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Titel: Lourdes-Wallfahrt mit 600 österreichischen Soldaten
Autor: MB
Quelle: www.orf.at vom 18.5.2018

Über 600 Soldaten des österreichischen Bundesheeres nehmen dieses Wochenende an der Soldatenwallfahrt in Lourdes teil. Es ist die 60. derartige Veranstaltung. Unter den Pilgern findet sich zum ersten Mal auch Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ).

Er will die Zeit im französischen Wallfahrtsort einerseits für Gespräche, aber auch zum „Aufladen der inneren Batterie“ nutzen, erklärte der Ressortchef. Die internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes entstand 1958 aus einer gemeinsamen Friedensinitiative französischer und deutscher Militärseelsorger. Die 60. Auflage heuer steht unter dem Motto „Friede auf Erden“, von 16. bis 22. Mai pilgern rund 15.000 Soldatinnen und Soldaten aus 30 Nationen nach Lourdes.

Eine Teilnahme sei ihm „in 13 Jahren aktiver Dienstzeit nicht gelungen“, so Kunasek. In seiner kurzen Eröffnungsansprache am Donnerstagabend beim Abendlob in der Basilika bedankte sich Kunasek vor allem bei der Militärseelsorge für die Organisation der Pilgerreise und hob die Bedeutung der Seelsorge hervor. „Lourdes ist für jeden etwas anderes: ein Ort der Hoffnung oder ein Ort der Ruhe. Ich werde die eineinhalb Tage zum Aufladen der inneren Batterie nutzen.“ Dies sei notwendig, um in sich zu kehren und neue Kraft und Ideen zu sammeln.

Im Rahmen der Veranstaltung will der Minister mit den Soldaten in Kontakt kommen und Informationen für seine Tätigkeit als Ressortchef mitnehmen, kündigte er an. Die Gelegenheit bot sich gleich am Freitagvormittag beim gemeinsamen Erinnerungsfoto mit den Österreichern im Heiligen Bezirk. Davor und danach stand Kunasek für private Fotowünsche bereit und versicherte, dass er wieder in den Wallfahrtsort kommen wird.

Nach einer Messe am Freitagvormittag bei der Grotte stand am Nachmittag die Internationale Eröffnungsfeier auf dem Programm. Am Samstag besucht Kunasek noch das Zeltlager mit den österreichischen Pilgern.

Die jährlich stattfindende Soldatenwallfahrt nach Lourdes entstand aus einer gemeinsamen Initiative französischer und deutscher Militärseelsorger. Aus einer Pilgerfahrt französischer Soldaten im vorletzten Kriegsjahr 1944 entwickelte sich eine regionale, dann nationale und schließlich internationale Bewegung. Heute ist sie die größte europäische Friedenskundgebung von Soldatinnen und Soldaten mit katholischem Bekenntnis in den europäischen Armeen. Österreichische Soldaten nehmen schon seit 1958 an der Wallfahrt teil.

Im Jahr 1862 wurde die Marienerscheinung von Lourdes offiziell von der Kirche anerkannt. Demnach erschien die Gottesmutter Maria im Jahr 1858 in der Massabielle-Grotte der 14-jährigen Müllerstochter und späteren Ordensfrau von der „Kongregation der Schwestern der Barmherzigkeit von Nevers“, Bernadette Soubirous. Sie wurde 1933 heiliggesprochen. Jährlich pilgern rund sechs Millionen Menschen nach Lourdes.

religion.ORF.at/APA
Verfasst am: 22.05.18, 09:35
Titel: Protest von Juden und Christen gegen antisemitischen Vandalenakt
Autor: MB
Quelle: www.kathpress.at vom 18.5.2018

Israelitische Kultusgemeinde, Erzdiözese Wien und künftiger Bürgermeister Michael Ludwig bestürzt über erneuten Vorfall am "Campus der Religionen" in Seestadt in Wien-Aspern

Gegen einen antisemitisch motivierten Vandalenakt am "Campus der Religionen" in der Seestadt in Wien-Aspern haben am Freitag Juden und Christen gemeinsam protestiert. Die Israelitische Kultusgemeinde, die Erzdiözese Wien und auch der künftige Bürgermeister der Bundeshauptstadt, Michael Ludwig, äußerten sich bestürzt über folgenden Vorfall: Vergangene Woche wurde die jüdische Fahne als einzige der dort vertretenen Fahnen der Glaubensgemeinschaften heruntergerissen - wobei nicht ausgeschlossen werden könne, ob nicht der heftige Sturm die Ursache war. Nun wurde aber auch der Fahnenmast zerstört, an dem die jüdische Flagge mit dem Davidstern wehte. Die Kultusgemeinde und die Erzdiözese "sehen darin einen bewussten Akt von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit", hieß es in einer Aussendung.

Bereits 2015, kurz nach der Einweihung des Campus, war die jüdische Flagge mit einem Hakenkreuz beschmiert und der Mast aus dem Boden gerissen worden. Vertreter der beteiligten Glaubensgemeinschaften und der damalige Wiener Stadtrat Ludwig setzten daraufhin ein Zeichen der Solidarität und fanden sich zu einer erneuten Feier in der Seestadt ein, bei der die Fahnen neu gehisst wurden: Sechs zeigen die Symbole der in Wien vertretenen Glaubensgemeinschaften, vier weitere stehen für Europa, Österreich, Wien und den Bezirk Donaustadt.

Im neu entstehenden Stadtviertel Seestadt im 22. Wiener Gemeindebezirk sollen bis 2028 Wohnraum und Arbeitsplätze für 20.000 Menschen entstehen. Mitten in der Seestadt ist ein Grundstück für die Präsenz der verschiedenen Religionsgemeinschaften vorgesehen - der "Campus der Religionen". Beteiligt sind an diesem Projekt die katholische, evangelische, orthodoxe und altkatholische Kirche sowie die Israelitische Kultusgemeinde, die Islamische Glaubensgemeinschaft, die Buddhistische Religionsgemeinschaft sowie die Gemeinde der Sikhs.
Verfasst am: 22.05.18, 09:34