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Titel: Neues Kirchenrecht-Informationssystem online
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 17.4.2018

www.kirchenrecht.at erleichtert Zugang und Suche

Das gesamte Kirchenrecht der Evangelischen Kirche in Österreich ist ab sofort in der Online-Datenbank www.kirchenrecht.at abrufbar. Ziel der Seite sei es, „den Kirchenrechtsbestand allen Interessierten leichter zugänglich zu machen und besser zu erschließen“, sagt Kirchenrat Walter Gösele, der gemeinsam mit Kirchenrätin Eva Lahnsteiner für die Projektleitung verantwortlich war. Dadurch sollten auch Hürden für juristisch unerfahrene Personen, sich selbst „mit rechtlichen Regelungen vertraut zu machen, zu recherchieren und Rechtsfragen eventuell selbst zu klären“, abgebaut werden. „Bislang war nur ein Teil der Gesetze online“, ergänzt Lahnsteiner, „jetzt ist alles einfach und schnell verfügbar.“

Erleichtert wird die Suche durch verschiedene Funktionen. Gesucht werden kann nach Stichworten, zudem lassen sich die Rechtstexte systematisch, nach Ordnungsnummer oder nach Kurzbezeichnung anzeigen, was ein gezielteres Durchsuchen ermöglicht. „Wenn ich zum Beispiel den Begriff ‚Kurator‘ suche, bekomme ich alle Ergebnisse in allen Dokumenten. Ich kann aber auch filtern und bekomme dann zum Beispiel nur die Ergebnisse aus der Kirchenverfassung“, erklärt Lahnsteiner die Vorzüge der neuen Datenbank, die es sowohl in einer Desktop- als auch in einer mobilen Version gibt. Angezeigt werden auch die Beziehungen eines Rechtsdokuments zu anderen, in denen die gesuchten Ausdrücke ebenfalls vorkommen. Die Suchergebnisse können zudem mit Lesezeichen versehen, als PDF gespeichert oder ausgedruckt werden.

Neben dem geltenden Recht, das in sechs Abteilungen von „Allgemeines Evangelisches Kirchenrecht“ über „Werke, Einrichtungen und Kirchliche Gemeinschaften“ bis hin zu „Staatliches und Europäisches Recht“ untergliedert ist, können auch anonymisierte Beschlüsse des Revisionssenats seit dem Jahr 2010 sowie alle Amtsblätter ab 2004 abgerufen werden. Zudem gibt es ein Rechtsarchiv.

Rechtlich verbindlich bleiben weiterhin das Amtsblatt in der gedruckten Form und die darin veröffentlichten Texte. Aktualisierungen an der Datenbank werden so schnell wie möglich durchgeführt, versichert Kirchenrat Gösele.

Das Projekt ist das Ergebnis einer Entscheidung der Evangelische Kirche A.u.H.B. aus dem Vorjahr, einem von Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland gebildeten Konsortium beizutreten, welches das „Fachinformationssystem Kirchenrecht“ (https://www.wbv.de/fis-kirchenrecht.html ) entwickelt hat und gemeinsam nutzt. An der Realisierung der Datenbank haben neben Lahnsteiner und Gösele auch Ulrike Pichal (Rechtsbestand), Elfriede Chrun (Amtsblatt) und Sandra Gajic (Rechtsprechung) mitgearbeitet.
Verfasst am: 23.04.18, 13:12
Titel: Wien: Blumen pflanzen für das gute Testament
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 17.4.2018

Evangelische Hilfsorganisationen danken Spendern von „Vergissmeinnicht“

Als Dank an die die Spenderinnen und Spender pflanzten Diakonie Flüchtlingsdienst, Diakonie Katastrophenhilfe und Brot für die Welt am Donnerstag, 12. April, symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen im Wiener Schlossgarten Schönbrunn. Gemeinsam mit 75 weiteren Non-Profit-Organisationen beteiligten sich die drei evangelischen Einrichtungen damit an einer Aktion der Initiative „Vergissmeinnicht“, die sich für Testamentsspenden an karitative Institutionen einsetzt.

60 Millionen Euro Testamentsspenden 2017

Laut Angaben von „Vergissmeinnicht“ betrugen die Testamentsspenden zugunsten gemeinnütziger Organisationen im vergangenen Jahr rund 60 Millionen Euro. Dies seien beinahe 10 % des gesamten Spendenaufkommens in Österreich. „Jeder 10. Spendeneuro wird also mittlerweile über Testamente gespendet!“, zeigte sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht, beeindruckt.

Zunehmendes Interesse an „gutem Testament“

Rund 14 Prozent der ÖsterreicherInnen über 40 Jahren können es sich laut Umfrage des Market-Institutes vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken. Im Jahr 2012 waren es vergleichsweise erst 8 Prozent. „Umgerechnet in absolute Zahlen sind heute über 650.000 Personen und damit um 291.000 mehr als 2012 am Testamentsspenden interessiert.“, zieht Lutschinger Bilanz. Wichtigstes Motiv hinter einer Testamentsspende sei der „gute Wille“ sowie die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen.

Nur rund ein Drittel der ÖsterreicherInnen über 60 Jahren hätten ein Testament verfasst und viel zu wenige Menschen wüssten, dass man neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation in seinem Testament bedenken könne. „Mit unserer Initiative möchten wir in neutraler Form informieren und auf diese Möglichkeit aufmerksam machen.“, so Günther Lutschinger.

„Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 78 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.
Verfasst am: 23.04.18, 13:11