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Titel: Diakonie: Riesenadventkränze in fünf Landeshauptstädten
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 22.11.2017

Chalupka: Symbol und Hoffnungsträger für Kinder in Not

In fünf Landeshauptstädten werden heuer auf öffentlichen Plätzen die Kerzen an den traditionellen Adventkränzen der Diakonie brennen. Bei einem Pressetermin am Wiener Rathausplatz – einem der Plätze, wo ein Kranz zu finden ist – präsentierte Diakonie-Direktor Michael Chalupka die Adventkranzkampagne gemeinsam mit Wiener Volksschulkindern. Neben Wien dürfen sich Graz (Schlossbergplatz), Salzburg (bei der evangelischen Christuskirche an der Schwarzstraße), Linz (Martin-Luther-Platz) und Klagenfurt (Domplatz) auf die Riesenkränze freuen, die heuer 22 Kerzen tragen.

„Für die Diakonie ist der Adventkranz Symbol und Hoffnungsträger geworden für Kinder und Jugendliche in Not. Damit knüpfen wir an die Geschichte des Adventkranzes an, denn der erste Kranz war für Straßenkinder gedacht, denen es an allem fehlte“, erklärte Diakonie-Direktor Chalupka die Idee hinter der Aktion. Zugleich wies er darauf hin, dass der Adventkranz eine Erfindung der Diakonie ist: „Entstanden ist der Adventkranz 1839 in der Diakonie: Um Kindern aus ärmsten Verhältnissen im Advent die Zeit bis Weihnachten zu verkürzen, entzündete man im ersten Haus der Diakonie in Hamburg jeden Abend eine Kerze an einem großen Wagenrad.“ Die Zahl der Kerzen auf diesem ursprünglichen Adventkranz habe immer der Zahl der Tage im Advent entsprochen. Daher trägt der Diakonie-Adventkranz heuer auch nur 22 Kerzen. Das ist der kürzestmögliche Advent, weil der 24. Dezember in diesem Jahr auch der 4. Adventsonntag ist.

Im Advent ist die Diakonie auch mit weiteren Kampagnen aktiv: Ein Online-Adventkranz des Diakoniewerks Gallneukirchen rückt an 22 Tagen die vielfältigen Begabungen von Menschen mit Behinderung in den Blick. Mit dem Projekt #OrteDerHoffnung will die Diakonie Österreich zudem zwischen November und Dezember auf Menschen und Projekte aufmerksam machen, die Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Solidarität fördern. Hoffnungsträgerinnen und Hoffnungsträger sollen dabei in den Einrichtungen sichtbar werden, wo sie täglich wirken.
Verfasst am: 23.11.17, 09:58
Titel: Armutskonferenz kritisiert Deckelung der Mindestsicherung in NÖ und OÖ
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 22.11.2017

„Armutsbetroffene nicht noch ärmer machen“

Scharfe Kritik an der Deckelung der Mindestsicherung in Niederösterreich und Oberösterreich übt die österreichische „Armutskonferenz“. Die als Maßnahmen für mehr Leistungsgerechtigkeit vorgenommenen Kürzungen seien ein Ablenkungsmanöver, wobei mit dem Finger auf Flüchtlinge gezeigt werde, am Ende jedoch alle betroffen seien, heißt es in einer Aussendung vom 21. November. Die beiden Bundesländer hatten nach dem Auslaufen der entsprechenden Vereinbarung zwischen Bund und Ländern Anfang des Jahres eigenständig Kürzungen der Mindestsicherung beschlossen. Für Familien ist nun unabhängig von deren Größe ein Höchstbetrag von 1500 Euro im Monat vorgesehen.

Die Deckelungen waren auch als indirekte Beschränkung der Sozialleistungen für oft kinderreiche Flüchtlingsfamilien verstanden worden. Die Armutskonferenz verweist nun auf die Konsequenzen auch für Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft: „‚Flüchtling‘ wird gesagt, aber gestrichen wird bei allen. Die Deckelungskürzungen in der Mindestsicherung betreffen Familien, Alleinerziehende, Pensionisten, Menschen mit gesundheitlichen Problemen oder Behinderungen, Arbeitnehmer und Arbeitssuchende gleichermaßen.“

Die Kürzungen würden „zahlreiche persönliche Notlagen und gesellschaftliche Folgen samt Folgekosten“ nach sich ziehen, heißt es in der Stellungnahme weiter. Dadurch würden Menschen in Armut gehalten. Die Armutskonferenz fordert eine Anpassung der Gesetzeslage: „Statt Menschen zu Almosenempfängern zu machen, gehören die Gesetze so geändert, dass sie Armut bekämpfen und nicht Armutsbetroffene noch ärmer machen.“

Die Armutskonferenz ist seit 1995 als Netzwerk von über 40 sozialen Organisationen sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen aktiv. Die in der Armutskonferenz zusammengeschlossenen sozialen Organisationen beraten, unterstützen und begleiten über 500.000 Menschen im Jahr.
Verfasst am: 23.11.17, 09:57