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Titel: Pfarre wieder fix besetzt
Autor: MB
Quelle: https://www.noen.at/gmuend vom 22.6.2018

Vikariatszeit vorbei: Dišlere-Musta zur evangelischen Pfarrerin bestellt. Sie wird evangelische Gemeinde Gmünd-Waidhofen mit 1. September eigenverantwortlich übernehmen.

Nach drei Jahren Mitverwaltung durch die Horner Pfarrerin Birgit Schiller hat die Evangelische Pfarrgemeinde A.u.H.B. Gmünd-Waidhofen mit Sitz in Gmünd seit wenigen Tagen wieder eine eigene Pfarrerin: Die bisherige Vikarin Dace Dišlere-Musta wurde durch Oberkirchenrätin Ingrid Bachler ins Pfarramt ordiniert.

Die 48-Jährige blickt auf ein „sehr emotionales Ereignis“ zurück, aus gutem Grund: „Ich habe genau 25 Jahre auf die Ordination gewartet!“ Sie hatte in den 1990er Jahren in ihrer lettischen Heimat – wo der Protestantismus die mitgliederstärkste religiöse Bewegung ist – die Ausbildung begonnen. In der Zeit schaffte die lettische evangelische Kirche aber die Ordination von Frauen zu Pfarrerinnen ab. Also arbeitete die zweifache Mutter als ausgebildete Theologin jahrelang als Seelsorgerin in Spitälern und Gefängnissen, ehe sie mit ihrer Familie auswanderte und in Gmünd landete, um ihren Berufswunsch tatsächlich noch zu realisieren. Hier durchlief Dišlere-Musta seit 2015 alle Stationen am Weg zur Pfarrerin bis zur Ordination.

Zur Feier in der „Kirche der Frohen Botschaft“ Waidhofen kamen nun zahlreiche Weggefährten auch aus anderen Pfarren. Das gute Nebeneinander der christlichen Konfessionen dokumentierte der Umstand, dass drei der vier Assistenten Katholiken sind – der Schremser Stadtpfarrer und Dechant Herbert Schlosser sowie die Gmünder Pfarrer Rudolf Wagner und Georg Kaps.

„Habe die Menschen hier schätzen gelernt“

Die Jungpfarrerin soll die Pfarre nun mit 1. September fix übernehmen, die offizielle Amtseinführung ist für 7. Oktober geplant. Sie war die einzige Bewerberin für die ausgeschriebene Stelle. Die Gemeindevertretung hat ihr aber nicht nur deshalb einstimmig das Vertrauen ausgesprochen, betont Kuratorin Solveig Gschaider, „weltliches“ Oberhaupt der Gemeinde: „Sie will gestalten, ihre Ideen und Erkenntnisse einbringen und neue Impulse setzen.“

Warum Dišlere-Musta angesichts ausgeschriebener Pfarren in ganz Österreich jene im Waldviertel mit nur knapp über 600 regional weit verstreuten Gläubigen übernehmen will?

„Von außen betrachtet gibt es vielleicht attraktivere Stellen“, sagt sie: „Ich habe aber in den drei Jahren die Menschen und die Mentalität hier schätzen gelernt, ich sehe eine gute Entwicklung der Region und der Pfarre.“ Dass die Zeit der Vakanz für ihre Ausbildung ohne Probleme bei Gottesdiensten, Taufen, Beerdigungen oder Veranstaltungen zum Reformationsjahr 2017 ablief, wertet sie als Bestätigung für den Zusammenhalt. Sie will das Angebot für Kinder, Jugendliche und Familien sowie musikalische Ereignisse in Predigtstationen forcieren, die Ökumene pflegen, und die Gemeinschaft durch Bibelkreise und weitere Arbeitskreise stärken.
Verfasst am: 25.06.18, 13:53
Titel: Shalom! Music Between Friends
Autor: MB
Quelle: https://www.dioezese-linz.at vom 22.6.2018

Ein "musikalisches Freundschaftstreffen" fand am 20. Juni 2018 im Bildungshaus Schloss Puchberg in Wels statt. An den Instrumenten: Bischof Michael Bünker, Bischofskonferenz-Generalsekretär Peter Schipka und Oberrabbiner Chaim Eisenberg.

Katholisch, jüdisch, evangelisch – drei religiöse Leader und drei prominente Hobbymusiker überwinden Grenzen mit ihrer Musik: Bischofskonferenz-Generalsekretär Peter Schipka, evangelischer Bischof Michel Bünker und Oberrabbiner Chaim Eisenberg präsentierten an einem lauen Sommerabend jüdische Traditionals im Hof des Bildungshauses Schloss Puchberg in Wels. Dabei wurden sie von zwei Virtuosen der Klezmer Swing Band – Sasha Danilov und Peter Strutzenberger – unterstützt. Musikalisch geleitet wurde dieses bunte und lebensbejahende Bandprojekt von Roman Grinberg.

Im Musizieren über Konfessions- und Religionsgrenzen hinweg setzten sie ein Zeichen der Freundschaft und Toleranz. Das einzigartige Konzert „Shalom! Music Between Friends“ steht für Harmonie und Rhythmus aus der Vielfalt von Klängen und Stimmen, der Vertiefung der Gemeinsamkeiten in der Unterschiedlichkeit.

Als besonderes Extra präsentierte Chaim Eisenberg an diesem Abend sein neuestes Buch „Auf das Leben – Weisheiten und Dummheiten eines Oberrabbiners“.

Michael Bünker: der evangelische Bischof sorgte für den Rhythmus am Schlagzeug

Chaim Eisenberg: der Oberrabbiner mit Witz, Gesang und Buchpräsentation

Peter Schipka: der Bischofskonferenz-Generalsekretär am Klavier

Sasha Danilov: der Klezmervirtuose und seine Klarinette

Peter Strutzenberger: der Rock'nRoller am Kontrabass

Roman Grinberg: der umtriebige Tausendsassa als Bandleader
Verfasst am: 25.06.18, 13:51