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Titel: Chris Jarrett Solo (USA) – Orgel goes Jazz
Autor: MB
Quelle: https://www.evang-wien.at vom 8.8.2018

Porgy & Bess in der Lutherischen Stadtkirche Wien

Buchstäblich alle Register ziehen wird Chris Jarrett an der frisch restaurierten Orgel der Lutherischen Stadtkirche. Am Freitag, 21. September 2018, um 19.30 Uhr wird der in den USA geborene Pianist, Organist und Komponist Chris Jarrett (jüngerer Bruder des Jazzpianisten Keith Jarrett) Klassik, Avantgarde, Jazz und Weltmusik auf atemberaubende Art und Weise an der Orgel verschmelzen lassen. Veranstaltet wird der Abend gemeinsam mit dem legendären Wiener Jazzclub „Porgy & Bess“. Der Eintritt kostet 20,- Euro. Zu kaufen gibt es die Karten (freie Sitzplatzwahl) bei „Porgy & Bess“, online unter http://porgy.at/events/order/1184/(link is external) oder an der Abendkassa. Einlass ist um 18.45 Uhr.

Chris Jarrett wird von Musikjournalisten auch schon mal als „Rebell“ gegen das Pianoestablishment bezeichnet. Vital und impulsiv sei seine Musik, voller Brüche und Überraschungen und niemals so leicht einzuordnen in die üblichen Kategorien des Musikbetriebes. Frank Zappa etwa gelte ihm genauso als Vorbild wie die Meister des Barock oder der Moderne. Dementsprechend offen ist auch sein Repertoire, das von atonalen Miniaturen über Sonaten, Filmmusiken und Ballett bis hin zur Oper reicht.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschreibt das Können Jarretts so: „Wer mit einer solchen Energie, mit pianistischem Furor, aber auch mit einer solchen Brillanz und Subtilität des Anschlags die Tasten zu drücken vermag, sich dabei das sperrige Instrument geradezu einverleibt ... [weckt] die Assoziation eines mythischen Kentaur – halb Klavier, halb Mensch ... phantasievoll, originell, energiegeladen und technisch perfekt.“

An der Orgel fasziniert den Musiker, dass jedes neue Instrument zu einer neuen Verschmelzung von Klang und Ausdruck führe. Dadurch würden sich keine zwei Konzerte gleichen.

Seine Orgel-Improvisationen sind nicht nur in Wien live zu hören. Insgesamt spielt Chris Jarrett in Österreich in fünf evangelischen und einer katholischen Kirche. Am 19.9. (zwei Tage vor dem Wien-Konzert) beginnt die kleine Österreich-Tournee in Linz, darauf folgen: 21.9. Wien, 24.9. Klagenfurt, 27.9. Eltendorf, 1.10. Villach und zum Abschluss am 3.10. Graz.

Mehr zu Chris Jarrett unter: www.chrisjarrett.de(link is external)

Wien-Konzert auf einen Blick:

Porgy & Bess in der Lutherischen Stadtkirche
Chris Jarrett Solo (USA)
Freitag, 21. September 2018, 19.30 Uhr (Einlass 18.45 Uhr)
Lutherische Stadtkirche; Dorotheergasse 18, 1010 Wien
Tickets: 20,- Euro (freie Sitzplatzwahl); Abendkassa
Tickets online: http://porgy.at/events/order/1184/
Verfasst am: 10.08.18, 10:13
Titel: Hiroshimatag: Kirchenvertreter fordern Welt ohne Atomwaffen
Autor: MB
Quelle: www.evang.at vom 8.8.2018

Gedenkveranstaltungen in Wien und Melk – Bischof Bünker kritisiert Trump-Politik

Eine Welt ohne Atomwaffen haben VertreterInnen von Kirchen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft anlässlich des 72. Jahrestages des Atombombenabwurfes auf die japanische Stadt Hiroshima in Wien eingemahnt. Bei der von der Wiener Friedensbewegung und der Hiroshimagruppe veranstalteten Gedenkveranstaltung für die Opfer der Atombomben von Hiroshima und Nagasaki in der Wiener Innenstadt wurden 277 Grußadressen präsentiert, darunter Stellungnahmen hoher RepräsentantInnen der Österreichischen Kirchen. Mit der Forderung nach einer atomwaffenfreien Welt knüpfen die Organisatoren an das am 7. Juli 2017 beschlossene UN-Abkommen gegen nukleare Waffen an, das von den Staaten mit Kernwaffenarsenal nicht mitgetragen wurde.

Die Verbreitung von Waffen verschlimmere eindeutig Konfliktsituationen und verursache enorme Kosten auf menschlicher und materieller Ebene, „die dann die Entwicklung und die Suche nach einem dauerhaften Frieden bedrohen“, hielt Kardinal Christoph Schönborn in seiner Erklärung fest. Der Wiener Erzbischof erinnerte zudem an die Ansprache von Papst Franziskus zum Weltgebetstag für den Frieden am 20. Juli 2016 in Assisi. Dort habe er eindringlich gemahnt, dass man angesichts von Krieg und Ungerechtigkeit niemals gleichgültig bleiben dürfe. Deshalb dürfe man nie müde werden zu erinnern, „dass der Name Gottes die Gewalt nie rechtfertigen kann.

In einer Phase der zunehmenden geopolitischen Spannungen und politischen Unberechenbarkeit, für die insbesondere der US-Präsident Donald Trump steht, „wird die Tatsache, dass es nach wie vor eine ungeheuer große Zahl atomarer Sprengköpfe gibt, zur Bedrohung des Friedens“, warnte der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker. Es brauche daher den verstärkten Einsatz für den Frieden, vor allem die Abschaffung aller Atomwaffen. Bünker: „Das Verbot von Atomwaffen muss umgesetzt werden! Das sind wir den Opfern von Hiroshima und Nagasaki, den Überlebenden und deren Nachkommen, aber auch den zukünftigen Generationen schuldig.“ Atomwaffen, ob eingesetzt oder angedroht, seien „grob böse, moralisch falsch und eine Sünde gegen heutige und künftige Generationen“.

Anstatt Atomwaffen aus der Welt zu schaffen, „haben verantwortungslose und verbrecherische Regierungen diese Vernichtungswaffen weiterentwickelt und perfektioniert“, schrieb der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld in seiner Grußadresse. Mit dem heute existierenden Potential an Atomwaffen könne der ganze Planet mehrfach ausgelöscht werden. Hennefeld: „Christen haben die Mission, die Welt gerechter und friedlicher zu gestalten. Daher dürfen sie sich nicht damit abfinden, dass einige mächtige Staaten auch weiterhin über Atomwaffen verfügen und anderen dieses Recht abgesprochen wird.“ Christen müssten gemeinsam mit allen verantwortungsbewussten Menschen, Religionsgemeinschaften und Friedensorganisationen konsequent für atomwaffenfreie Zonen und in der Folge für die Ächtung und Verschrottung aller Atomwaffen weltweit eintreten, „ohne wenn und aber“, so Hennefeld.

Österreich habe federführend bei dem Vertrag von 2017 mitgewirkt, hob der Linzer römisch-katholische Bischof Manfred Scheuer hervor. „Und doch darf weder die Politik noch die Zivilgesellschaft ihre Hände in den Schoß legen.“ Noch immer werde von wesentlichen Staaten der Atomwaffenverbotsvertrag nicht unterzeichnet, kritisierte Scheuer: „Solange das nicht geschieht, ist uns eine latente und permanente Bedrohung durch den möglichen Einsatz dieser Vernichtungswaffen und ihrer unkontrollierbaren Folgewirkungen gewiss.“ Der Bischof nahm weiters die zunehmend angefeindeten Flüchtlinge in Schutz: „Die Menschen, die vor Gewalt und Terror aus ihrer Heimat flüchten mussten, sind keine Bedrohung. Vielmehr muss uns ihr Schicksal aufrütteln, mehr gegen die Bedrohung durch ausgefeiltere und mörderischere Waffensysteme zu unternehmen.“

Der Nagasaki-Gedenktag wird am Donnerstag, 9. August, in Wien um 20.00 Uhr mit einer Buddhistischen Gedenkzeremonie bei der Friedenspagode (1020 Wien, Hafenzufahrtsstraße) begangen. In Melk lädt die Friedensbewegung am Samstag, 11. August, von 10:00 bis 13:00 Uhr zu einer Gedenkaktion in die Fußgängerzone.

Am 6. August 1945 wurde die erste Atombombe über Hiroshima abgeworfen. Seit Beginn der 1980er-Jahre erinnert die Wiener Friedensbewegung gemeinsam mit der Hiroshima-Gruppe Wien mit Gedenkveranstaltungen an den Atombombenabwurf, bei dem in Hiroshima und drei Tage später in Nagasaki 300.000 Menschen unmittelbar starben, bis heute leiden ebensoviele an den Spätfolgen. Dass am 7. Juli 2017 von der UNO ein völkerrechtliches Verbot der Atomwaffen verhängt wurde, sei „ein wichtiger Schritt vorwärts“, heißt es seitens der Friedensbewegung. Jetzt müssten weitere folgen.

Infos: http://www.hiroshima.at
Verfasst am: 09.08.18, 13:30