Neuigkeiten Neuigkeiten
Titel: Weltmissionskonferenz in Tansania mit Afrika-Schwerpunkt
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 7.3.2018

Kärntner Pfarrer Norman Tendis gestaltet Workshop über gerechte Wirtschaftssysteme

Die internationale ökumenische Konferenz für Weltmission und Evangelisation findet von 8. bis 13. März im tansanischen Arusha statt. Der Schwerpunkt der von der Kommission für Weltmission und Evangelisation des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) durchgeführten Konferenz liegt auf der Förderung des Beitrags afrikanischer Länder zum gegenwärtigen Verständnis von Missionstheologie und -praxis. Die Weltmissionskonferenz wird nur einmal pro Jahrzehnt abgehalten, letzter Schauplatz war Athen 2005.

„In Arusha werden wir gemeinsam an verschiedenen Themen zu Theorie und Praxis von Mission arbeiten und nach neuen Wegen suchen, Gottes Auftrag im heutigen Kontext treu zu bleiben“, sagt Metropolit Geevarghese Mor Coorilos, Leiter der veranstaltenden ÖRK-Kommission, über die Ziele der Zusammenkunft. Mor Coorilos unterstreicht auch die Bedeutung der Konferenz für den afrikanischen Kontinent. Sechs Jahrzehnte nach der letzten derartigen Veranstaltung in Ghana 1958 käme die Weltmissionskonferenz nach Afrika zurück, „wo wir heute das Gravitationszentrum des weltweiten Christentums wahrnehmen. Arusha, so hoffen wir, wird eine Auseinandersetzung mit den reichen theologischen und kulturellen Quellen Afrikas sein.“

Für Österreich wird der Kärntner Pfarrer Norman Tendis an der Konferenz teilnehmen. Der Verantwortliche für das kirchliche Projekt „Wirtschaft im Dienste des Lebens“ war vom ÖRK für die Abhaltung eines Workshops zu sozial gerechter Ökonomie angefragt worden. „Jesus fordert eine Wirtschaft des Lebens, in der alle Menschen ‚Leben in Fülle‘ haben“, verweist Tendis auf eine Passage des Johannes-Evangeliums und knüpft daran die Frage: „Wie können wir – als Kirchen, Kongregationen, Christen – Botschafter eines solchen Lebens in Fülle sein?“ Das Ziel einer daran orientierten Wirtschaft müsse darin bestehen, „mangelproduzierende Wirtschaftssysteme zu überwinden und die Fülle von Gottes Schöpfung wiederzuerlangen und zu teilen.“

Die Ursprünge der Konferenz für Weltmission und Evangelisation reichen in das Jahr 1910 zurück. Aus dem Treffen im schottischen Edinburgh ging das International Missionary Council (IMC) hervor, das 1961 in den ÖRK integriert wurde. Der heutigen Kommission für Weltmission und Evangelisation (CWME) gehören 25 Mitglieder aus den im ÖRK vertretenen Kirchen sowie aus Missionseinrichtungen und Kirchen an, die nicht dem ÖRK angehören, wie zum Beispiel der Römisch-katholischen.
Verfasst am: 09.03.18, 10:00
Titel: Evangelisches Werk für Diakonie und Bildung startet in Wien
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 7.3.2018

Malekpour: „Mit Diakonie und Bildung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen“

„Diakonie und Bildung sind jene zwei Bereiche, in denen die Evangelische Kirche verstärkt ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Österreich leisten will“, sagt Gisela Malekpour. Die niederösterreichische Superintendentialkuratorin ist seit 2. März Vorsitzende des ehrenamtlichen Kuratoriums im Evangelischen Schulwerk und dem Evangelischen Werk für Diakonie und Bildung (EWDB), die gemeinsam die Diakonie Eine Welt bilden. „Die Diakonie Eine Welt intensiviert ihr Engagement in der Profilierung evangelischer Bildung im Raum Wien und will ihre Kompetenzen, die sie in der Arbeit für Menschen auf der Flucht in den letzten Jahrzehnten aufgebaut hat, sichern sowie ihr Engagement im Integrations- und Menschenrechtsbereich gerade in herausfordernden Zeiten fortsetzen“, betont der Rektor der Diakonie Eine Welt, Michael Bubik. Dazu hat die Synode der Evangelischen Kirche A.B. im Dezember neben dem Evangelischen Schulwerk das Evangelische Werk für Diakonie und Bildung ins Leben gerufen. Nun hat sich das Kuratorium konstituiert. Bubik zeigt sich erfreut, dass dafür „namhafte und hochkompetente“ Personen aus dem evangelischen Österreich und aus verschiedensten fachlichen Richtungen gewonnen werden konnten. Stellvertreter von Vorsitzender Gisela Malekpour ist Bernd Rießland (Finanzvorstand Sozialbau), weiters gehören dem Kuratorium an Rudolf Götz (Senior Labour Market Expert bei der Österreichischen Studien- und Beratungsgesellschaft, Dagmar Lagger (Abteilungsleiterin an der KPH Wien-Krems), SORA-Geschäftsführer Günther Ogris, Hellmut Santer (Vorstand OSB International), die emeritierte Professorin an der KPH Wien-Krems Elisabeth Schwarz und Personalberaterin Gundi Wentner (Deloitte Österreich). Wiederbestellt als Geschäftsführer des EWDB sowie des Evangelischen Schulwerks A.B. Wien wurde Michael Bubik, zum zweiten Geschäftsführer mit dem Schwerpunkt Bildung bestellte das Kuratorium des Schulwerks ab 1.9.2018 Pfarrer Michael Chalupka, den bisherigen Direktor der Diakonie Österreich.
Verfasst am: 09.03.18, 09:59