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Titel: „Campus der Religionen“ in Wien soll 2022 stehen
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 27.2.2019

Bauverantwortung liegt bei einzelnen Glaubensgemeinschaften

Wien (epdÖ) – Bis 2022 soll der „Campus der Religionen“ in der Wiener Seestadt Aspern realisiert werden. Das hat der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Dienstag, 26. Februar, vor Medienvertretern bekanntgegeben. Bei dem Pressegespräch im Anschluss an ein „Frühstück der Religionen“ mit Repräsentanten österreichischer Glaubensgemeinschaften sagte Ludwig zu dem interreligiösen Bauprojekt, bei dem auf 10.000 Quadratmetern Sakralbauten und gemeinsame Räume entstehen sollen: „Die Stadt Wien wird sich um Grundstücke bemühen, für einzelne Projekte übernehmen die Religionsgemeinschaften die Verantwortung“, und das sowohl architektonisch als auch finanziell. Das widerspricht dem ursprünglichen Plan, wonach einheitliche Gebäude entstehen hätten sollen. Durch Sammlungen in der Zivilgesellschaft könnten Zuschüsse gewährt werden, diese kämen aber nicht direkt aus dem Stadtbudget, so Ludwig. An dem Gespräch hatten sich unter anderem Kardinal Christoph Schönborn, der Wiener evangelische Superintendent Matthias Geist und der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Ümit Vural beteiligt.

Schönborn: KPH-Campus soll nach Aspern übersiedeln

In die Seestadt übersiedeln soll auch der jetzt in Strebersdorf angesiedelte Campus der kirchlichen pädagogischen Hochschule Wien/Krems (KPH). „Dass die KPH übersiedelt ist ein klarer Wunsch“, sagte Kardinal Christoph Schönborn, deutete damit aber zugleich an, dass die Übersiedlung noch nicht fixiert ist. Es gehe in Aspern „nicht um eine Festung der Religionen, sondern um einen Campus, um ein offenes Feld“. Die Ansiedlung der KPH sei ein „Anschauungsmodell, wie religiöses Miteinander in dieser Stadt funktionieren könne“.

Geist: Große finanzielle Aufgabe für Kirchen

Der Wiener Superintendent Matthias Geist zeigte sich von dem interreligiösen Gespräch bei Bürgermeister Ludwig zwar zufrieden, sieht aber auch eine große finanzielle Aufgabe auf die Wiener Diözese zukommen: „Wir werden einerseits ordentlich in die Tasche greifen müssen, aber auch auf Kooperationen angewiesen sein“, sagte Geist im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst. Konkrete Pläne konnte Geist noch nicht nennen, er persönlich denke aber sowohl an einen Raum für Gottesdienste als auch einen Ort für ein Wirken „nach außen“. Die evangelische Pfarrgemeinde vor Ort in Wien Donaustadt werde in das Projekt zwar stark eingebunden, Geist zeigt sich aber überzeugt, dass von dem Projekt „ganz Wien profitiert“.

Vural: Hoffe auf Unterstützung von der Basis

Unklar bezüglich der Finanzierung zeigt sich gegenüber dem epd auch Ümit Vural, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich. Hier werde viel davon abhängen, „welche Unterstützung wir aus der Basis bekommen“. Davon sei auch abhängig zu machen, in welcher Form der muslimische Teil des Projektes umgesetzt werden könne, auch wenn sich Vural persönlich eine Lösung wünscht, die sich über die Islamische Glaubensgemeinschaft hinaus öffnet.

In das Projekt „Campus der Religionen“ eingebunden sind die Römisch-katholische Kirche, die Evangelischen Kirchen A.B. und H.B., die Griechisch-orientalische Kirche, die Israelitische Religionsgemeinschaft, die Islamische Glaubensgemeinschaft, die Österreichisch-Buddhistische Religionsgemeinschaft, die Neuapostolische Kirche in Österreich und die Religionsgemeinschaft der Sikhs.
Verfasst am: 28.02.19, 09:29
Titel: Evangelische Akademie Wien - Veranstaltungen im März
Autor: MB
Quelle: www.evang-akademie.at vom 22.2.2019

Evangelische Akademie Wien
Veranstaltungen im März 2019

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Do, 7. März 2019, 19 Uhr
Albert Schweitzer Haus, Kapelle (4. Stock)

Die Justiz im Spannungsfeld des öffentlichen Interesses

In einem Rechtsstaat hat jede Person das Recht auf ein faires Verfahren. Gleichzeitig ist die Frage, was als fair gelten kann, nicht abschließend geklärt. Art, Höhe und Ausmaß von Strafen sind notwendigerweise Teil eines breiteren gesellschaftspolitischen Diskurses. Öffentlichkeitswirksame Delikte eröffnen die Frage nach dem Einfluss von gesellschaftlichen Stimmungslagen auf die Rechtsprechung. Verändern mediale Debatten die Härte von Urteilen? Wie ist es zu beurteilen, wenn Stimmungslagen herangezogen werden, um Verschärfungen im Strafrecht zu legitimieren?

Vortrag von:

Alois Birklbauer, Univ.-Prof für Strafrecht, Johannes Kepler Universität Linz

Anschließende Diskussion mit:

Friedrich Forsthuber, Präsident des Landesgerichts für Strafsachen Wien
Nina Horaczek, Politologin, Journalistin, Wochenzeitung „Der Falter“
Christian Pilnacek, Generalsekretär im Justizministerium

Moderation:
Susanne Reindl-Krauskopf, Univ.Prof.in für Strafrecht, Universität Wien

Kooperation: Evangelische Gefängnisseelsorge

Ort: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien
Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen bitten wir jedoch um Anmeldung

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Mi, 13. März 2019, 19 Uhr
Albert Schweitzer Haus, Kapelle (4. Stock)

Der Pädagogische Salon - Gibt es ein zu viel an Religion?
Religiöse Bildung im Kindergarten

Die Bedeutung religionssensibler Bildung setzt sich in einer pluralen Gesellschaft durch, auch wenn es die Befürchtung gibt, dass religiöse Erziehung gerade in Kindergärten indoktrinäre Formen annehmen könnte. Religiosität wird in den Debatten häufig, aber insbesondere mit Bezug auf den Islam, pauschal mit der Ausübung von Zwang oder Exklusion in Verbindung gebracht. Wir diskutieren über die Praxis religiöser Erziehung in Kindergärten, über Motive für Eltern, konfessionelle Trägereinrichtungen zu wählen, und darüber, wie sich die gesellschaftspolitische Debatte auf konfessionelle und nicht-konfessionelle Träger auswirkt.


Daniela Cochlar, Leiterin MA 10 - Wiener Kindergärten
Michael Chalupka, Geschäftsführer, Diakonie Bildung
Zeynep Elibol, Direktorin, Islamische Fachschule f. Soziale Bildung
Susanna Haas, Pädagogische Leitung, St. Nikolausstiftung
Mohammed H. Imara, "Pädagogische Experten" (Trägerverein des Kindergartens "Tabarak")


Moderation: Ursula Peßl, Institut f. Religiöse Bildung- KPH Krems

Kooperation:
Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien
Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Diakonie Bildung

Ort: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien
Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen bitten wir jedoch um Anmeldung

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Do 28. März 2019, 19 Uhr,
Albert Schweitzer Haus, Kapelle (4. Stock)

Eine Pflicht gegenüber dem Leben?

Soll es erlaubt sein, sterbewillige Menschen in ihrem Wunsch, ihr Leben zu beenden, zu unterstützen? Die Entscheidung über Leben und Tod belastet Sterbewillige, Angehörige und Freunde. Sie impliziert moralische Gewissenskonflikte aber auch strafrechtliche Folgen. Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa hat sich im Jahr 2011 gegen eine theologisch-ethische Rechtfertigung der Beihilfe zur Selbsttötung ausgesprochen. Gleichzeitig wird die Konflikthaftigkeit der Gewissensentscheidung hervorgehoben. Was bleibt, ist die individuelle Belastung der Betroffenen.

Frank Mathwig, Titularprofessor für Ethik am Institut für Systematische Theologie der Universität Bern
Maria Kletečka-Pulker, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethik und Recht in der Medizin der Universität Wien

Moderation:
Margit Leuthold, Pfarrerin, Klinische Seelsorgerin

Ort: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien
Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen bitten wir jedoch um Anmeldung

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Vorschau April 2019

Di, 9. April 2019, 19 Uhr
Albert Schweitzer Haus, Kapelle (4. Stock)

Sola Scriptura - Im Gespräch mit der Bibel:
Die Apokalypse - im Alten und im Neuen Testament

Der Begriff Apokalypse (Enthüllung) ist dank literarischer und filmischer Verarbeitung mit Bildern des Weltuntergangs, der Vernichtung der Erde und der Menschen verbunden. Horror und Sciencefiction besetzen ihn. Dabei geht es um die biblisch gesehen „halbierte" Apokalypse. Die biblischen Apokalypsen zielen auf ein Danach, das Gottes sichtbare, erfahrbare Gegenwart und den endgültigen Abbruch der Gewaltherrschaft verspricht. Sie sind also letztlich Trosttexte. An zwei Abenden werden Verständnishilfen zu den schwierigen Texten im Alten und Neuen Testament angeboten und das Gespräch über die eindrückliche Bilderwelt eröffnet.

Input und Gespräch mit Barbara Rauchwarter, Evangelische Theologin

Ort: Albert Schweitzer Haus, Schwarzspanierstr. 13, 1090 Wien
Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist kostenlos, aus organisatorischen Gründen bitten wir jedoch um Anmeldung
Verfasst am: 22.02.19, 10:41