung der Kinderschutzrichtlinie ausgesprochen.

Die nächsten Basisschulungen sind am 12. und 19. Jänner in Innsbruck, am 20. Februar in der Ramsau und am 24. März in Bad Aussee. Vom 2. bis 4. März findet in Spital am Pyhrn eine PräventionstrainerInnen-Ausbildung statt. Nähere Infos unter www.ejoe.at
Verfasst am: 11.01.18, 09:35