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Titel: Erste Kandidaten für Bischofswahl
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 20.3.2019

Michael Chalupka und Andreas Hochmeir wurden im Burgenland, Andreas Hochmeir in NÖ nominiert – weitere Diözesen folgen bis 30. März

Bad Tatzmannsdorf/Haindorf/Wien (epdÖ) – Burgenland und Niederösterreich haben als erste Diözesen ihre Nominierungen für die Wahl zur Bischöfin oder zum Bischof der evangelisch-lutherischen Kirche bekanntgegeben. Die Delegierten der burgenländischen Pfarrgemeinden nominierten bei der Sitzung der Superintendentialversammlung am Samstag, 16. März, in Bad Tatzmannsdorf den früheren Diakonie-Direktor Michael Chalupka und den oberösterreichischen Senior und Pfarrer aus Wallern, Andreas Hochmeir. Hochmeir wurde auch von der niederösterreichischen Superintendentialversammlung nominiert, die ebenfalls am Samstag in Haindorf tagte.

Am kommenden Samstag folgen die Nominierungen der Diözesen Kärnten/Osttirol, Wien, der Steiermark und Salzburg/Tirol, bis dann die oberösterreichische Superintendentialversammlung am 30. März die Reihe der Nominierungen für die Bischofswahl abschließen wird.

Die Wahl zum Bischof oder zur Bischöfin findet am Samstag, 4. Mai, in Wien statt und ist notwendig, da der amtierende Bischof Michael Bünker Ende August in den Ruhestand tritt. Bis 31. März kann jede Superintendentialversammlung zwei KandidatInnen für die Wahl vorschlagen, die dann durch die Synode A.B. erfolgt. Wählbar zum Bischof oder zur Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Österreich sind akademisch ausgebildete, ordinierte geistliche Amtsträger oder Amtsträgerinnen österreichischer Staatsbürgerschaft, die das 40. Lebensjahr vollendet haben. Für die Wahl selbst ist eine Zweidrittelmehrheit der Stimmen notwendig. Gewählt wird der Bischof oder die Bischöfin auf eine Amtszeit von zwölf Jahren. Eine Wiederwahl ist möglich.
Verfasst am: 21.03.19, 10:51
Titel: Thema Karfreitag
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 20.3.2019

„Zentrale Bedeutung für Evangelische“ – Die wichtigsten Infos im Überblick

Der Karfreitag ist für Christinnen und Christen – besonders für evangelische – von zentraler Bedeutung. Ohne Kreuzestod keine Auferstehung, ohne Karfreitag kein Ostern. An diesem Tag wird sichtbar: Gott begibt sich selber ins menschliche Leid. Der Karfreitag ruft gleichzeitig auch auf, den Leidenden zu helfen und Leid entgegenzutreten.

Seit dem Jahr 1955 galt der Karfreitag für Evangelische als gesetzlicher Feiertag. Damit war auch der besonderen Geschichte der Evangelischen als Minderheit in Österreich Ausdruck verliehen worden. Über Jahrhunderte hinweg wurden Evangelische in diesem Land unterdrückt, verfolgt, vertrieben.

Mit der Ende Februar getroffenen Entscheidung der Regierungsparteien, den Karfreitag als Feiertag zu streichen, wird stark in die Freiheit der Religionsausübung für Evangelische eingegriffen. Evangelische müssen nun Urlaub nehmen, um am Karfreitag den Gottesdienst besuchen zu können. Ein Urlaubstag kann dazu als „persönlicher Feiertag“ gewidmet werden, das muss 2019 bis 5. April (zwei Wochen vor Karfreitag) geschehen. In den kommenden Jahren muss der „persönliche Feiertag“ drei Monate vorher beim Arbeitgeber angemeldet werden.

Die Evangelische Kirche in Österreich lehnt diese Regelung ab. In die Entscheidung der Bundesregierung war sie nicht eingebunden. Dennoch wird sie sich weiterhin für eine bessere Regelung einsetzen, die keine Religionsgemeinschaft diskriminiert. Rechtliche Schritte gegen diese Regelung werden geprüft.

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund um den Karfreitag:

Karfreitag: Synode fordert in Resolution neue sachgerechte Regelung

Die Resolution zum Karfreitag im Wortlaut

Bischof Bünker wendet sich in Brief an alle Pfarrgemeinden

Synodenpräsident Krömer: Blankes Entsetzen über Äußerungen von Kanzler Kurz
Verfasst am: 21.03.19, 10:51