Neuigkeiten Neuigkeiten
Titel: Diakoniesonntag am 15. April nimmt Teilhabe aller in den Blick
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 11.4.2018

Pfarrerin Moser: Reichtum der Begabungen in Gemeinschaft

Der diesjährige Diakoniesonntag am 15. April widmet sich dem Leben in den Pfarrgemeinden und der Frage nach der Teilhabe aller daran. Damit knüpft der Diakoniesonntag thematisch an die Gemeindevertretungswahlen in den österreichischen evangelischen Pfarrgemeinden A.B. an, die an den Aprilsonntagen stattfinden. Symbolisch dafür steht der Leib und das Zusammenwirken von dessen Gliedern in Anlehnung an eine Passage aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther: „Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dem geringeren Glied höhere Ehre gegeben, auf dass im Leib keine Spaltung sei, sondern die Glieder einträchtig füreinander sorgen.“ Die Passage ist Teil des empfohlenen Predigttextes, der allen Pfarrgemeinden im Land für diesen Sonntag vorgeschlagen wird.

Pfarrerin Maria Katharina Moser, wissenschaftliche Referentin am Institut für öffentliche Theologie und Ethik der Diakonie sowie designierte Direktorin der Diakonie Österreich, schreibt dazu in einer Aussendung: „Das Bild von der Gemeinde als Leib Christi bringt den Gedanken der Teilhabe aller und ganz besonders der Schwächeren zum Ausdruck.“ Der Predigttext erzähle aber „auch und vor allem von der strahlenden Freude über den Reichtum der Begabungen und von der Lebendigkeit des Auferstandenen in der Gemeinschaft.“ Nicht nur Gemeinschaft als Leib, auch der Körper des Einzelnen werde in den Blick genommen: Er sei der Ort, an dem Gottes Macht erfahren werde. Moser: „Die Geisteskraft erfüllt den Leib mit neuer Kraft zum Leben. Hier ist der einzelne Mensch in seiner Beziehung zu Gott im Blick.“

Im Vorfeld des Diakoniesonntags hatte die Diakonie ein Materialpaket an die Pfarrgemeinden gesendet und dazu eingeladen, mit dessen Hilfe den Gottesdienst zu gestalten. Die Ergebnisse aus den Gemeinden können in den sozialen Medien unter dem Hashtag #diakoniesonntag gepostet und verfolgt werden.

Die Diakonie und die Evangelischen Kirchen haben 2013 erstmals den „Diakoniesonntag“ ins Leben gerufen, der seitdem österreichweit jedes Jahr im Frühjahr gefeiert wird. Ziel des Diakoniesonntages ist es, neue Impulse zu liefern und diakonisches Handeln sichtbar zu machen.
Verfasst am: 13.04.18, 09:08
Titel: Neues Kirchenrecht-Informationssystem online
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 11.4.018

www.kirchenrecht.at erleichtert Zugang und Suche

Das gesamte Kirchenrecht der Evangelischen Kirche in Österreich ist ab sofort in der Online-Datenbank www.kirchenrecht.at abrufbar. Ziel der Seite sei es, „den Kirchenrechtsbestand allen Interessierten leichter zugänglich zu machen und besser zu erschließen“, sagt Kirchenrat Walter Gösele, der gemeinsam mit Kirchenrätin Eva Lahnsteiner für die Projektleitung verantwortlich war. Dadurch sollten auch Hürden für juristisch unerfahrene Personen, sich selbst „mit rechtlichen Regelungen vertraut zu machen, zu recherchieren und Rechtsfragen eventuell selbst zu klären“, abgebaut werden. „Bislang war nur ein Teil der Gesetze online“, ergänzt Lahnsteiner, „jetzt ist alles einfach und schnell verfügbar.“

Erleichtert wird die Suche durch verschiedene Funktionen. Gesucht werden kann nach Stichworten, zudem lassen sich die Rechtstexte systematisch, nach Ordnungsnummer oder nach Kurzbezeichnung anzeigen, was ein gezielteres Durchsuchen ermöglicht. „Wenn ich zum Beispiel den Begriff ‚Kurator‘ suche, bekomme ich alle Ergebnisse in allen Dokumenten. Ich kann aber auch filtern und bekomme dann zum Beispiel nur die Ergebnisse aus der Kirchenverfassung“, erklärt Lahnsteiner die Vorzüge der neuen Datenbank, die es sowohl in einer Desktop- als auch in einer mobilen Version gibt. Angezeigt werden auch die Beziehungen eines Rechtsdokuments zu anderen, in denen die gesuchten Ausdrücke ebenfalls vorkommen. Die Suchergebnisse können zudem mit Lesezeichen versehen, als PDF gespeichert oder ausgedruckt werden.

Neben dem geltenden Recht, das in sechs Abteilungen von „Allgemeines Evangelisches Kirchenrecht“ über „Werke, Einrichtungen und Kirchliche Gemeinschaften“ bis hin zu „Staatliches und Europäisches Recht“ untergliedert ist, können auch anonymisierte Beschlüsse des Revisionssenats seit dem Jahr 2010 sowie alle Amtsblätter ab 2004 abgerufen werden. Zudem gibt es ein Rechtsarchiv.

Rechtlich verbindlich bleiben weiterhin das Amtsblatt in der gedruckten Form und die darin veröffentlichten Texte. Aktualisierungen an der Datenbank werden so schnell wie möglich durchgeführt, versichert Kirchenrat Gösele.

Das Projekt ist das Ergebnis einer Entscheidung der Evangelische Kirche A.u.H.B. aus dem Vorjahr, einem von Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland gebildeten Konsortium beizutreten, welches das „Fachinformationssystem Kirchenrecht“ (https://www.wbv.de/fis-kirchenrecht.html ) entwickelt hat und gemeinsam nutzt. An der Realisierung der Datenbank haben neben Lahnsteiner und Gösele auch Ulrike Pichal (Rechtsbestand), Elfriede Chrun (Amtsblatt) und Sandra Gajic (Rechtsprechung) mitgearbeitet.
Verfasst am: 13.04.18, 09:07