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Titel: Methodistische Kirche: Festakt zum 150-Jahr-Jubiläum
Autor: MB
Quelle: www.evang-wien.at vom 6.10.2021

Feier am 8. Oktober – „Wollen den Blick auch in die Zukunft richten“

Wien (epdÖ) – Mit einem Festakt am Freitag, 8. Oktober, feiert die Evangelisch-methodistische Kirche in Österreich (EmK) ihr 150-jähriges Bestehen. Zu dem Festakt in Wien geladen sind dabei Gäste aus der methodistischen Kirche in Österreich und im Ausland, aus der Ökumene, der Diakonie sowie aus Politik und Gesellschaft, wie die EmK mitteilte. Die Jubiläumsfeier solle ein „kurzweiliger, fröhlicher Festakt sein, in dem nicht nur die Geschichte der EmK Österreichs und ihr sozialdiakonisches Engagement sichtbar werden“ sollen. Man wolle „den Blick auch bewusst in die Zukunft richten und die Frage nach dem Auftrag Christi für seine Kirche in unserer heutigen Zeit stellen“. Die Feier findet in der Wiener Sechshauserstraße statt, wo die methodistische Superintendentur ihren Sitz hat.

Grußworte kommen vom methodistischen Bischof für Mittel- und Südeuropa, Patrick Streiff, dem evangelisch-lutherischen Bischof Michael Chalupka, dem römisch-katholischen Ökumenebischof Manfred Scheuer und dem rumänisch-orthodoxen Erzpriester Nicolae Dura für den Ökumenischen Rat der Kirchen. Bundespräsident Alexander Van der Bellen sendet eine Videobotschaft. Superintendent Stefan Schröckenfuchs und Altsuperintendent Helmut Nausner schauen im Gespräch auf die Kirche von „Damals und heute“.

Im Jänner 1870 war mit Christian Dieterle der erste methodistische Prediger nach Österreich gekommen. Im Herbst 1871 folgte die erste Gemeindegründung. 1892 suchte die Kirche erstmals um staatliche Anerkennung an, die allerdings bis 1951 auf sich warten ließ. Heute zählt die Evangelisch-methodistische Kirche in Österreich etwa 1.500 Mitglieder.

Verfasst am: 07.10.21, 13:27
Titel: Steuerreform: Armutskonferenz fordert einkommensabhängigen Ökobonus
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 6.10.2021

Arme stärker von Klimakrise betroffen als Reiche – Klimavolksbegehren: Chance für echten Kurswechsel vergeben

Wien (epdÖ) – Einen Belastungsausgleich einkommensschwächerer Haushalte durch einen „einkommensabhängigen Ökobonus“ hat die „Armutskonferenz“ gefordert. Wie das NGO-Netzwerk in einer Presseaussendung vom Montag, 4. Oktober, betonte, brauche es bei der am Sonntag von der Bundesregierung vorgestellten ökosozialen Steuerreform Maßnahmen, „damit die in den nächsten Jahren weiter steigende CO2-Steuer nicht die Schere zwischen Arm und Reich weiter verschärft“. Die am stärksten Betroffenen müssten am stärksten entlastet werden. Deshalb seien ein einkommensabhängiger Klimabonus, jedoch zusätzlich auch 800 Millionen Euro für soziale Zukunftsinvestitionen Gebot der Stunde.

Rogenhofer: Viel zu niedriger CO2-Preis ohne Lenkungswirkung
Kritik an der ökosozialen Steuerreform kommt auch vom Klimavolksbegehren. Der Preis von 30 Euro je Tonne CO2 sei „massiv zu niedrig und werde keine Lenkungswirkung erzielen“, ist Katharina Rogenhofer überzeugt. Mit dem Paket sei die Chance für einen echten Kurswechsel in der Klimapolitik vergeben worden, so die Sprecherin des Klimavolksbegehrens.

Die Klimakrise treffe arme Menschen stärker als Reiche, gleichzeitig aber verursachten die Reichsten im Land die meisten Treibhausgase. „Beide Tatsachen machen klar, dass Klimaschutz nur dann erfolgreich sein wird, wenn er das untere Einkommensdrittel entlastet – und den Betroffenen nicht weitere Bürden auferlegt“, heißt es vonseiten der Armutskonferenz. Der sozial gestaffelte Ökobonus müsse möglichst unbürokratisch, österreichweit einheitlich und barrierefrei die Haushalte erreichen.

Zur Untermauerung ihrer Forderung führte das Netzwerk die fast 4.000 Hitzetoten an, die in Österreich von 2013 bis 2020 verzeichnet wurden. Besonders häufig seien dabei ältere Menschen und solche mit geringem Einkommen betroffen gewesen. Umweltfolgen würden ärmere Haushalte wesentlich öfter belasten. „Feuchte, schimmlige Wohnungen betreffen Kinder und ihre Gesundheit in der Mindestsicherung. Lärm und Luftverschmutzung sind in Städten wesentlich höher dort, wo Leute mit weniger Geld wohnen. Und Heizkosten im kalten Winter samt teurem Wohnen sind für einkommensschwächere Personen überproportional hoch“, so die Armutskonferenz.

Ähnlich sei auch der Anteil der monatlichen Energieausgaben für Wohnen im ärmsten Fünftel der Bevölkerung mit 8,3 Prozent beispielsweise wesentlich höher als der Ausgabenanteil des reichsten Fünftels mit 2,6 Prozent.

800 Mio. für eine soziale Zukunft
Höhere Einkommensschichten belasten die Umwelt deutlich stärker als ärmere, so verbrauchen die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung viermal mehr an Ressourcen, Energie und CO2 als die ärmsten zehn Prozent, rechnete die Armutskonferenz vor. Statt der „volkswirtschaftlich wirkungslosen“ Senkung der Gewinnsteuern in der Höhe von 800 Millionen Euro im Jahr soll, so die Armutskonferenz, das Geld für Investitionen in die wichtigen sozialen Zukunftsfragen genutzt werden: Etwa für den Ausbau des Chancenindex an benachteiligten Schulen, um Therapielücken bei Kindern zu schließen, Pflegedienstleistungen zu erhöhen oder um Wohnungssicherung stärken.

Der Armutskonferenz gehören 44 Netzwerk-Mitglieder an – soziale Organisationen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, die sich mit Armut und sozialer Ausgrenzung beschäftigen. Darunter auch viele kirchlich getragene wie die Caritas Österreich, die Diakonie, die Katholische Aktion, der Katholische Familienverband, die Katholische Frauenbewegung und das Forum Kirche und Arbeitswelt. (Info: www.armutskonferenz.at)



Verfasst am: 07.10.21, 13:26